Kann man ein Mathe-/Physikstudium auch mit dem Grundkurs schaffen?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

natürlich wäre ein Leistungskurs nicht verkehrt, aber wenn du Spaß an diesen Fächern hast und darin nicht völlig untalentiert bist, dann klappt ein Studium auch "nur" mit einem Grundkurs als Vorwissen.

Im Studium wird ohnehin alles von Grund auf gelernt, mit einem Leistungskurs hast du lediglich mehr Übung, und gelegentlich sind dir verschiedene Teile schon bekannter. Mit einem Grundkurs fehlen dir diese Reserven, du musst also von Beginn an "richtig" mitarbeiten.

Und das Schulwissen - egal ob Grund- oder Leistungskurs - hat man im Studium nach wenigen Wochen eh' hinter sich, danach der Stoff ist für alle gleich "neu".

Ist also machbar - viel Erfolg dabei.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hey Potato,  :)
ich hoffe ich lehne mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster, Studienerfahrungen können an sich sehr weit auseinander tendieren. Trotzdem finde ich, dass Interesse am Fach deutlich wichtiger ist, als Vorwissen, und selbst für ein Physikstudium reicht m.E. der Mathematik-Leistungskurs, auch wenn es ein deutlicher Vorteil ist schon mal den Stoff aus dem Physik-LK gesehen zu haben.
Ich versuche mich mal kurz zu halten. Der große Vorteil, den man aus dem Mathematik LK (für beide Fächer) ziehen kann ist, so weit ich weis, die Beweisführung. Die paar Stunden, die ich mich mal im Mathematik-Grundkurs saß, wurde gerechnet - nur gerechnet. Schau dir zum Stoff des Grundkurses einfach an, woher deine Formeln kommen. Leite sie her und schau mal, ob dir solche Beweisführung leicht fällt. Ist dies der Fall, kann das Mathematikstudium auch nicht allzu schlimm werden. ;)
Wichtig ist dabei halt Spaß an der Sache und eine gefühlt endlos hohe Frustrationstoleranz, sowohl in der Mathematik als auch Physik (die für sich eine Unmenge Mathematik enthält...). Die Leistungskursler haben höchstens einen geringen Startvorteil in dem Sinne, dass sie idR. geübter im abstrakten Denken sind. Der hebt sich schnell auf. Mit genügend Lernen und Freude am Fach schafft man das Studium in jedem Fall auch so. Meist bieten die Unis ohnehin gewisse Vorkurse an, in denen der Abistoff noch mal rekapituliert wird. Wenn du da richtig reinhaust, schaffst du das. Der Abiturstoff ist m.E. ohnehin nur Grundlage, dahinter kommt viel mehr, das die LKler auch noch nie gesehen haben. Nur Mut ~

Grüße,
Caryll.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich studiere Physik im 3. Semester und bei uns sind einige Leute die keinen Mathe LK hatten und trotzdem gut mit dem Studium zurecht kommen.
Dazu muss man allerdings auch sagen, dass sie sehr fleißig sind und so das Defizit aufholen.

Was mir besonders aufgefallen ist, ist dass der Stoff den ich in der Schule gelernt habe viel fester sitzt als der, den ich in der Uni gelernt habe, da wir in der Schule einfach deutlich mehr Zeit hatten und alles gut erklärt bekommen haben. In Mathe für Physiker I hat der Schulstoff noch einiges geholfen, in MfP II weniger (viele Integrale) und im dritten Semester ist es annähernd gleichgültig ob du nun LK hattest oder nicht ^^


Von daher sind die Grundkenntnisse aus der Schule nicht zu vernachlässigen, aber nicht zwingend Notwendig, wenn du dich reinhängen kannst ^^ Wird allerdings ne Quälerei (wie auch mit Physik und Mathe LK) ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, kann man.

Man kann praktisch nicht von der Schulnote auf die spätere Note im Studium extrapolieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kannst du schon.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?