Kann man einen Hund privat trainieren, dass er Gerüche aufspürt wie die Diensthunde der Polizei?

11 Antworten

Natürlich kann man das. Man sollte es sogar, da es eine wunderbare artgerechte Auslastung verspricht.

Es gibt noch dazu viele Formen der Nasenarbeit, auch bei Diensthunden. Einige davon kann man sehr leicht auch als Anfänger aufbauen, sndere benötigen eine gewisse Erfahrung oder Helfer um wirklich auf höheres Niveau gebracht zu werden.

Was man einfach selbst aufbauen kann sind Zielobjektsuchen, Freiverlorensuchen und Geruchsunterscheidung. Zielobjektsuche, heißt dass der Hund ein ganz bestimmtes Objekt sucht und anzeigt, zB Büroklammern in der Wohnung, oder Drogen am Flughafen, für den Hund kein Unterschied. Bei der Freiverlorensuche, sucht der Hund draußen den Eigengeruch des Menschen (man lässt zB unbemerkt einen Handschuh fallen) und apportiert das Objekt. Geruchsunterscheidung sollte klar sein, Teebeutel eignen sich ganz gut, das gibt es in etwas abgewandelter Form im medizinischen Bereich als Assistenzhunde oder auch ganz interessant, zur Krebserkennung, wobei sich letzteres meines Wissens noch nicht durchgesetzt hat, zumindest in D.

Etwas komplizierter wird es mit Fährten und Flächensuchen. Da hier Erfahrung und eigentlich auch Helfer benötigt werden um ein richtig hohes Niveau zu erreichen. Das geht natürlich auch privat, Rettungshundestaffeln und Jäger machen im Endeffekt auch nichts anderes. Bei Fährten bekommt der Hund anfangs einen bestimmten Geruch gezeigt den er suchen und folgen muss (außer bei Jagdhunden, die suchen die Wild- oder Schweißspur). Bei Flächensuchen geht es darum, dass der Hund große unübersichtliche Flächen viel schneller und genauer absuchen kann als jeder Mensch. Die gibt es nicht als richtige Diensthunde, werden aber von der Polizei regelmäßig von den HiOrgs angefordert. Je nachdem ob es ein Rettungshund oder ein Jagdhund ist sucht er dann einen menschlichen Geruch oder eben Wild.

So, ich hoffe ich habe keine wichtige Art vergessen. Noch Fragen?

Genauso, wie ein Hund 'beruflich' trainiert wird. Für den Hund macht das keinen Unterschied, für ihn ist das Spiel.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Hallo,

Ja natürlich und das wird doch auch bereits gemacht, z.B. zum Ausführen von Schimmeln, bestimmten Schädlingen oder auch Trüffel

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Nicht zu vergessen die Diabetes Warnhunde!

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