Kann man eigentlich eine Woche lang wie ein Aztekenkind leben?

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3 Antworten

Du musst dir vorstellen wie die Stadt Tenochtitlan ausgesehen hat. Es war eine dicht bebaute Insel, von unglaublich vielen Kanälen durchzogen. Am Stadtrand schwammen die Felder auf dem See wie riesige Eisschollen. Sie bestanden aus Schilf, Gras, verrottenden Pflanzen und natürlich aus Erde. Auf ihnen bauten die Azteken ihre Nahrung an. Meistens mussten die Kinder ihren Eltern bei der harten Arbeit helfen. Im Stadtzentrum gab es auch Handwerker und auch hier halfen die Kinder oft bei der Arbeit mit. Mit 9 oder 10 Jahren ging es los und die Arbeitszeit dauerte oft den ganzen Tag. Neben den Handwerkern gab es auch Händler, die ihre Waren auf den Märkten verkauften und auch sie wurden von ihren Kindern begleitet und unterstützt. Aber die Aztekische Gesellschaft war noch viel bunter und vielfältiger. Innerhalb der Kaste der Bauern gab es große Unterschiede. Einige hatten kaum genug, um selbst zu überleben. Andere besaßen große Felder und hatten jede Menge Sklaven, die die schwere Arbeit machen mussten. Bei den Handwerkern und Händlern waren die Unterschiede noch größer. Sie waren reicher als die Bauern und besaßen noch mehr Sklaven. Je reicher eine Familie war, um so weniger packten die Kinder mit an. Darin unterschieden sich diese Kinder nicht von unserer heutigen Gesellschaft. Hatte ein Kind etwas ausgefressen, wurde es bestraft. Allerdings wurden diese Kinder niemals geschlagen. Denn geschlagen wurden nur die Sklaven. Niemand behandelte sein Kind wie einen Sklaven, statt dessen wurden die ungehorsamen Kinder geschnappt und mit dem Gesicht über ein Feuer gehalten, in dem man Chilischoten verbrannte. Das brannte fürchterlich in den Augen und in der Lunge. Neben all den Menschen die etwas herstellten oder mit Dingen handelten, gab es noch die Kaste der Krieger. Sie waren unterteilt in verschiedene Calpullis. Ein Calpulli war eine Kompanie und in dieser Kompanie lernten die Krieger zu kämpfen. Kleine Kinder gab es bei den Kriegern nicht. So lange sie klein waren mussten sie in die Schule gehen und lernen. Sie wurden von Priestern unterrichtet und durften frühestens mit 14 oder 15 Jahren der Armee beitreten. Aber es wurde ihnen nicht erlaubt sofort in der Schlacht zu kämpfen. Zuvor mussten sie auch hier eine harte Schule durchlaufen und alles lernen, was ein Krieger wissen und können musste. Jeder frei geborene Azteke, egal ob Bauer, Handwerker oder Händler konnte seine Söhne zur Armee schicken. Aber nur die Besten und Klügsten konnten zu einem Jaguarkrieger oder Adlerkrieger werden. Jaguar- und Adlerkrieger waren die Elite der Gesellschaft. Sie mussten nicht arbeiten und sich selbst ernähren. Sie bekamen alles was sie brauchten vom Tlatoani, ihrem König und konnten sich ganz und gar auf ihre Aufgabe konzentrieren. Zusätzlich besaßen sie viele Sklaven und große Häuser in denen ihre Frauen und ihre Kinder wohnten. Die meisten Krieger gehörten jedoch nicht den Adlern oder Jaguaren an. Sie standen gesellschaftlich unter ihnen und besaßen weniger als diese kleine Elite. Ihre Kinder mussten mit anpacken und für den Lebensunterhalt sorgen. Dann gab es noch die Kaste der Priester. Sie standen ganz oben in der Gesellschaft, sogar noch über den Adlern und Jaguaren. Aus ihren Reihen wählte der Tlatoani seine Berater. Denn die Priester waren nicht nur für die Menschenopfer zuständig. Sie waren auch sehr klug weil sie das Wissen bewahrten. Sie konnten nicht nur lesen und mit Zahlen umgehen, sie konnten auch den Lauf der Sterne berechnen und gaben den Bauern den Zeitplan für die Aussaht und die Ernte vor. Auch die Priester hatten Frauen und Kinder. Natürlich versuchte jedes Kind seinen Eltern zu gefallen und ahmte nach, was es zuhause sah. Aber weil die Gesellschaft so vielfältig war, weil es so große Unterschiede gab, kann man nicht sagen, wie ein Kind der Azteken gelebt hat oder was es angezogen hat. das Kind eines Bauern trug garantiert keine Sandalen an den Füßen. Sie wären im schlammigen Boden der schwimmenden Inseln aufgeweicht und nach einem Tag nicht mehr zu gebrauchen. Ein weißer Umhang aus teurer Baumwolle wurde eher von den Kindern der Adler- und Jaguarkrieger getragen, als von einem Bauernkind. Der Sohn eines Obsidianschlägers trug ganz sicher Kleidung aus Leder, denn bei der Bearbeitung der Pfeilspitzen und Messerklingen sprangen häufig scharfe Splitter ab, so scharf wie Rasierklingen. Da musste man sich einfach mit Leder schützen. Es gab also nicht das typische Aztekenkind, sondern ganz viele Unterschiede. Einige trugen Sandalen, andere nicht. Einige trugen Leder, andere Baumwolle, wieder andere nur einen Lendenschurz. Wenn es eine Feier gab, schmückten sich alle mit Federn und Farben. Doch niemand durfte sich so prächtig schmücken wie die die Adler und Jaguare und deren Kinder. Wenn du deine Zeit in der Schule verbringst, machst du nichts anderes als die Kinder der adligen Azteken. Die haben genau wie du in der Schule gesessen und gelernt.   

Wie kommst Du denn darauf? Bist Du ein Azteken Fan?

Ich kenne das aus einem Buch. Es waren hochentwickelte Indianer auf einem See im Hochland Mexikos. Da es sehr warm und trocken war, trugen die Kinder wohl nur wenige Sachen aus Stoff, Leder und Federn und waren fast nackig :D Und das Essen war scharf so mit Nachos, Mais und Chili.

Kommentar von Florian46
27.07.2016, 05:25

ja ich bin ein sehr großer Azteken Fan Lauf sogar im Lendenschurz herum

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Gold und luftige Stofffetzen , kannst ja mal anfangen Gold zusuchen

Kommentar von Florian46
17.07.2016, 05:47

was meinst du damit

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Kommentar von kunibertwahllos
17.07.2016, 05:48

Ja die Azteken waren doch ein reiches volk jo

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Kommentar von Florian46
17.07.2016, 05:49

ok und was hatten die Kinder an

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