Kann man die enthemmende Wirkung die man durch Alkohol kriegt, auch anders bekommen?

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7 Antworten

Hallo imekr,

wenn jemand sehr schüchtern ist, hat das noch nicht wirklich etwas mit einem Hang zur Sozialphobie zu tun.
Die echte Sozialphobie würde sich unter dem Einfluss von Alkohol und den meisten anderen Drogen auch signifikant verschlechtern und dauerhaft alles nur noch verfahrener machen.

Leider stimmt es, dass Alkohol an den Rezeptoren in deinem Gehirn ansetzt, mit dem das Gefühl und das Verhalten der Schüchternheit beeinflusst wird. Mit einer gewissen Menge an Alkohol, gelingt es einigen, aber nicht allen Menschen, die Schüchternheit zu überwinden und lockerer auf andere Menschen zuzugehen.
Leider empfinden die von einem leicht-alkoholisierten Menschen kontaktierten Leute, diese Kontaktaufnahme als gar nicht angenehm, was der Alkoholisierte aber in diesem Zustand nicht mehr wahrnimmt und auch noch oftmals als Zustimmung auf seine verkorkste Kontaktaufnahme missinterpretiert.
Alkohol gibt dir also nur das falsche Gefühl, auf der sicheren Seite zu sein, während du dir langfristig mit dieser Art alles nur noch schwerer machst.

Schüchternheit lässt sich selber einigermassen überwinden, in dem man sich immer  wieder bewusst macht: "Ja, ich bin schüchtern. Es ist nicht einfach für mich, diese Schritte zu gehen, aber ich tue es jetzt und hier einmal ganz bewusst... Es kann mir gar nichts Schlimmes passieren. Bekomme ich eine "Abfuhr", gehöre ich lediglich zu den unzähligen Leuten, denen es gerade genauso ergeht.
Neues Spiel - neues Glück.
Im Klartext: die Routine macht es.
So, wie die erste Präsentation im Job auch die schlimmste ist. Aber nach einiger Zeit macht man es mal eben zwischen Frühstück und Mittag mit 20 unbekannten Leuten. Weil man es muss. Mit klarem Kopf, aber anfangs mit feuchten Händen und klopfendem Herzen. Das geht jedem von uns so.
Manchmal ist es ganz trickreich, zunächst mit einem Freund/Freundin/Schwester/Bruder & Co. eine Kontaktaufnahme an zugehen.
Es ist auch OK, wenn du deinem Gesprächspartner gleich zu erst sagst, dass du schüchtern bist. Die meisten Leute verstehen das eher als positives Zeichen der Ehrlichkeit, anstatt als Nachteil.

Ausserdem sind 70% der Bevölkerung ziemlich schüchtern. Entweder haben sie gelernt, dieses zu überspielen, manchmal mit übertriebenem Humor(der Klassenclown). Dann gibt es noch die Drama-Queen und den Draufgänger.
Die meisten dieser Leute haben ihr spezielles Verhalten nicht von Haus aus  mitgebracht, sondern haben irgendwann diese Marotten entwickelt und perfektioniert, um ihre eigene Unsicherheit vor anderen Menschen zu verbergen.
Wie schön wäre es da, wenn jemand einfach sagt: "Sorry, ich bin halt etwas schüchtern..."

In Holland gibt es ein Sprichwort: "Ein  NEIN  hast du immer, ein  JA  musst du dir erarbeiten."Also: Ran an die Arbeit! (und deinem Fall ist es das zunächst auch)

In sehr extremen Fällen, oder einer diagnostizierten, echten Sozialphobie, hilft nur noch eine Verhaltenstherapie.
Oder, wenn dieses schon erfolglos durchlaufen sein sollte, eine Psychoanalyse. Mache extreme Schüchternheit/Phobie hat ihre Ursache in der frühen Kindheit, oder kam nach einem traumatischen Erlebnis zu Tage.
Solltest du also dieses Gefühl haben, dann wende dich zunächst an deinen Hausarzt, der dich weitergehend beraten wird.

Ich wünsche dir alles Gute,
di Colonna

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Kommentar von imekr
18.05.2017, 11:48

Trotz dessen, dass du mich als Troll siehst, auch wenn ich keiner bin, finde ich dass du sehr gute Antworten gibst. Respekt.

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Nicht völlig aber du kannst und solltest einen großen Schritt machen an dem du an deinen Schwächen arbeitest. 

Alkohol ist ein gutes Mittel zum Zweck aber du darfst dich nicht davon abhängig machen sondern musst dir bewusst sein, dass du durch die Wirkung über den Normalzustand hinaus gehst und das nur temporär ist.

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Kommentar von DiColonna
18.05.2017, 01:39

WIE BITTE !?!?!? "Alkohol ist ein gutes Mittel zu Zweck..." ...bei einer vermuteten SOZIALPHOBIE ?!?!?
Das kann nicht dein Ernst sein....

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Kenn ich irgendwie.. Allerdings hab ich während des trinkens schnell die erfahrungen gemacht, die es gebraucht hat, um selbstbewusst soziale Kontakte zu knüpfen. Hilfreich ist es auch wenn man wenigstens einen freund hat, mit dessen freunden man sich anfreunden kann..
Aber wie schon jemand anders erwähnt hat: pass auf dass es keine sucht wird! Wenn du glücklich bist kannst du meinetwegen in vodka schwimmen gehen aber nicht wenn du den Alkohol wegen seiner wirkung benutzt! Aufpassen...

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Kokain, XTSY, und noch viele andere Drogen aber das ist ja auch nicht die Lösung. Du musst dich deinen Ängsten stellen und dann wirst du lockerer! Tag für tag immer dran bleiben. 

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Herzlich Willkommen in der Risikogruppe für Alkoholabhängigkeit.

Ich würde es an deiner Stelle nicht so lapidar sehen, dass das Trinken dich lockert und du es deswegen brauchst. Ich meine natürlich lockert es dich, aber das Gehirn ist unglaublich gut darin sich an Dinge zu gewöhnen und bestimmte Verhaltensweisen zu belohnen und *schwups* sind in wir in der Suchtproblematik. 

Und lass dir nix erzählen von wegen "aber du darfst dich nicht davon abhängig machen"... Es ist nicht so, als würde man sich dazu entscheiden... Das ist ein schleichender Prozess, den man erst wirklich reflektiert, wenn man mitten drinnen ist.

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Kommentar von DiColonna
18.05.2017, 04:10

Die weiteren Fragen des FS zu diesem Themenabend sagen bereits alles. Ich hätte sie zuerst lesen sollen... *sigh*

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Du solltest dringend deine Sozialphobie und dein Selbstwertkomplexe therapieren! Das ist unter den Strich wesentlich billiger und einfacher als wenn du in ein paar Jahren einene Alkoholismus therapieren musst, der in der Zwischenzeit deinen Körper ruiniert hat.

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Das ist der erste Schritt zum "Dauersuff" und dem Absturz. Lass es!

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Kommentar von UFOBLN
18.05.2017, 01:34

ouh... schon die bullen da

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