Kann man die Rauchmelder auch selbst warten?

8 Antworten

Es gibt keine Vorschrift, wer die Rauchwarnmelder warten muss. Verantwortlich ist immer der Wohnungseigentümer, der diese Wartung aber per Mietvertrag auf die Mieter übertragen darf. Im Mietvertrag kann auch die Wartung an Firmen übertragen werden und dann die Kosten als Nebenkosten abgerechnet werden. Ist also Vertragssache; wenn nichts vereinbart wurde ist immer der Eigentümer in der Pflicht.

Entschuldigung, aber das ist kompletter Unsinn! Wer die Wartung eines Rauchmelders zu verantworten hat, ist ganz klar in den jeweiligen Landesbauordnungen festgelegt. Da diese je nach Bundesland abweichen können, fragte ich nach dem Wohnort.

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@trisuno

Entschuldigung abgelehnt; die Wartung von Rauchmeldern ist im öffentlichen Baurecht nicht geregelt, sondern nur die Anbringung. Die Inbetriebhaltung ist immer Sache des Eigentümers, der diese Pflicht freilich vertraglich auf Mieter, Pächter oder die WEG-Gemeinschaft übertragen kann.

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@Seehausen

Und es bleibt trotzdem falsch.

  1. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen und Besitzern, es sei denn, die Eigentümerinnen oder die Eigentümer haben diese Verpflichtung übernommen.

Das ist ganz einwandfrei in der HBO geregelt.

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@trisuno

Ja eben. Die Wartung kann beim Mieter oder Vermieter übernommen werden, je nach vertraglicher Vereinbarung. Und wenn der Mieter nicht wartet und sich der Vermieter nicht drum kümmert ist er sowieso in der Verantwortung. Ohne vertragliche Regelungen geht gar nichts; von alleine ist § 13 Abs. 5 Satz 4 HBO nicht durchsetzbar!

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@Seehausen

Herr Seehausen,

bei dieser Diskussion ging um Ihre Behauptung "Es gibt keine Vorschrift, wer die Rauchwarnmelder warten muss.". Und das ist faktisch falsch. Einzig um diese Behauptung geht es!!

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@trisuno

Die "Sicherstellung der Betriebsbereitschaft" ist etwas anderes als die angebotenen und angeblich "gesetzlich vorgeschrieben" jährlichen Batteriekontrollen oder gar Funkfernüberprüfungen, die von ISTA etc für viel Geld als "Wartung" angeboten werden! Das ist nur Geschäftemacherei mit der Angst unter keinesfalls gfesetzlich vorgeschrieben!

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Also, vielen Dank für all eure Antworten und Gedanken die ihr euch gemacht habt :-))

Gerade habe ich mit unserem Vermieter telefoniert.... er möchte neue Rauchmelder instalieren, die miteinander verbunden sind, auch im Treppenhaus. Diese Anschaffung geht komplett auf seine Kosten, nur die Wartung, die er von einer Firma machen lassen möchte, da eine Bestätigung im Jahr vorliegen muß, geht auf unsere Kappe. Er meint das wären pro Gerät 4€. Ich möchte jetzt auch keinen Streit mit ihm anfangen, aber es ist halt rausgeworfenes Geld (für uns auf jeden Fall, 3 ABUS Rauchmelder 60€)

Vielen Dank nochmal und LG Fraenkle

In Hessen ist § 13 Abs. 5 HBO maßgebend. Danach besteht in Altbauten erst ab dem 31.12.2014 eine Einbaupflicht für Rauchwarnmelder. Verantwortlich ist ausdrücklich der Eigentümer der Wohnung.

Es gibt aber keine öffentlich-rechtliche Vorschrift, wer die Rauchwarnmelder warten muss. Verantwortlich ist zwar der Wohnungseigentümer, der diese Wartung aber per Mietvertrag auf die Mieter übertragen darf. Im Mietvertrag kann auch die Wartung an Firmen übertragen werden und dann die Kosten als Nebenkosten abgerechnet werden. Ist also Vertragssache; wenn nichts vereinbart wurde ist immer der Eigentümer in der Pflicht.

Es gibt auch keine Vorschrift, dass die Rauchwarnmelder vernetzt sein müssen oder gar direkt an eine Feuerwehr oder eine Zentrale melden müssen.

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@Seehausen

Guten Tag, in der Landesbauordnung in Hessen ist geregelt, dass der Vermieter für die Anschaffung zuständig ist. Die "Sicherstellung der Betriebsbereitschaft" obliegt danach dem Besitzer (also dem Mieter) der Wohnung, nicht wie hier fälschlich dargestellt dem Vermieter.

Ausserdem dürfen Rauchwarnmelder nach DIN 14604, wie sie in den Bundesländern gefordert sind auf keinen Fall an eine brandmeldeanlage, die einen Alarm an die Feuerwehr oder eine Zentrale melden angeschlossen werden.

weitwere Infos hier http://rauchmelderpflicht.net/rauchmelderpflicht-hessen/

Grüsse aus der Pfalz

Michael Dopf, Sicherheitstechnik-Dopf.de

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@mdopf

Nach der HBO ist die "Sicherstellung der Betriebsbereitschaft" ist etwas anderes als die angebotenen und angeblich "gesetzlich vorgeschrieben" jährlichen Batteriekontrollen oder gar Funkfernüberprüfungen, die von ISTA etc für viel Geld als "Wartung" angeboten werden! Das ist nur Geschäftemacherei mit der Angst unter keinesfalls gfesetzlich vorgeschrieben!

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@Seehausen

Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft meint genau die in der DIN14676 genauer beschrieben Wartung! Was die ISTA daraus macht steht auf einem anderen Blatt.

Auszug DIN:

Der Rauchwarnmelder muss entsprechend der Bedienungsanleitung, jedoch mindestens einmal jährlich einer Funktionskontrolle unterzogen werden. Dazu gehört eine Sichtprüfung, ob Raucheintrittsöffnungen frei sind oder der Melder beschädigt ist. Mittels Prüftaste wird probeweise ein Alarm ausgelöst.

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Guten Tag, wie schon in unserer Antwort auf Ihre ursprüngliche Frage, würden wir empfehlen die bereits vorhandenen Melder in Räumen zu installieren, die im Plan des Eigentümers nicht vorgesehen sind. Vielleicht können Sie den Lieferanten der Rauchmelder ihres Vermieters ansprechen und ihn bitten Sie entsprechend zu beraten.

Rausgeschmissenes Geld ist ein Rauchwarnmelder eigentlich nie, ausser er liegt ohne Batterie im Schrank. Schöne Grüße Michael Dopf www.Sicherheitstechnik-Dopf.de

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Die Vernetzung der Rauchwarnmelder in Mietwohnungen ist ganz fatal !! Je nach eingebautem Meldertyp löst ein Funktionstest ALLE Melder aus.. oder die Brataktivität der Nachbarn mitten in der Nacht... Viel vergnügen ;-)

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@WiKoSiTech

Guten Morgen,

die Vernetzung von Rauchmeldern macht auch in Mietshäusern mit mehreren Parteien schon Sinn und ist keineswegs als fatal zu bezeichnen.

Allerdings darf man keinen Melder für 9,99 € aus China verwenden, der nur den Zustand Alarm oder Nichtalarm kennt. Mit solchen Geräten kann es zu dem von Ihnen beschriebenen Szenario kommen.

Mit qualitativ hochwertigen Geräten und einer durchdachten Programmierung sorgen funkvernetzte Melder für mehr Sicherheit auch in grösseren Häusern.

Wenn jemand im 4. Stock erst auf ein Feuer, das im Keller ausgebrochen ist aufmerksam wird, wenn der Melder in seinem Schlafzimmer losgeht ist es vermutlich bereits zu spät um nach einem Rettungsweg zu suchen oder die Feuerwehr zu alarmieren.

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@mdopf

Also so einfach ist das mal gar nicht, wenn wir hier mal die DIN zu Grunde legen, denn eine Absicherung über die einzelnen Wohnungen hinaus geht, bedarf schon einer Brandschutzordnung. Sicherlich kann man so etwas machen, aber dann auch richtig. Man vernetzt aber in der Regel Keller und Flure, also öffentliche Bereiche und nicht Mietwohnungen und öffentliche Bereiche.

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Hallo,

bevor das Thema hier wirklich gesetzlich ausgeleuchtet wird, sollte die Frage legitim sein, die der Gesetzgeber nämlich bewusst oder unbewusst nicht berücksichtigt hat: Wer ist überhaupt in der Lage die Funktionsfähigkeit des Rauchwarnmelders zu beurteilen ? Der Mieter, der vom Gesetzgeber hierzu ermächtigt wurde, kann durchaus 85 Jahre alt sein und sehbehindert..... . Auch hier sind sehr dunkle Gesetzeslücken vorhanden, die m.E. nach nicht so einfach auf den Mieter delegiert werden können. Wir werden in Zukunft entsprechende Klagen zu erwarten haben.

Gruß aus dem Weserbergland WiKoSiTech Sicherheits- & Kommunikationstechnik

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