Kann man ein Baby/Kind mind. 2 Jahre lang voll Stillen ohne Beikost und andere feste Nahrungszufuhr zu geben?

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10 Antworten

Ich habe auch sehr lange gestillt, aber nicht exklusiv, meine Kids haben ab 6+ Monaten auch Beikost (Fingerfood) angefangen, und erst viel und dann immer weniger gestillt. (Baby-led weaning)

Ich haette exklusiv stillen ehrlich gesagt nicht erwogen weil meine Kids erstens an fester Nahrung interessiert waren (sie fingen an, sie uns vom Teller zu "klauen"), und weil feste Nahrung auch wichtig fuer die Entwicklung der Muskeln allgemein und die Sprachentwicklung ist.

Ich denke Muttermilch kann sich den Beduerfnissen des Babies anpassen und solange das Baby waechst und es sich gut entwickelt, sollten auch zwei Jahre kein Problem sein. Bloss, wie gesagt, ich denke dass die meisten Babies auch an fester Nahrung interessiert sind und es nur natuerlich ist, die ihnen auch anzubieten und sie nicht unnatuerlicherweise davon abzuhalten.

Was die Brustfixierung angeht: mein Sohn hat bis 3 gestillt und ich habe nicht das Gefuehl dass ihn Brueste mehr als andere 12 jaehrige interessieren (und ich kenne Beispiele von Jungen die durchaus schon mit 6 offensichtlich brustfixiert waren).

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Das ist nur in unseren industriellen Ländern so, dass du schräg angeschaut wirst wenn dein Kind noch gestillt wird sobald es laufen kann. Und Brei sollte man angeblich auch schon ab dem 4. Monat anbieten (steht auf den Gläschen).

In Wirklichkeit braucht ein Baby keinen Brei (jedes normale Baby wird einem eine Banane aus der Hand reissen und NICHT daran ersticken - Brei ist eine Erfindung der westlichen Welt siehe auch BLW)
In Afrika werden teilweise Kinder mit 7 Jahren noch gestillt und nehmen sich ansonsten noch was sie brauchen sobald die Zähne da sind. Und es geht auch.

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glueckspilz85 15.07.2016, 11:07

Werden die Kinder in Afrika 7 Jahre lang vollgestillt ohne irgentwelche "festen" Nahrung zu sich zu nehmen? In meiner Frage geht es ja um Langzeitstillen OHNE jegliche feste Nahrung. Langzeitstillen kann ich mir ja durchaus vorstellen wenn die Kinder noch nebenbei feste Nahrung zu sich nehmen. Es ist halt fragwürdig wenn ein 3 Jähriges oder 4 Jähriges Kind noch nie im Leben was gegessen hat, nicht irgentwann mal Nährstoffmangel bekommt. Auch wenn Muttermilch das beste für das Kind ist

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Goldmarie1988 15.07.2016, 11:45
@glueckspilz85

Da musste ich direkt nochmal nachlesen :)

"Im Durchschnitt aller dokumentierten Kulturen liegt die Stilldauer beim Menschen etwa bei 30 Monaten." und

"..Ein Menschenjunges kann eben nicht nur dank der Muttermilch überleben, sondern ab einem bestimmten Alter auch mit Kleinkindkost versorgt werden - Knochenmark oder vorgekautes Essen war da eine ursprüngliche Wahl, Tiermilchen und alle möglichen Getreidebreis kamen mit der agrarischen Revolution vor etwa 8000  Jahren hinzu.."

für mich hört sich das so an, als könnte man lange stillen- müsste aber nebenher auf jeden Fall noch Beifüttern. In meinem Kommentar oben wollte ich nur sagen, dass es nicht unbedingt Brei sein muss und das Kind auch selbst Interesse zeigt wenn es was anderes möchte als Milch. Man muss das einfach nur beobachten und der Natur folgen dann macht man das schon richtig. Evtl. hat ja dein Mann keine Anzeichen gemacht oder die Schwiegermutter die Augen verschlossen :)

Buch-Quelle: Kinder verstehen von Herbert Renz-Polster

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ich stille nicht,kann dir aber auchnicht sagen ob das generell ok ist das man es so macht.Es heisst ja eigentlich das man sein Baby bis zu 1 Jahr stillen kann,so mit nem halben Jahr kann oder früher kann man Babyglässchen geben,je nach Monat kann man sehen was man geben kann,kommt aber aufs Baby an jedes ist anderst.Ich würde es nicht machen.Mein Baby ist 10 Monate und ich hab sie als sie ca 4 oder 5 Monate alt war noch zusätzlich mit Obst und Gemüseglässchen gefüttert und werde sie Schritt für Schritt von der Flasche abgewöhnen wenn sie 1 ist und dann richtigen Brei geben.

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Warum sollten da Nährstoffe fehlen? Meinst du der Mutter gehen sie plötzlich aus? Solange die Mutter sich ausgewogen ernährt, fehlt ihr auch nix an Nährstoffen.

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glueckspilz85 15.07.2016, 11:43

Ich habe nicht gesagt das der Mutter die plötzlich aprupt die Nährstoffe fehlen sondern das es evtl dem Kind fehlt!

Ein Baby hat ja bestimmt nicht den gleichen Mengen Tagesbedarf an Nährstoffe wie ein Kleinkind oder einem älteren Kind.

Und wenn die Nährstoffen in der Muttermilch nicht mehr ausreicht, würde da doch beim älteren Kind ein Mangel entstehen und damit meine ich NICHT das die Nährstoffe der Mutter aus gehen oder plötzlich Hokus Pokus verschwinden....sondern nur das es nicht mehr AUSREICHT.

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ApfelTea 15.07.2016, 12:30

Ja.. aber die Muttermilch passt sich dem Kind an. Und bevor dem Kind die Nährstoffe fehlen, gehen sie der Mutter aus.

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glueckspilz85 16.07.2016, 19:18
@ApfelTea

Das heißt mit anderen Worten, die Mutter hat dann Mangelerscheinungen?

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ApfelTea 16.07.2016, 23:22

So ist es. :)

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Früher (na ja vor 100 - 300 Jahren, und im und nach dem 2. Weltkrieg...) haben das viele Frauen gemacht, als "Verhütungsmittel" (unsicher) und aus Geldmangel...manche sogar noch wesentlich länger

es scheint mir aber weder für die Psyche des Kindes besonders vorteilhaft, noch für die körperliche Entwicklung, auch wenn die Mutter sich super gesund ernähren würde.

Ab etwa 6 Monaten stellt der Organismus des Kindes sich um, bekommt er nichts anderes als Milch, wird er sicher Mangelerscheinungen , evtl. sogar Allergien/Unverträglichkeiten bekommen.  Milch ist das Hauptnahrungsmittel für SÄUGLINGE.

Abe rman sollte da wohl am Besten danach gehen, was das Baby will. Also anderes anbieten, und nur damit füttern, wenn es das will.


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ApfelTea 15.07.2016, 11:40

Das wäre als Verhütungsmittel nicht nur "unsicher" sondern gar nicht sicher 😁

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Wenn es so weit kommt, muss man dem Kind aktiv andere Nahrung verweigern.

Will heissen so eine Mutter hat eine massive psychische Störung.

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2 Jahre voll stillen ist m. E. Blödsinn. Bereits mit einem Jahr kann das Kind am Familien-Esstisch dabei sein und mit den anderen das Essen genießen, ausprobieren, rummatschen, schmecken, fühlen und riechen. Essen ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern auch ein sinnliches Erlebnis. Das alles wird einem dauergestillten Kind vorenthalten. Außerdem hat das Kind dann Zähne, und die können sehr weh tun. Denke mal, die Mutter hat ein echtes Bindungsproblem ;-)  

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glueckspilz85 15.07.2016, 11:00

Oh, wie meinst du das mit Bindungsproblem? Das sie evtl das Kind nicht richtig loslassen kann? :-)

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nutzernaemchen 15.07.2016, 11:02
@glueckspilz85

Ja, es gibt diese Übermütter. Aber die Brustfixierung deines Mannes müssen nicht zwangsläufig damit einhergehen. Ich habe meinen 2. Sohn nicht gestillt und er steht auch auch große Brüste. Eben deshalb? Oder nicht?  :-)

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nutzernaemchen 15.07.2016, 11:12
@nutzernaemchen

Übrigens ist feste Nahrung gut für die Gerichts-, Mund- und Zungenmotorik. Die Zähne wachsen nicht einfach so ab einem bestimmten Alter. Natürlich kann die Mama noch solange beistillen, wie es geht, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein.

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Steffile 15.07.2016, 15:28
@nutzernaemchen

Du hast recht was die Rolle von fester Nahrung fuer die Entwicklung von Motorik und Sensorik angeht, aber damit die Zaehne wachsen, braucht ein Baby keine feste Nahrung zu sich zu nehmen, das passiert ja oft schon vor 6 M, und dann kauen die Kleinen gerne auf allem moeglichen rum.

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nutzernaemchen 15.07.2016, 16:57
@Steffile

Ich meinte damit, dass die Natur es sehr sinnvoll eingerichtet hat, dass einem Kind ab ca 1/2 Jahr Zähne wachsen lässt..und sie sollen auch benutzt werden, sprich zum Kauen von Essen. Ein 3jähriger mit einem voll entwickelten Milchzahngebiss soll es auch benutzen.

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Ich bin sehr für das stillen und das auch lange aber 2 Jahre ohne Beikost geht nicht

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Hey,

dieser Diskussion schließe ich mich nicht an. Eines will ich aber loswerden.

Er mag heute (große) Brüste, weil er ein heterosexueller Mann ist. Nicht mehr und nicht weniger. 

LG

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