Kann man die eigene Wohnung an Asylsuchende vermieten?

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8 Antworten

kommt auf den Zuschnitt der Wohnung an, ob Du eine Fam . erhälst oder einzelne Menschen, die eine WG bilden können.. 

ich würde mir das Entscheidungsrecht an wen ich vermiete erhalten, wenn Du der Kommune die Whg. anbietest und die die mieten hast Du keinen Einfluß drauf wer da rein kommt und wielange die bleiben.. ich denke die Neu-Bürger sollten in die Hausgemeinschaft passen..wie die aussieht ist aber den Mitarbeitern auf dem Amt nicht bekannt.. 

nur mal 2 Beispiele....

 eine  liebe Freundin nimmt gezielt alleinreisende junge Syrier und hat damit beste Erfahrungen gemacht, wenn mal einer auszieht( Fam zusammenlegung ) dann ziehen auch  wieder nur  Syrier ein, somit hat sie evtl. Uneinigkeiten unter den versch. Menschen nicht, die schon beim kochen entstehen können....ich bin häufiger in der WG und echt,die ist wie geleckt und das bei 5 Leuten :))

ein anderer Freund vermietet ein 2 Fam. Haus ausschließlich an Roma mit Kindern ( aus Rumänien), damit die den schönen Garten auch nutzen können  und endlich mal gern gesehen sind.. und Kontakte mit Menschen haben die ihnen gleich sind, denken, leben..naja bei Kindern fliegt immermal was rum 

finde Deine Idee toll und wünsche Dir liebe Mieter ;)himako 

Danke! Kannst Du Deine Bekannte fragen wieviel sie bekommen und was man noch wissen sollte?

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@Folkopo

Schönen guten Tag :)

für die Bewohner der WG erhält sie z.Z. 275 € incl. der Nebenkosten pro Person und muß halbjährlich die versch. Zählerstände ablesen und vorlegen..

für Haus muß ich wegen der Miete nachfragen, es wohnen dort 4 Erwachsene , 4 Kinder + 1 ganz frisches <- ;)) Baby

was man noch wissen sollte, wenn es Deine Zeit erlaubt ist es vorteilhaft denen unser Müllsortiertsystem zuerklären, entsprechende Behältnisse aufzustellen damit nicht alles durcheinander geknallt wird.. das senkt auch die Nebenkosten..

die in den Wechsel in der Treppenhausreinigung miteinbeziehen, das erste Mal mit denen das gemeinsam zu machen..und die Pflege des Grundstücks( Gemeinschaftsgarten,m Aufweg ) Gehweg fegen /Laub beseitigen, im Winter Schnee fegen/ streuen .. wir leben in einem Kurort und da muß alles ordentlich und gepflegt sein & bleiben :)

Um die Verständigung besser hinzukriegen gehe am Anfang mit , falls es das bei Euch gibt .. zu einem Kaffee International ( hier in den Räumen der Kirche) dort bieten wir Deutschkurse und gesellige Treffen an, die gerne von den Neu-Bürgern besucht werden.. und so eine ganz gute Integrations-Basis entsteht ..

so, denke das Wichtigste habe ich gesagt .. wünsche Dir einen schönen Sonntag m. l. Grüßen ;)himako

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Hallo Folkopo,

ich weiß' nicht, ob Du Eigentümer des kompletten Hauses bist oder es sich um eine Wohnungseigentümergemeinschaft handelt.

Sollte es sich um eine WEG handeln, würde ich die Teilungserklärung genau lesen. Es kann sein, dass Deine Miteigentümer ein Veto bezüglich einer Vermietung an Flüchtlinge einlegen können.

In diesem Fall kannst Du massive Probleme bekommen.

Wir sind selbst Eigentümer von zwei Wohnungen einer WEG. Bei uns ist in der Teilungserklärung festgelegt, dass die Miteigentümer Einspruch einlegen  und den Auszug der Mieter verlangen können, wenn ein Mieter sich nicht an die Hausordnung hält.

Du kannst davon ausgehen, dass die WEG nicht begeistert sein wird, wenn Du Deine Immobilie an Flüchtlinge vermieten möchtest.

Viel Glück beim Vermieten!

Es ist eine WEG. Vielen Dank für Deine Erfahrungen. Ich werde das vorher klären! Daumen hoch!

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Ich gehöre einem Helferkreis für Asylsuchende an. Meine bisherigen Erfahrungen sind überwiegend positiv. Ich habe die meisten Asylsuchenden als höflich, sauber, hilfsbereit und dankbar kennengelernt. Die Wohnungen sind sauberer, als manche Wohnung von Deutschen, wenn ich daran denke, wie die von mir vermietete Wohnung aussah, als der Mieter, Hartz IV Empfänger, auszog. Er wollte alle Rechte, hielt sich nicht an Pflichten. Selbst für die kostenlos zur Verfügung gestellte Garage, für die er die Verpflichtung der Reinigung des Bereichs vor der Garage übernommen hatte, hielt er nicht die schriftlichen Zusagen und ließ alles verkommen. Ich betreue u. a. 10 Syrer in einem Haus. Der Vermieter ist glücklich, diese Leute in seinem Haus zu haben. Nicht eine Zigarettenkippe liegt ums Haus und im Garten. Im Haus wird nicht geraucht. Unlängst war ich zum Dinner eingeladen und war hocherfreut über das, was sie aus dem gesammelten Geschirr als Tischdeko auf den Tisch brachten, das 5-Gänge Menü, einfach und lecker, die Hygiene topp. Die gebrauchten Servietten nahm ein Syrer auf, indem er erst eine saubere Serviette zwischen Zeigefinger und Daumen klemmte, um dann die gebrauchten Servietten damit aufzunehmen. 2 weitere von mir betreute Gruppen sind afghanischer Herkunft. Einmal 6 und einmal 10 Herren. Auch hier nur beste Erfahrungen. Nicht so gute Erfahrungen mit einer Handvoll Kosovaren. Dem steht die Bekanntschaft zweier Kosovaren entgegen, die schon etwas Deutsch sprechen und in meinem Haus ein- und ausgehen wie 2 Söhne. Sie sind sauber, freundlich und hilfsbereit. Generell habe ich zu 99 % gute Erfahrungen mit Asylsuchenden gemacht. In unserer Gemeinde werden die Wohnungen mit je 1 Bett und 1 2-türigen Kleiderschrank, Tisch und Stuhl, sowie einer Küchenzeile ausgestattet. Geschirr, Hausrat etc. sammeln wir vom Helferkreis und bestücken damit die Wohnungen. Wir bemühen uns, 1 Fernseher und Receiver zu besorgen, 1 Wäscheständer etc. Was die Gemeinde pro Asylant an den Vermieter zahlt, weiß ich nicht. Es kommt auch darauf an, wieviele Asylanten auf wieviel qm untergebracht sind. Wir haben hier in der Regel 2- und 3-Bett-Schlafzimmer, Küche, Eßzimmer/Eßecke. Wenn es gut kommt, auch mal ein Wohnzimmer, in dem 1 gebrauchte Couch und 2 Sessel, 1 Tisch stehen. Das ist sehr unterschiedlich. Ich überlege, ob ich eine 50 qm Wohnung, die für 2 Asylanten geeignet wäre, an diese Personengruppe zu vermieten.

Vielen Dank für Deine Erfahrungen! Daumenhoch

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Bist du Eigentümer oder Mieter? Als Eigentümer dürftest du das in Abstimmung mit der Kommune. insbesondere dem Meldeamt.

Als Mieter brauchst du die Zustimmung des Vermieters. Und der Meldestelle.

Kommt auf das Bundesland an. Die Wohnung muss aber bestimmten Anforderungen genügen und möbliert sein. Das kannst du im Rathaus fragen.

In dieser Frage haben die Behörden auch noch ein Wörtchen mitzureden. Denn die müssen letztendlich den Wohnraum ja auch bezahlen.

Meine persönliche Erfahrung sagt, dass die asylanten eine sehr dreckige und kaputte bleibe hinterlassen werden. Ich musste knappe 6000€ in die Renovierung stecken und mache es niemals wieder.

Diese Erfahrung bezweifel ich nicht. Nur sind nicht alle gleich. Syrier z. B. verhalten nach meiner Kenntnis sozialverträglich.

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Da hattest du wirklich Pech. Das gibt es aber auch unter Deutschen. Ich kann davon ein Lied singen. Bei den Asylanten hast du noch die Möglichkeit, den Vertrag mit der Gemeinde zu kündigen. Wenn ein Deutscher sich so verhält, dauert es oft Jahre, bis du ihn aus der Wohnung hast.

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Setze dich mit deiner Gemeinde in Verbindung. Da wirst du genaue Auskunft bekommen.

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