Kann man ein kreditbelastetes Haus ohne Kreditschulden abgeben?

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7 Antworten

Da gibt es sicher verschiedene Möglichkeiten, das mußt Du mit der Kreditbank abklären, das kommt sicher auf Wert des Hauses und Höhe des offenen Kredites an und wie Du abgesichert bist, wenn das Haus verkauft ist, wenn der Kredit nicht pünktlich gezahlt wird, evtl. Bürge.

Mit dem Verkauf einer Immobilie wird in der Regel auch der Kredit zurückgezahlt. D. h.: Du und Dein Käufer geht zum Notar und schließt einen Kaufvertrag. Da wird der Tag der Übergabe festgehalten. Nun schreibt der Notar die Gläubiger, die in Abteilung III des Grundbuches eingetragen sind an und fragt, wie hoch der Rückzahlungsbetrag zum vereinbarten Übergabetag ist. Wenn die Antwort vorliegt, wird der Notar den Käufer zur Zahlung auffordern und ihm mitteilen, wohin welcher Betrag zu zahlen ist. Der Überschuss geht dann an Dich. Es gibt aber auch die Variante, dass Du z. B. sehr gute Zinsen ausgehandelt hast und der Käufer diesen Kredit übernehmen möchte. Dann muss die Bank gefragt werden. Diese führt dann eine Bonitätsprüfung durch. In der Regel wird dem Wechsel des Schuldners von Seiten der Bank auch zugestimmt. Dann bekommst Du den Betrag ausgezahlt, der über der Restschuld liegt. PONDUS Cornelia Melcher

Der Kredit kann nicht übergeben werden. Und verkauft werden kann es mit Belastung nur dann wenn der Kreditgeber (also die Bank) dem zustimmt.

Danke.

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Den Kredit kannst du gar nicht mit dem Haus übertragen, denn die Bank sucht sich schon selbst aus, wem sie einen Kredit gibt und vielleicht wollen die mit dem neuen Eigentümer gar keine Geschäfte machen.

Allerdings solltest du beachten, dass deinen Kredit für das Haus ja wahrscheinlich über eine Grundschuld abgesichert hat. Wenn du das Haus jetzt verkaufst und keine anderen gleichwertigen Sicherheiten hast, werden sie die Grundschuld, die ja im Grundbuch einbetragen ist nicht löschen und mit einer derartigen Belastung im Grundbuch kauft dir keiner das Haus ab. Wenn du andererseits den Kredit aus dem Hausverkauf abbezahlen willst, fällt wahrscheinlich eine Vorfälligkeitsentschädigung an, die je nach Kreditsumme, Restlaufzeit der Zinsbindung und Zinssatz durchaus saftig ausfallen kann. Erkundige dich am besten bei deiner Bank, bevor du eine Entscheidung fällst.

Hallo Phytum,

ganz Pauschal gesagt ja.

Allerdings gibt es dabei folgendes zu beachten. Die Sicherheitenfreigabe hängt von der Zustimmung der Bank ab. Diese kann diese geben, muss sie aber nicht.

Die Folgen bei einer Sicherheitenfreigabe können sein dass der Zins und damit Deine monatliche Belastung steigt. Außerdem kann die Bank eine Ersatzsicherheit fordern.

Also in jedem Fall ist ein Gespräch mit der Bank notwendig.

Schöne Grüße

da musst Du schon mit der Verkaufsumme die Hypothek tilgen und da fällt mit Sicherheit noch eine Vorfälligkeitsgebühr an, es sei denn Du hast andere Immobilien auf die die Hypothek übertragen werden kann oder stellst einen solventen Bürgen.

Das hängt zum einen von der kreditgebenden Bank ab und zum anderen vom Erwerber.

Üblich ist, dass der Verkäufer seine Kredite ablöst und der neue Eigentümer selber welche aufnimmt. Insofern wäre die "Übergabe" der Kredite an den Erwerber eine eher ungewöhnliche Sache.

Wenn man seiner Bank nicht gleichwertige Sicherheiten anbieten kann, hat sich das Thema im übrigen ohnehin erledigt: Ohne sofortige Tilgung wird die Bank keine Sicherheiten freigeben. Damit könnte man den Kaufvertrag nicht erfüllen.

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