Kann man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wenn man noch gar nicht arbeitet?

9 Antworten

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung egal ob für Studenten oder andere Gruppen nutzt nur, wenn sie im „Ernstfall“ dann auch zahlt. Und das ist keineswegs sicher. Nach den Erfahrungen, die ich jetzt machen musste kann ich nur sagen, die Hoffnung, dass sie zahlt stirbt zuletzt. Ich habe meine Berufsunfähigkeitsversicherung vor über 20 Jahren bei der Hannoversche Lebensversicherung AG in dem Glauben abgeschlossen, für den Fall des Falles gut aufgehoben und abgesichert zu sein. Leider ein Irrtum. Meine Versicherung erkennt meine Ansprüche nicht an und versucht über die Forderung nach immer neuen Berichten und Informationen und weiteren Untersuchungen, die ich natürlich selbst bezahlen soll, mich praktisch „abzuwürgen“. Das ist natürlich die elegante Art zu sagen, wir zahlen nicht. Halt Pech gehabt, wenn Du seit 20 Jahren 4-stellige Beträge pro Jahr eingezahlt hast. Mein Fazit: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Hannoversche Lebensversicherung AG ist meiner Meinung nach reine Geldverschwendung. Wieso ? Weil sie eine Sicherheit vorgaukelt, die sich dann, wenn ernst wird ,wie bei mir, eventuell als völlig irreal erweist. Ich hätte genauso gut meine Beiträge über all die Jahre den Griechen schenken können. Für mich wäre das Ergebnis das gleiche gewesen. Damit hätte ich dann wenigstens noch ein gutes Werk getan.

Das geht. Für Studenten und Schüler heißt das aber Schulunfähigkeitsversicherung. Für Lehrlinge, deren Ausbildung auf einen bestimmten Beruf ausgerichtet ist, heißt es Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Risikoeinstufung richtet sich nach dem Berufsbild. Studenten und Schüler sind immer in der niedrigsten Risikostufe. Die Versicherung geht nach Beendigung des Studiums lückenlos in eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit gleicher Risikoklasse über.

Zunächst erstmal ein großes Lob an dich! In so jungen Jahren ohne wirkliches Einkommen privat vorsorgen zu wollen ist ein großer und intelligenter Schritt! Zu deiner Frage: In der Tat gibt es viele Versicherungsgesellschaften, die für Studenten keine echte Berufsunfähigkeitsabsicherung anbieten, sondern nur "Scheinabsicherungen". Einige wenige Versicherer (z.B. Gerling, Alte Leipziger, AXA, Continentale und noch andere) bieten bereits einen echten Schutz. Der Vorteil einer so frühen Absicherung ist aber weniger der Preis als vielmehr die meist gute gesundheitliche Verfassung. Bist du einmal durch die Gesundheitsprüfung, können dir "neue Krankheiten" nichts mehr anhaben. Wenn du mehr Infos möchtest, dann kannst du dich bei mir melden.

DH!
Und bitte, bitte auch noch ein paar qualifizerte Worte dazu, warum das sinnvoll ist, weil hier einige die Meinung vertreten, Studenten hätten diesbezüglich kein "Ausfallrisiko".

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@user1099

Solche Leute lassen sich einfach nicht bekehren. Im Leistungsfall können die sich auf Hartz IV freuen. Die niedrigen staatlichen Leistungen (max. 34% vom Bruttolohn) bei Erwerbsminderung erhält man erst nach 5 Jahren Beitragszahlung in die Sozialsysteme. Da Studenten im Normalfall nicht darin einzahlen, besteht gar kein Schutz! Soweit so gut. "Aber welcher Student wird schon berufsunfähig?" Stimmt! Nur die wenigsten! Aber wie viele bekommen nach Berufsstart noch eine BU ohne Zuschläge oder Leistungsausschlüsse?! Aus meiner Erfahrung etwa 50%. Viel Spaß wünsche ich den Kritikern beim Münzwurf: Volle Absicherung - Keine Absicherung - Volle Absicherung - Keine Absicherung...

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Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung, gibt doch gesetzliche RV

Hallöchen.

Auf meiner jährlichen Renteninformation steht: Wären Sie heute wegen gesundheitlicher Einschränkungen voll erwerbsgemindert, bekämen sie von uns eine monatliche Rente i.H.v. 1000,00 Euro.

Das verstehe ich (geboren nach 1961) so: Wenn ich nicht mehr in der Lage bin, über 3 Stunden in meinem erlernten Beruf zu arbeiten, bekomme ich 1000,00 mtl. Rente. Wenn ich noch in der Lage bin, 3-6 Stunden in meinem erlernten Beruf zu arbeiten, bekomme ich 50%, also 500,00 mtl. Rente. Ist das erstmal richtig so?

Dann meine Frage zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Das habe ich so verstanden, daß man eine Berufsunfähigkeitsrente bekommt, wenn man nicht mehr in der Lage ist, zu 50% seinen Beruf auszuüben. Also wenn man 8 Stunden arbeitet, aber man ist nur noch in der Lage 3,5 Stunden zu arbeiten, dann bekommt man, falls man eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, eine Rente, aber wenn ich noch in der Lage bin 4,5 Stunden zu arbeiten, dann zähle ich nicht als berufsunfähig Ist das richtig so?

So jetzt meine eigentliche Frage: Ich müßte einen Monatsbeitrag von ca. 50 Euro zahlen, um bis 62 eine Berufsunfähigkeitsrente i.H.v. 1.000 Euro zu bekommen. Aber wenn ich richtig berufsunfähig bin, also nicht mehr als 3 Stunden arbeiten kann, dann bekomme ich ja auch die 1.000 Euro von der gesetzlichen Rentenversicherung. Und wenn ich z.B. 5 Stunden arbeiten kann, dann würde ich von der gesetzlichen RV wenigstens noch 500 Euro bekommen, aber von der Berufsunfähigkeitsvericherung gar nichts. Also wo ist dann der Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung? Wo ist mein Denkfehler?

Danke

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