Kann man die Bezugszeit von Krankengeld nach einer Erstattung durch den ehemaligen Arbeitgeber rückwirkend verlängern lassen?

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3 Antworten

Nach meinem Verständnis hätte ja der Erkrankte somit ein Anrecht darauf, wiederum auf die maximal mögliche Gesamtanzahl von Krankengeld-Bezugstagen zu kommen, oder?

Das sehe ich auch so.

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Es geht um die Arbeitsunfähigkeitstage, nicht darum ob wann und wer wem was erstattet hat.

Du hast Anspruch auf 78 Wochen Krankengeld wegen derselben Krankheit. In diesem sind die Zeiten der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers inkludiert. Also egal, ob du 6, 8, 10, 12 oder 26 Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hast, diese Zeit wird addiert.

Du kommst immer nur auf 546 Kalendertage (78x7) wobei beim Krankengeldbezug für den vollen Monat immer 30 Tage als Zahltage genommen werden. Nur im ersten Monat die tatsächlichen.

Was und warum dein Arbeitgeber Rückforderungen an dich hatte, erschließt sich aus deiner Frage nicht ganz.

Mir fällt nur ein:

Hätte dein Arbeitgeber längere Lohnfortzahlung geleistet, dann hätte er ja in der Meldung an die Krankenkasse falsche Angaben gemacht- okay. Stellt sich dann hinterher heraus, das er länger hätte zahlen müssen, dann hätte er dir das Gehalt nachzahlen müssen, da höher als Krankengeld und die Krankenkasse hätte von dir den überzahlten Betrag zurückfordern bzw. verrechnen müssen.

Aber dann hättest nicht DU an den Arbeitgeber zahlen müssen...

Magst du dazu noch was sagen?

Oder:

Es wurden falsche Arbeitsunfähigkeiten zusammengerechnet. Kann das sein?


Nein, die Lohnfortzahlung des AG zählt zu der max. KG Bezugszeit dazu.

Nach der Aussteuerung gibt es kein KG mehr!

johnnymcmuff 06.08.2017, 11:11

Nach der Aussteuerung gibt es kein KG mehr

Soweit richtig, aber hier geht es dem Fragesteller darum, dass die Berechnung der Krankentage falsch ist und somit korrigiert werden soll.

Überprüfen lassen würde ich es in jedem Fall.

Auch ich hatte mal eine falsche Berechnung der Krankenkasse und da ging es um mehrere Monate.

Die kamen mir erst mal mit Amtsdeutsch und den typischen Diagnoseschlüsseln. Ich erklärte ihnen, warum das nicht so ist uns als ich ihnen sagte, dass ich mich dann an einen Anwalt wende  da meinten sie, sie würden es nochmal überprüfen.

Auf einmal kam es doch zu einer Korrektur.

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