Kann man eine Katze/Kater dazu erziehen, das er gerne und oft schmusen will?

10 Antworten

Nein das kannst du definitiv nicht. Es kommt voll und ganz auf die persönlichen Eigenschaften deiner Katze an.

Das einzige was du machen kannst ist, deine Katze an Menschen und an dich zu gewöhnen und versuchen mit ihr eine Freundschaft aufzubauen.

Du solltest zu allererst wissen, dass deine Katze dich nicht braucht, da sie ein Einzelgänger ist. Im Gegensatz zu Hunden ist sie nicht auf ihre Mitmenschen/-hunde/-katzen angewiesen und sucht deswegen vorallem am Anfang nicht nach Nähe.

Wenn du mit ihr allerdings eine Art Freundschaft schließt, kann es sein, dass sie gerne mit dir schmust, gestreichelt wird und oft zu dir kommt.

Das braucht aber vorallem eines: Deine Geduld.

Folgendes musst du beachten:

--- 1. Grundregeln
- Wenn du die Katze bekommst, darfst du sie noch nicht anfassen oder streicheln.
- Rede wenn deine Katze anwesend ist ruhig und leise.
- Schaue der Katze nie direkt in die Augen. Katzen deuten das als Angriffszeichen. Wenn du sie anschaust schaue, dass du deine Augen etwas zu machst, sodass du durch einen Schlitz schaust.
- Mache keine schnellen Bewegungen

--- 2. Kennenlernen
Wenn man eine Katze bekommt verkriecht sich diese meistens in irgendein Eck weil sie Angst hat. Geh in den gleichen Raum und rede ruhig und mit leiser Stimme mit ihr. Halte aber Abstand zu ihr. Passe darauf auf, dass du nicht zwischen ihr und ihrem Fluchtweg in den nächsten Raum stehst. Du kannst ihr zum Beispiel etwas vorlesen oder einfach so mit ihr reden, wenn dir so viel einfällt. Mache das am Anfang ruhig mehrere Stunden, dann gewöhnt sie sich an deine Stimme.
Rede mit deiner Katze solange, bis du merkst, dass sie sich entspannt (Entspannung bei Katzen: Geschlossene Augen, geht langsam in einem offenem Raum herum, erkundet die Umgebung und beschnüffelt alles).
Achtung das kann mehrere Tage dauern, also hab Geduld. Wenn du merkst, dass sie sich schon entspannt gehe im Laufe von mehreren Stunden/Tagen immer näher zu ihr hin.

--- 3. Erste Berührungen
Wenn du neben ihr sitzen kannst und sie ist entspannt ist das ein gutest Zeichen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sie dann auch anfangen an dir zu schnüffeln. Dazu kannst du dich neben sie legen und deine Hand so 10cm von ihrer Nase neben sie legen. Wenn du dich nicht bewegst wird sie am ehesten an deinen Fingern schnuppern. Wenn das mehrere Tage gut funktioniert und sie keine Angst zeigt oder sie schon an deiner Hand geschmust hat, kannst du sie versuchen mit einem Finger an der Stirn zu berühren. Wiederhole das wieder mehrere Tage. Dabei kannst du nach genügend Zeit und wenn sie entspannt bleibt auch mal am Kopf oder am Rücken versuchen zu streicheln. Läuft sie ängstlich weg oder verkrampft sie lass das lieber noch. Was absolut tabu ist, ist ihr Bauch und ihre Pfoten. Das mögen Katzen gar nicht.

--- 4. Krauleinheiten
Wenn sie sich ohne Probleme streicheln lässt kannst du anfangen sie zu kraulen, am besten am Rücken oder hinter den Ohren. Drück da aber nicht zu doll an. Wenn du einfach nur sachte kraulst und ihr das gefällt, wird sie sich gegen deine Hand drücken und dir so symbolisieren, dass du fester kraulen kannst.

--- 5. Aufheben
Lässt sie sich mehrere Tage lang streicheln und kraulen und schnurrt sie dabei auch hin und wieder, kannst du versuchen ihren Brustkorb zu berühren. Dort musst du sie nämlich später aufheben. Funktioniert das gut kannst du versuchen sie aufzuheben. Dafür sie mit einer Hand am Brustkorb stützen und mit der anderen Hand am hinteren Rücken (also schon Richtung Hinterteil) stützen. So kannst du sie dann aufheben. Achte dabei aber darauf, dass du sie nicht auf den Rücken drehst, das mag sie nicht. Wenn sie das Aufheben nicht mag (Wehren, Fauchen, Kratzen, Beißen) lass sie sofort runter und probiere es erst nach einigen Tagen wieder.

So, vielleicht konnte dir das ein bisschen helfen.
Merk dir: Du kannst eine Katze nicht ändern sondern nur mit ihr Freundschaft schließen.

LG

arrgh- sorry- ich hab mich verklickt. ich find deine antwort großartig

0

Nein kannst du nicht :-) ich hatte schon mehrere Katzen bzw habe zurzeit 3 Stück und alle 3 von klein auf. Katzen haben halt ihre Wesensart. Wenn du dich aber viel um sie kümmerst, fütterst & generell immer lieb zu ihr bist, wird sie sehr großes vertrauen in dich bekommen. Damit steigen die Chancen das sie (wenn sie dann mal kuscheln möchte) zu dir kommt :-)

Ansonsten brauchst du wohl einfach etwas Glück eine Kuschelkatze zu bekommen. Mein Main Coon zum Beispiel lässt dich fast gar nicht kuscheln. Aber oft kommt sie auch an und will dann unbedingt, ist dann so aufdringlich und klettert auf mir rum und genießt es so sehr das sie das schlucken vergisst und mich komplett vollsabbert :-D

Erstens ist das abhängig vom Charakter der Katze. Manche sind schmusig und anhänglich, manche eher nicht. Und mit Erziehung hat das garnichts zu tun, sondern mit Bindung und Vertrauen. 

Kätzchen, die dauernd rumgeschleppt und begrapscht werden, reagieren irgendwann mit Ablehnung und Aggression darauf. Man erreicht also genau das Gegenteil, wenn man sie dauernd bedrängt.

Was möchtest Du wissen?