Kann man die "Blätter", also die Nadeln von Tannen Bäumen essen?

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8 Antworten

an den darin enthaltenen terpenen kann man sich ziemlich übel vergiften.

und das sogenannte tannin ist auch nicht ohne.

https://de.wikipedia.org/wiki/Terpentin

also bitte nicht essen - vielleicht mal ein oder zwei nadeln, aber nicht mehr. in tannen ist es auch drin, nicht bloss in kiefern.

der tee ist eine reine heildroge und unterliegt einer ziemlich strengen indikation. den trinkt man nicht mal eben wie einen pfefferminztee.

die schösslinge kann man mit alkohol ansetzen - als likör oder heiltrank oder man kann die schösslinge auch destillieren. soll sehr gut gegen maden- und fadenwürmer und bis zu einem gewissen grad auch gegen spulwürmer helfen.

also falls du gerade würmer hast könntest du zweimal am tag ein löffelchen von dem destillat geniessen.

sonst lieber nicht.

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Kommentar von ButtercupDuck
15.04.2016, 01:05

Super. Danke für die ausführliche Antwort.

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Die jungen, hellgrünen Triebe kann man essen. Sie lassen sich frisch als Salat, gekocht als Gemüse oder mit Zucker zu Konfitüre gekocht essen. Ältere Nadeln sind zwar auch essbar, sind aber zu hart und harzig, als dass dies ein Genuss wäre. Es lässt sich lediglich ein Tee daraus kochen, wenn man wirklich keine anderen Kräuter zur Verfügung hat. Selbst dabei muss man die Nadeln sehr sparsam dosieren, da sonst der Tee ungeniessbar wird. 

Übrigens enthalten auch Tannen- und Fichtennadeln wie nahezu alle Pflanzenteile etwas Vitamin C, aber der Gehalt ist sehr niedrich, der sich nicht mit Obst vergleichen lässt. Was Parasiten betrifft: Auch  Fichten und Tannen werden von allerlei Insekten und Pilzen parasitiert. Man sollte deshalb nicht unbedingt Naden für einen Tee verwenden, der mit Mehltau überzogen ist oder an dem Blattläuse hängen. 

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Meinst Du jetzt Blätter oder Nadeln?

Jetzt im Frühling kannst Du z.B. Birkenblätter essen, die haben einen Geschmack der in etwas zwischen Lauch und Minze liegt. Würde aber keine Birke an einer vielbefahrenene Hauptverkehrsstraße nehmen.

Fichtennadeln (die jungen, frisch ausgetriebenen!) kann mann auch essen.

Löwenzahn kann man essen, v.a. die frischen Triebe

Eichen- und Buchenblätter sind nicht giftig, schmecken aber nach nichts.

Aus Lindenblüten (im Sommer) kann man Tee brühen

Holunder kann man die Blüten braten (den echten Holunder mit weißen Blüten, VERWECHSLUNGSGEFAHR, VORHER ERKUNDIGEN!) - genießbarer Holunder hat einen hellbraunen, eingefurchten Stamm, vergleichbar mit einer Pappel!

Aus Zuckerahorn kann man Ahornsirup zapfen (wächst aber nicht bei uns, die Ahorne bei uns sind meist Spitz- oder Bergahorn), ebenfalls kann man den Saft der Birken trinken.

Das Kambium nicht-giftiger Bäume kann man notfalls auch essen, also die Schicht zwischen Rinde und Holz.

Weidenrinde hingegen enthält, genauso wie Eichenrinde, schmerzlindernde Stoffe. 

GIFTIG sind: Robinie (verwechseln manche mit Akazie), Eiben, Eberesche, Kirschlorbeer - davon sind weder Rinde, noch die Blätter oder gar die Früchte genießbar.

Ansonsten sind die meisten einheimische Bäume ungiftig, aber auch nicht besonders nahrhaft oder schmackhaft - abgesehen der oben genannten Gewächse.

PS: In Zeiten von Nahrungsknappheit kann man auch Bucheckern und sogar Eicheln essen - aber "schmecken" tut das nicht. Eicheln kann man auch rösten (also den Kern natürlich), zermahlen und daraus Kaffee machen. Dieser ist durchaus genießbar, aber kein Hochgenuß.

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Kommentar von ponyfliege
15.04.2016, 01:36

bucheckern sind SEHR lecker. wie walnüsse. man muss sie nach dem sammeln nur etwas nachtrocknen lassen und sie müssen reif sein.

ebereschenbeeren (vogelbeeren) kann man sogar roh essen (die kerne nicht mitessen). eine echte delikatesse ist die konfitüre oder kompott davon.

dann gibts noc die etwas grösseren mehlbeeren. getrocknet hat man beim zermahlen eine art mehl, roh sind sie - mehlig - und leicht süss-säuerlich. übrigens wahre vitamin c bomben.

genau wie bei der hundsrose oder der echten hagebutte.

eiche, weide und buche würde ich wegen der leberbelastung durch die gerbsäure nicht essen.

birke enthält viel "spiritus" - den terpenen ähnlich.

sogenannter birkenzucker wird im labor unter dem handelsnamen xylit erzeugt. er echte ist nicht besser und nicht schlechter. der name "zucker" ist irreführend. es handelt sich um einen der sogeannten zuckerALKOHOLE. belastet ebenfalls stark die leber.

vom löwenzahn ist die ganze pflanze verwendbar. allerdings aufpassen: nicht abends essen, da sie stark wassertreibend ist.

vom holunder ziehe ich die beeren vor. man darf die kerne nicht mitverwenden, da sie schwach giftig sind. als sirup oder gelee rekordverdächtig lecker - als wenig gesüssten saft unschlagbar bei grippalen infekten: schweisstreibend.

holunderblüten kann man einerseits im backteig frittieren, andererseits einen sehr guten sirup davon machen (grundlage des getränks "hugo"). holunderblüten mit schneeball zu verwechseln ist fast unmöglich. die blütendolde des holunders ist flach und ähnelt in der verzweigung meist einem teller.

wenn ich blätter knabbern soll - himbeerblätter, wenn sie gerade austreiben.

ebenfalls essbar sind sanddorn, schlehdorn, rot- und weissdorn.

aber bitte niemals ilas oder stechapfel essen.

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Wir haben als Kinder , einmal  die frischen Sprößlinge  von  den Tannenspitzen gegessen , um zu vertuschen , dass wir eine Zigarette gemopst , und zu dritt geraucht hatten.... *huuust*  ;-)

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Gibt genug Obst mit hohem Vitamin c Gehalt :D

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http://www.kaisackmann.de/info-sammlung/pflanzenthemen/essbare-baume/

Besonders wichtig die Bemerkungen in Rot (Unten).

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Kommentar von ponyfliege
15.04.2016, 01:09

also wer eibe und fichte verwechselt, ist selber schuld.

und bei tanne, weide und eiche... 5g zuviel und es droht montezumas rache.

und bei der buche warte ich bis zum herbst. dann gibts die früchte.

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die roh junge end Triebe in Frühling essen,
3 Minuten Auskochen (ein Teelöffel pro Tasse) oder für
Anti-Grippe-Kräutertees getrocknet, Verdauungs-, beruhigend, Vitamin C).

die Zweige des
Weihnachtsbaum (2-3 Gramm pro Tasse gekocht in Tee als Tonikum, Abführmittel  oder für Husten, Bronchitis

kannst als  Weihrauch Zweige  verbrennen oder getrockneten Nadeln auf Kohle

einen guten Zweig kochen (150 Gramm) in
einem großen Topf mit vier Liter Wasser zu Parfüm im Falle einer Grippe, auch
in das Badewasser  (beruhigend,
Antitranspirant

die jungen Knospen in Salat

geht auch mit Pinien Zweige

ein Sirup kochen,

eine Sauce für Saiblingen, (Schalotte Dünsten,  mit Weißwein Ablöschen, zu Hälfte Einkochen,
mit Kalten Butter die Sauce Montieren, 
noch ein wenig Weißwein zugeben.

Gelee kochen, Likör ,

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Glaub die sind recht bitter.. :$

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Kommentar von Nasenbohrer85
15.04.2016, 01:28

Schon probiert? ;)

Am besten schmecken frisch ausgetriebene Birkenblätter, natürlich haben die keine Nährstoffe in dem Sinne aber geben frischen Atem :)

Probiert es aus, jetzt ist die richtige Jahreszeit!

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Kommentar von AppleTea
15.04.2016, 11:19

ja als Kind xD deshalb sag ichs ja. hab sonst keine probiert.

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