Kann man eine Ausbildung nur anhand seiner unglaublichen Qualifikationen und Kompetenzen bekommen?


02.03.2021, 15:59

Ich war sehr angespannt und nervös...

11 Antworten

Tatsächlich ist das soziale Auftreten oftmals wichtiger als die guten Noten. Ich hoffe für dich das dies bis jetzt nicht die einzige Stelle gewesen ist für die du dich beworben hast, aber das nächste mal weißt du es dann hoffentlich besser.

Grundsätzlich wollen deine zukünftigen vielleicht Arbeitgeber dies wissen(Berufsmotivation und Interesse!!):

  • Warum du den Beruf ausgesucht hast
  • Warum du dich gerade für dieses Unternehmen entschieden hast
  • Und ob du charakterlich überhaupt ins Team passt.

Setze dich das nächste mal intensiver mit deinem Arbeitgeber auseinander, übe das Vorstellungsgespräch vorher und dann wirst du auch mehr Selbstbewusstsein gewinnen! Es ist wirklich nicht schwer mehr zu lächeln - und vor allem interessiert zu wirken, wenn du dich eben für diesen Beruf entschieden hast. Da helfen deine guten Noten sowie Kompetenzen, wirklich nicht viel.

Der Beruf Industriekaufmann hat generell viel mit der sozialer Kompetenz zu tun, sprich du musst gut mit Kunden reden können und eine gewisse Teamfähigkeit besitzen.

Also mein Tipp dazu: Mehr vorbereiten! Dann geht auch die Anspannung weg.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Es sind oft nur Kleinigkeiten, welche eine Vorstellung erfolgreich machen. Diese Kleinigkeite werden vom Kleinhirn, als unserer unbewußten Steuerzentrale, wahrgenommen. Das Kleinhirn -der Überlebenswächter- entscheidet über JA oder NEIN. Das Großhirn sucht dann nur noch für eine plausible Erklärung. Die Qualifikation ist nicht ausschließlich das Kriterium. Wenn der Draht nicht stimmt, dann gehts nicht weiter.

Wenn du denkst, es liegt an Dir, dann musst du daran arbeiten. Aber nicht zu viel, sonst wirkt es aufgesetzt. Kleiner Ansatzpunkt, welcher immer wirkt:

Du wirst von jemand zum Besprechungsort gebracht. Mit diesem/dieser solltest du auch schon versuchen, ins Gespräch zu kommen. Einmal aus Gründen der Höflichkeit, es macht ein bisserl locker und . . . es könnte der/die nächste Vorgesetzte sein. Das hatte ich mal. Ich wurde vom Empfangsgebäude abgeholt und am Besprechungsort abgeliefert. Eine halbe Stunde später, mit den Worten "Herrn xx, Ihren Abteilungsleiter, kennen Sie ja schon" standen wir uns wieder gegenüber.

Aber zurück zur Eingangsszene: wenn du abgeliefert worden bist, folgt ja meist die kurze Vorstellung (jetzt ohne Handschlag) im Stehen. Nutze nach dieser Runde die Zeit zur inneren Sammlung, bleibe stehen und blicke dich um.Such dir etwas aus, was dir wirklich gefällt (Stuhl, Bild, ...) Dann eine positive Aussage mit Begründung (also keine Floskel). Z.B. Dieser Fotodruck gefällt mir sehr gut! Ich sage das, weil ich selbst fotografiere und besonders schwarz-weiß-Fotos liebe.

Auf so einen Aussage kommt immer ein Gespräch in Gang und die Szene wird sofort lockerer

Ich wünsche dir eine positve Rückmeldung.

Es gibt sicher Betriebe, die dir einen Ausbildungsplatz aufgrund deiner guten Noten anbieten würden. Das wären aber eher Ausnahmen. Deine Stärke in deiner verbalen Kommunikation ist zwar ein Pluspunkt.

Ebenso wichtig sind deine Ausstrahlung und deine Gesamterscheinung. Immerhin sollst du die Atmosphäre im Team positiv ergänzen. In diesem Bereich hast du noch Luft nach oben.

Ich denke, dass du auch über youtube Videos profitieren könntest, Thema "Vorstellungsgespräch".

Vielleicht hat das Schicksal eine bessere Stelle für Dich bereit. Wenn Die Stimmung vor Ort schlecht war, kannst Du nicht als Clown oder Alleinunterhalter auftreten. Dann hat es einfach nicht gepasst!

Eine gute Vorbereitung sollte sein. Und Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Viel Erfolg

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Unwahrscheinlich. Es zählt das Gesamtbild. Ein Bewerber mit den perfekten Bewerbungsunterlagen kann dennoch ein "Eigenbrödler" sein, der nicht teamfähig ist.

Ein Bewerber, der in einem Gespräch nicht aus sich heraus kommt, hat eher schlechte Chancen. Nervosität hat jeder Bewerber, aber meist taut das Eis nach ein paar Minuten.

Woher ich das weiß:Beruf – Langjährige Tätigkeit als Ausbilder

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