Kann man die eigene Überlegenheit (in jeglicher Hinsicht)(ich meine nicht mich) auch abstrakt und neutral einschätzen oder ist hier das überlegene Ego im Weg?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das vermeintlich überlegene Ego steht im Weg, denn es schätzt die vermeintliche Überlegenheit als tatsächliche Überlegenheit ein, und verschätzt sich gleichermassen im Urteil über andere. 

kann sich somit selbst nicht einschätzen

0
@Ivan69

Ohne die Reflektion anderer Menschen ist die Selbstreflektion diesbezüglich kaum möglich! Körperlich noch am ehesten, doch je geistiger und komplexer etwas wird, umso weniger. 

1
@Patrickson

wieso wusste ich nur, dass du mehr als nur Spassantworten geben kannst, ja fehlende (bzw. gestörte) Selbstreflektion trifft es auf den Punkt

1
@Ivan69

Gern geschehen! Die gestörte Selbstreflexion ist oftmals nicht global, sondern in Bezug auf gewisse Lebensbereiche. Die Ursachen liegen in frühkindlichen Erlebnissen. Wo du damals nicht richtig, nicht liebevoll reflektiert worden bist, da wirst du auch später Mühe damit haben. Es lohnt sich, sich diesbezüglich mit seiner Kindheit, Pupertät auseinander zu setzten und zu einer neuen Klarheit zu gelangen. 

1
@Ivan69

Pass auf mit dem Wort kompensieren, denn kompensieren ist zu breit gefächert und suggeriert zudem die Möglichkeit eines veritablen Ausgleichs. Ich sehe einen möglichen Weg gut damit klar zu kommen eher im Loslösen, nüchternes Verstehen, Vergeben, aus Fehlern zu lernen, mit Liebe zu betrachten, und weitergehen.

0
@Patrickson

genau das meine ich damit auch, ein Ausgleich von Defiziten z.B., womit sich die Psyche ausbalancieren könnte (was aber natürlich nicht so einfach geht)

0
@Ivan69

So stimme ich zu. Wobei dieser Ausgleich nicht auf der Waage gemessen werden kann, da diese Vorgänge extrem komplex sind. Die Psychologie gibt auf manches gute Antworten, doch weshalb der eine so, und der andere so, bleibt zuletzt doch ein Rätsel für mich. Ich strebe danach ein ehrlicherer und liebevollerer Mensch zu werden, das beinhaltet alles andere für mich. 

0

"vermeintlich überlegenes Ego" - 3 Wörter die zusammen keinen Sinn ergeben.

Ein "überlegenes Ego" gibt es nicht.

0

Was meinst Du mit Überlegenheit? Abstrakt nicht aber konkret.

Bestimmte Formen von Können, die natürlich auch eine Überlegenheit oder Unterlegenheit bedeuten, versucht man objektiv zu messen und zu bewerten.

-> Schulnoten, IQ-Tests und jegliche andere Prüfung.

Du kannst Dich natürlich auch objektiv einschätzen, wenn Du in Interaktion mit anderen gehst und es dabei um bewertbare Leistungen geht. Das kann im Sport, in der Diskussion uvm. sein.

Natürlich gibt es auch Formen eingebildeter Überlegenheit. Guck Dir unseren US-Amerikanischen Trumpel an. Er fühlt sich überlegen und ihm steht für jegliche objektive Beurteilung seiner selbst jedenfalls sein eigenes Ego im Weg.

Das sind in der Tat mehr oder weniger objektive Tests, vielleicht aber doch nicht ganz passen, teils speziell und der IQ-Test, naja ich weiss nicht,

Ja, bei der orangenen Ente Duck, vielleicht wäre das wirklich ein gutes Beispiel, Narzissmus steht bei dem Thema ganz oben

0

Was ist denn "eigene Überlegenheit"?

Sowas wie "ich kann schneller Kopfrechnen als Du" oder "ich kann einen doppelten Salto" ist ja recht einfach zu messen.

Dann merkt man vielleicht, daß man den Salto daher machen kann, weil man von den körperlichen Proportionen besser gebaut ist, der andere aber tatsächlich andere Dinge wesentlich besser kann, weil der meinetwegen ein besseres Körpergefühl hat und eine bessere Körperspannung.

Ich finde den Ausdruck "eigene Überlegenheit" ziemlich hochmütig. Klar gibt es Dinge, die man besonders gut kann.

Der mit dem guten Kopfrechnen wird halt ein perfekter Buchhalter. Der nicht so gut kopfrechnen, aber dafür besser strategisch denken kann oder mit den stärkeren Ellenbogen wird sein Chef. Zum Beispiel.

Das mit der "Überlegenheit" kommt natürlich aus dem Ego. Ist nur die Frage, wie man damit umgeht. Mit "abstrakt" oder "neutral" kann ich in dem Zusammenhang nichts anfangen.

Ich kann mir durchaus bewusst sein, daß ich dieses oder jenes ganz besonders gut kann. Big deal. Ebenso wichtig ist, auch zu erkennen, daß ich andere Sachen vielleicht nicht so gut kann bzw. andere Leute dies besser können, so daß man in einer Gemeinschaft sämtliche Stärken nutzen kann, nicht nur meine.

Das mit der "Überlegenheit" kommt natürlich aus dem Ego. Ist nur die Frage, wie man damit umgeht. Mit "abstrakt" oder "neutral" kann ich in dem Zusammenhang nichts anfangen.

es ist eben schwierig sich selbst neutral und abstrahiert von den persönlichen Einflüssen zu betrachten, gewissermaßen wäre das alles andere als objektiv und definitiv keine neutrale Betrachtung, sondern voreingenommen.

Wie unten bereits jemand geschrieben hat ist fehlende bzw. gestörte Selbstreflektion nicht ganz falsch

0
@Ivan69

man kann schon erkennen, hey, ich kann dieses oder jenes besonders gut, hierbei bin ich jemandem überlegen. Bpsw. kann ich schneller schwimmen, als ganz simples Beispiel.

Wichtig finde ich die Erkenntnis, daß man nicht deshalb automatisch jemandem überlegen ist. Nur weil man halt schneller schwimmen kann.

Insofern ist es überhaupt nicht schwierig, sich abtrahiert von persönlichen Einflüssen zu betrachten. Es braucht nur Ehrlichkeit und Mut, und das haben recht wenige Menschen.

Auch die ganze schöne Selbstreflektion ist ohne Ehrlichkeit und Mut reine Selbstverarsche.

Aus der Ehrlichkeit und dem Mut, sofern sie echt sind, resultiert unweigerlich Demut, denn man realisiert, daß man eben nicht grundsätzlich der tollste Hecht im Teich ist. Man kann halt gut schwimmen.

Für´s Ego braucht´s durchaus etwas Reife, sowas zu verstehen und anzuerkennen.

0
@wuerfli

gut, ich denke nicht, dass Ehrlichkeit und Mut die eigene Voreingenommenheit bzw. Befangenheit (das ist man ja zwangsläufig) umgehen können. Bestimmte Dinge lassen sich einfach objektiv festhalten --> schneller schwimmen, weiter springen, etc. Andere Dinge dagegen sind weniger objektiv greifbar und da steht bei Beurteilung die eigene Person bzw. das Ego im Weg.

0
@Ivan69

warum, das geht doch eigentlich überall? Ich kann erkennen anhand von Resultaten oder Beobachtungen, daß ich analytischer denken kann, schneller im denken bin, öfter die richtigen Schlüsse ziehe, mir Dinge besser merken kann, sehr gut mit anderen Menschen umgehen kann, einfühlsamer bin, beliebter, usw.

Daraus den Schluß zu ziehen, daß ich den anderen überlegen bin, ist natürlich ein Trugschluß, denn meine Beobachtung betrifft ja nur einen ganz kleinen Mini Ausschnitt.

Das Ego zieht halt den Schluß "ich bin anderen überlegen". Was ja auch partiell stimmen mag. Nur sind mir die anderen halt auch in manchen Dingen überlegen (was vom Ego leicht übersehen oder negativ bewertet wird).

Oder ich bin vielleicht auf der anderen Seite wahnsinnig stolz oder niederträchtig oder mißgünstig oder eitel oder rachsüchtig oder sonstwas.

Genau hier ist es notwendig, richtig hinzusehen. Ehrlich und mutig.

0

Der Begriff "die eigene Überlegenheit" weist übrigens auf einen Psychopathen hin.

Als Psychopath kann man beruflich sehr erfolgreich sein. Menschlich, naja, wohl eher weniger.

wäre das wirklich ein Psychopath? Möglich, aber ich glaube nicht, dass jeder Psychopath wäre solch eine Eigenschaft hätte

0

Was möchtest Du wissen?