Kann man durch die Aussage eines einzelnen Geschädigten bestraft werden?

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8 Antworten

Ein Arzt kann protokollieren, dass jemand verletzt ist.

Das sagt aber nichts darüber aus, wer denjenigen verdroschen hat.
Wenn es da keinen weiteren Zeugen gibt und Du glaubhaft abstreitest, dass Du damit nichts zu tun hast wird man wahrscheinlich kein Verfahren eröffnen, bzw. dieses wieder einstellen.

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Wirksam ist eine Anzeige, wenn man sie stellt. Ob es zu eine Anklage kommt, hängt dann davon ab, was Polizei und Staatsanwalt emitteln können.

Ein ärztliches Attest unterstützt die Aussage, daß es zu einer Verletzung gekommen ist, ob es dann zu einer und Verurteilung des Beschuldigten kommt, hängt von der Glaubwürdigkeit der Beteiligten ab.

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Wenn du beim Arzt warst kann er eventuelle Verletzungen aufführen. Sollten sonst keine Zeugen da sein, dann müsste der der die Aussage tätig schon sehr glaubhaft sein.

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Wenn das Gericht ihm glaubt, reicht auch ein Zeuge.

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Wenn er die Verletzungen bei einem Arzt bestätigen und protokollieren lässt, reicht es als beweis.

Und nein, du solltest niemanden verprügeln, weil er dir 50 Euro geklaut hat. Du schadest dir nur selber.

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Kommentar von iTzFritz
24.07.2016, 21:51

Es geht mir auch nicht um das Geld. Es geht einfach darum, dass er mich mit einem Messer bedrohte und mich während des Diebstahls auslachte ...

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Natürlich kann jemand, der verprügelt wurde, den Täter anzeigen. Der Straftatbestand heißt "Körperverletzung" und dürfte ein Offizialdelikt sein, d.h. die Ermittler müssten den Fall auch dann weiter verfolgen, wenn der Geschädigte die Anzeige zurück zieht.

Eine Verurteilung wird dann erfolgen, wenn die Staatsanwaltschaft (nicht der Geschädigte) beweisen kann, dass der Täter die Tat begangen hat. Beweismittel wäre nicht nur die Aussage des Opfers, sondern auch Zeugenaussagen, ärztliches Gutachten, Begleitumstände...

"Leichte Verletzungen" sind relativ. Nicht alle schweren Verletzungen sind äußerlich erkennbar. Ein guter Arzt kennt bestimmte Verletzungsmuster, die für Gewaltopfer typisch sind und kann unterscheiden, ob es ein Treppensturz war oder doch eher die Faust im Gesicht.

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Kommentar von iTzFritz
24.07.2016, 21:53

Ja ich meinte es so, dass nur der Täter und sein Oper da sind und sonst keine Zeugen da sind und sie beide blaue Flecken usw von sich tragen

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Anzeigen kann man sowieso. Dann wird der Beschuldigte angehört. Falls die Aussage des Geschädigten weiterhin glaubhaft erscheint, wird das Verfahren fortgesetzt, es kann zu einer Gerichtsverhandlung kommen.

Dabei entscheidet dann der Richter, wem er Glauben schenkt.

Das mit den "Zeugen" oder "Widersprüchen" ist Stoff aus Fernsehkrimis, nicht aus der Realität.

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Bei Gericht wird nicht gerechnet , sondern die Glaubwürdigkeit bewertet! Welches Motiv sollte ein Verletzter haben? Warum ein Angeklagter und seine Freunde lügen, ist dagegen schon eher vorstellbar.

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