Kann man eine gewisse Liebe zu Depressionen entwickeln?

11 Antworten

Ich glaube, dass man an Depressionen wachsen kann und sie einem im Nachhinein eine Möglichkeit gegeben haben, radikal etwas am Lebensstil oder so zu ändern, was man sonst niemals machen würde. Diese Veränderung kann schon dazu führen, dass man sich dann später viel besser fühlt oder eben ein schöneres Leben hat.

Dieses Gefühl, Fortschritte zu machen oder mal das Leben abgepackt zu haben und sich selbst wieder glücklich zu machen, das löst in mir sowas wie Liebe aus. Aber nicht während der Depression. Ich glaube auch nicht, dass es das ist, was du meinst.

Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das eher die Gewohnheit ist, in die man sich da verliebt, wie viele andere schon geschrieben haben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Viel Recherche, Arztgespräche,Therapien und eigene Erfahrung

Ich glaube das alles woran man sich gewöhnt schwerfallen kann los zu lassen, ob es Depressionen sind oder Menschen in seinem Leben die man jeden Tag trifft und sogar hasst. Diese Dinge/Leute sind Teil von einem Menschen und man möchte sie eher nur ungern verlieren.

Ich glaube nicht, dass man freiwillig Depressionen haben wollen und lieben würde, aber wenn sie ein Teil eines langen Lebensweg einer Person sind dann würde diese Person sich wohl leer fühlen wenn sie nicht mehr da wären da die Depressionen ein Teil von ihr waren/sind und dieser Teil eines Menschen dann einfach nicht mehr da wäre, wie eine Person die man jeden Tag getroffen hat und die dann auf einmal tot ist.

Also würde ich es eher eine Abhängigkeit nennen die einem vom Leben aufgezwungen wurde und ohne die man nicht mehr leben kann/möchte als es wirkliche Liebe zu nennen.

Eine Trennung ist ein negatives Ereignis im Leben wo man einen geliebten Menschen nicht mehr bei sich hat.

Diese Ereignisse können etwas im Menschen auslösen was man die fünf Phasen der Trauer nennt.

Phase Nummer eins: das nicht wahrhaben wollen. Am Anfang von so einem Ereignis neigt man dazu dieses Ereignis zu verdrängen und sich einzureden dass es nicht wirklich passiert ist man sagt sich z.b. ach sie kriegt sich schon wieder ein wenn eine Frau einem Mann verlassen hat und nimmt z.b. erst die Trennung gar nicht richtig wahr dasselbe ist es auch wenn der Goldfisch stirbt: " nein das kann nicht sein der lebt doch noch der ist nicht tot er schläft nur. "

Phase Nummer 2: Wut. Hier entsteht oft einen Hass, es gehen Schuldzuweisungen los und im Falle einer Trennung kann sogar ein Hass auf das gesamte andere Geschlecht entstehen plötzlich heißt es:" alle Männer sind A.!" Oder im Beispiel von den Goldfisch: " ihr seid schuld dass Goldi nicht mehr lebt ihr habt die nicht gefüttert! "

Phase Nummer 3: Verhandlung." Ich kann mich ändern. Bitte nimm mich zurück Punkt ich würde alles für dich tun. " viele fangen in so einem Moment auch an sehr gläubig zu werden wie z.b. im Beispiel von dem Goldfisch: " ach lieber Gott Bitte mach das Goldi wieder lebt. Ich werde nie wieder Süßigkeiten essen. "

Phase Nummer 4: Depression. Das ist oft der. An dem die Wahrheit beginnt langsam durch zu sickern. Man erkennt: " oha jetzt ist es wirklich passiert. Was mache ich denn jetzt? Wie geht es weiter?" Aber hier bemerkt man schon, dass man so langsam damit beginnt sich mit dem Thema zu beschäftigen und daher ist diese Phase eine sehr wichtige Phase da man lernt mit dieser neuen Situation umzugehen.

Phase Nummer 5: Akzeptanz. Man hat nun begriffen dass ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Man hat sich mit dem Thema beschäftigt und hat gelernt mit dieser neuen Situation umzugehen. So isst man jetzt in der Lage zu akzeptieren was ist und nach vorne zu blicken.

Diese fünf Phasen ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und dauern daher auch unterschiedlich lange je nach eigener psychischen Verfassung und den Fähigkeiten hat seinen eigenen Gefühlen umzugehen. Aber im Grunde sind es immer diese fünf Phasen die jeder im Prinzip in solchen Ereignissen durchläuft.

Depressionen sind weder Trauer noch Liebeskummer.

0
@Stadewaeldchen

Die Phase nennt sich nur so es ist keine richtige Depression außerdem gibt es verschiedene Arten von Depression. Eine Trauer kann auch in eine Depression enden. Es gibt Depressionen die eine kurze Zeit über anhalten und es gibt Depressionen die chronisch sind und so schnell nicht weggehen zumindest kommen die meisten da alleine nicht so leicht raus.

0

Liebe zur Depression würde ich verneinen. Eine Gewohnheit an den eigenen Zustand und auch ein nicht-erkennen das mit einem was nicht stimmt wird es wohl häufiger geben. Ein Symptom der Depression ist unter anderem auch ein mangelndes Selbstwertgefühl. Das kann dazu führen, das man glaubt man sei es gar nicht wert, das einem geholfen wird. Ebenso kann die Depression sich so auswirken, das einem die Kraft dazu fehlt, sich Hilfe zu holen.

Ja, dieses Phänomen existiert. Warum, kann ich dir nicht sagen. Vielleicht, weil man in diesem Zustand sehr intensiv fühlt (auch, wenn es nur Melancholie ist) und einem das besser gefällt als die emotionale Taubheit, die man sonst hat.

Was möchtest Du wissen?