Kann man eine HAftpflicht-Versicherung wegen falscher Beratung rückwirkend kündigen?

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9 Antworten

Kann er rückwirkend kündigen, also auch bereits gezahlte beiträge rückerstattet bekommen?

Eine Kündigung kommt aufgrund des Sachverhalts nicht in Frage, theoretisch aber eine Anfechtung.

Kann N denn nachweisen, dass B die besagte Information hatte und trotzdem zum Abschluss eines Vertrages geraten hat?

Ansonsten wird die Aussage schwer bis unmöglich zu beweisen sein.

Aber wenn ein Leistungsfall vorliegt, besteht ohnehin ein Sonderkündigungsrecht (§ 92 VVG).

und lohnt es sich einen Anwalt hinzuzuziehen?

Nein. Aus 2 Gründen

  • Ich fürchte die Beweislage ist nicht besonders toll.
  • Lohnt es sich wirtschaftlich nicht. Eine Haftpflicht kostet i.d.R. nicht mehr als 60,- € im Jahr. Eine anwaltliche Beratung bei einem Streitwert bis 500,- € kostet aber auch mind. 80,- €.

Nein, so zumindest bei meiner. Der Vertrag würde bei meiner einfach aufgehoben, denn Doppelversicherungen sind bei PH in Deutschland nicht zulässig und somit ist alles ganz einfach und leicht, bei meiner jedenfalls.

Ein falsche Beratung muss man nachweisen können, behaupten kann man  viel.

Wenn es keinen Zeugen für das Beratungsgespräch gibt (deshalb soll man solche Gespräche ja auch nie alleine führen), steht Aussage gegen Aussage, denn die Versicherung wird das ja wohl kaum zugeben, ausserdem haben die garantiert einen ganzen Stab von Anwälten.

Deine Fragestellung ergibt keinen Sinn: Ein Versicherungsberater arbeitet niemals für eine Versicherung! Er berät seine Kunden gegen ein Honorar, und zwar völlig anbieterunabhängig.

Ich vermute mal, dass Du hier eher einen Versicherungsvertreter meinst. Dieser ist für eine erkennbare falsche Beratung verantwortlich. Sollte Dir hieraus ein finanzieller Schaden entstanden sein, muss er bei nachgewiesener Falschberatung (hierfür ist das Beratungsprotokoll sehr wichtig) diesen Schaden ersetzen. Dafür hat er im Normalfall eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung, oder der Versicherer haftet für ihn.

Du solltest Dich also zunächst an den Vertreter wenden und ihm die Chance geben, seinen Fehler zu korrigieren und Dich zu entschädigen. Falls dieser Versuch scheitert, kannst Du Dich direkt an das Versicherungsunternehmen wenden und dort Deine Beschwerde vorbringen. Führt auch das nicht zum Erfolg, bleiben Dir weitere Möglichkeiten, die ich hier jedoch noch nicht alle aufzählen mag, da sicher vorher eine gütliche Einigung erzielt wird.

Worum geht es denn eigentlich genau? Um 50 Euro Beitrag? Natürlich kannst Du kündigen, wenn Du einen Beratungsfehler beweisen kannst, das Sonderkündigungsrecht besteht nach jedem Schaden. Für die paar Euro Beitrag lohnt sich ein Rechtsstreit nicht, außerdem hätte man den zuvor führen müssen, denn nun wurde die Versicherung ja in Anspruch genommen. Es wird nicht leicht, den Beratungsfehler nachzuweisen, es sei denn der Vermittler gibt ihn zu und unterstützt die Stornierung, aber auch hier kann man den Schaden nicht rückwirkend anders abwickeln

Wenn Du die Fehlberatung beweisen kannst, was vermutlich nicht der Fall sein wird wäre ggfs eine Kündigung möglich.

Nein! Ein Versicherungsberater "berät" - und will Versicherungen verkaufen - bringt Provision! Daher lieber eine Versicherung mehr als eine weniger verkaufen!

Man sollte aber Verträge lesen bevor man sie unterschreibt!  Eine rückwirkende Kündigung wird sicher nicht möglich sein. Wenn der Schaden jetzt über die "neue Versicherung" reguliert wird - gut.   Eventuell den Vertrag im Anschluss kündigen und den Versicherungsberater wechseln!

Ein Versicherungsberaterbekommt keine Provision.

Er rechnet vielmehr seine Beratungszeit in Stundensätzen ab!

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  1. Ein Versicherungsberater gehört zu den rechtsberatenden Berufen, wie z.B. ein Anwalt oder ein Steuerberater und erhält keine Provision, sondern ein Honorar. Dieser Beruf ist abzugrenzen vom Versicherungsvertreter (Einfirmenvertreter oder Mehrfachagent) und vom Versicherungsmakler.
  2. Zahlen die meisten Versicherer im Sachbereich gar keine Abschlussprovision sondern nur eine laufende Bestandsprovision. Eine Haftpflicht bringt hier pro Jahr keine 10,- €, der Anreiz zur Unehrlichkeit ist hier doch ehr gering.
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Über was für einen Schaden reden wir hier eigentlich? 5x8€ Beitrag?? Ich würde vor den BGH ziehen

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