Kann man eine esstörung eigentlich selbst besiegen?

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6 Antworten

Natürlich geht das. Warum sollte sowas unmöglich sein? Das selbe gilt auch für andere suchtkrankheiten oder psychische Krankheiten (wie deprssion (und nein, nicht alle!)).

Die Frage ist nur "will man es wirklich und was würde man alles dafür machen?".

Letztendlich besiegt man sie doch immer selbst. Man bekommt eben Unterstützung, weil der Weg viele Hindernisse, Abzweigungen und dunkle stellen hat. Die Menschen außen rum können einen daher helfen die Steine zu entfernen, einem den Pfad zu zeigen, der dich zum Ziel führt oder eben Hand in Hand weiter zu schreiten.

Ich habe zum Beispiel Depressionen und ich komme auch sehr gut mit der Krankheit aus, ohne Therapie, ohne Medikamente und jemanden an meiner Seite. Ob es leicht ist, fragst du dich? Nö, selbst mit Unterstützung Versagen viele Menschen, aber unmöglich ist sowas nicht^^

Was ich mich aber eher frage ist "warum willst du es alleine schaffen?"

DaCook 16.04.2017, 19:45

Wenn man kurz vor seinen prüfungen und seinem abschluss steht will man doch nicht in eine klinik

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Tritopia 16.04.2017, 20:09

Haha...das kenne ich xD. Ja dann zieh halt den Abschluss noch durch und lass dich dann behandeln. Sowas lässt sich eh nicht von heut auf morgen behandeln, daher kannst du jetzt schon mal deinen Arzt aufsuchen und nach Möglichkeiten schauen. In eine Klinik muss man nämlich nicht zwangsläufig. Ambulant geht eigentlich in den meisten Fällen auch klar, außer es ist eben eine akut Situation

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DaCook 16.04.2017, 20:14

Was genau ist mit akut situation gemeint und was heist ambulant .die sache ist jetzt kriege ich mein hauptschulabschluss und danach mache ich auch noch mein realschulabschluss

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Tritopia 16.04.2017, 20:46

Akut bedeutet so viel wie "Notfall". Wenn dein Leben oder das Leben jemand anderes in Gefahr ist, kann man sofort in eine Klinik eingewiesen werden, ansonsten musst du meist eh etwas warten, bis du dort drinnen bist (im Sommer ist die Wartezeit  kürzer als im Winter). Man ist dort meist auch nicht all zu lange. Wenn du schnell Fortschritte machst und beide Parteien denken das eine ambulante Behandlung ausreicht, wirst du entlassen. Natürlich kannst du selbst auch entscheiden wann du wieder gehen möchtest. Die ambulante Behandlung sagt dir glaub eher was, wie man es aus Filmen kennt, wie zum Beispiel Split, der seit kurzem im kino erschienen ist. Du gehst je nach Fall und deiner Psyche jede Woche oder auch mal nur einmal im Monat zur Therapeutin/ Psychologen und da bespricht ihr wie es so läuft und was man noch machen könnte usw. Die stationäre Behandlung wäre dann die in der klinik (in der man sozusagen auch lebt).

Du kannst zum Beispiel direkt nach den Abschluss in eine Klinik gehen und dort die Behandlung starten. Du wirst dann vor dem neuen schuljahr bestimmt wieder draußen sein, wenn du gut mitmachst und kannst dann mit der ambulanten Behandlung weiter machen.

Wie lange die Behandlungen sind kommt immer auf den Fall an. Wenn du zum Beispiel im starken Untergewicht bist (lebensbedrohlich) und dich immer noch weigerst alles zu essen und auch drinnen zu behalten, wirst du sogar zwangsweise reingesteckt. Aber egal...stell mir einfach konkrete Fragen, falls noch welche existieren.

Ich habe genug Erfahrung, wissen und Freunde, um dir das meiste ausführlich beantworten zu können:)

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Tritopia 16.04.2017, 20:49

Ps lass dich lieber sofort schon mal in die Warteliste eintragen. Manchmal dauert es nur paar Tage, manchmal aber auch Monate, bis man einen Platz bekommt. Davor kannst du aber ja schon mal die ambulante Therapie starten und vielleicht brauchst du ja auch keine Klinik, um gesund zu werden ^^

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DaCook 16.04.2017, 21:10

Ich bin noch unter 18 und niemand weis das ich bulimie habe . Ich traue mich nicht es meinen eltern zu sagen . Untergewicht habe ich ja noch nicht

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Tritopia 16.04.2017, 21:20

Die werden es aber sowieso irgendwann erfahren, wenn du eine Therapie begonnen hast, daher würde ich es denen schon mal sagen, aber nicht SOFORT. Oftmals wissen Eltern nicht wie sie darauf reagieren sollen und machen es betroffenen oft schwieriger als es sonst schon ist. Daher rede als aller erstes mit deinem Hausarzt. Er leitet dich dann eventuell zu einem Psychologen. Dort kannst du dann "noch" ohne dass deine Eltern davon wissen die nächsten Schritte besprechen. Psychiater wäre auch möglich oder Psychotherapeut. Medikamente darfst du aber nicht bekommen, ohne Einverständnis der Eltern oder wenn es notwendig sein sollte. Erst wenn sich jemand um dich kümmert, würde ich es meinen Eltern berichten (aber das noch vor dem klinik Aufenthalt). Manchmal wird denen dann der Ernst der Lage klar und deine bezugsperson kann es deinen Eltern vielleicht besser beibringen, was für ein Verhalten dir gegenüber angemessen wäre.

Für die Klinik müssen deine Eltern auch Ihre Einverständniserklärung abgeben.

Du bist zwar nicht im Untergewicht aber vertraue es jetzt schon mal jemanden an. Je früher man der Krankheit entgegenwirkt, desto besser ist es.

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Letztendlich besiegt man sie immer selber. Den derjenige der sich am Ende nicht mehr bulemisch verhält, ist man selbst. Die rge ist viel eher, geht es ohne hilfe und geht es ohne professionelle Hilfe. 

Das kann man aber ins blaue hinein nicht beantoworten, das muss man dann schon am konkreten Fall sehen. 

Also ich glaube ohne therapeutische Hilfe wird es sehr schwierig.

Schon mit therapeutischer Hilfe ist es echt schwierig wieder komplett gesund und stabil zu werden.

Das kommt drauf an... Wie stark die Person innerlich ist ... Ich selbst litt Jahre lang an Magersucht, bis ich später auf die Bulimie umstieg, da es leichter war diese vor anderen zu verstecken.... Dann wollte ich etwas daran ändern und entschied mich von einen auf den anderen Tag wieder normal/gesund zu essen und dabei Sport zu machen. Dabei blieb ich dann auch für etwas längere Zeit, bis ich letztendlich krank wurde und keinen Sport mehr machen konnte. Ich fing wieder mit meinen fragwürdigen Essensgewohnheiten an und bin gerade wieder bei der Bulemie angelangt..... Ich selbst weiß das es total schädlich für meinen Körper ist, aber ich bekomme dieses Denken, was mir sagt, das ich das jetzt auskotzen soll einfach nicht mehr aus meinem Kopf raus..... Wenn ich es nicht tue, fühle ich mich schlecht und werde oft depressiv..... Ich weiß das ich was ändern muss, aber ich bin mir nicht sicher ob ich es allein aus diesem Kreislauf wieder rausschaffe, jedoch versuche ich mein bestes, da ich nicht wirklich gern in eine Klinik gehen will .....

soll möglich sein, das Problem ist aber die Psyche, die muss anders reagieren

es geht aber es ist super hart.
ich lasse mir helfen und kann mich jetzt einfach entspannen sozusagen in einer klinik. ich finde es ist der beste weg.
die klinik am korso in bad oeynhausen ist spezialisiert auf essstörung und hilft mir sehr. das essen ist auch super lecker 👌🏼

DaCook 16.04.2017, 21:53

Dich kenne ich doch du hast mir al kotztipps gegeben :D

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DaCook 16.04.2017, 21:58

Wie wird man dort eigentlich überhaupt behandelt . Und bist du da irgendwie eingesperrt oderso

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Xingfu 17.04.2017, 11:49

nein, du bist dort nicht eingesperrt.
du darfst raus und es kokmen hier nur freiwillige hin. du wirst auch nicht zum essen gezwungen.

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Xingfu 17.04.2017, 11:51

die leute hier sind super nett und es ist pflicht hier acht wochen zu bleiben.
am wochenende kann man besuch bekommen und die wartezeit beträgt ~4-8wochen

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