Kann man Diabetes bekommen?

15 Antworten

Nein! Es gibt hunderte Studien die sich mit diesem Thema beschäftigt haben.

Darunter etliche, die einen Zusammenhang sehen und genauso viele, die keinen Zusammenhang erkennen. Bei uns ging gerade erst wieder eine Studie rum, die nun belegen soll, dass Süßstoffe nun doch beim abnehmen helfen! ;-)

Und dazu muss man verstehen, wie Studien durchgeführt werden:

Worte wie "Studie", "Institut" oder "Universität" müssen gar nichts heißen.

Einige renommierte naturwissenschaftliche Fachzeitschriften, wie "nature", "Cell" oder "Lancet" lassen eingereichte Studien von anderen Wissenschaftlern der Fachrichtung lesen und prüfen (sog. peer review). Erst wenn ihnen kein Fehler auffällt und die Studie plausibel zu sein scheint, wird sie veröffentlicht. Andere Zeitschriften sehen solche Prüfungen nicht vor.

Immer wieder kommt es vor, dass bewusst gefälschte Studien veröffentlicht werden. Oft können auch Fachkollegen nicht nachprüfen, ob Messdaten geschönt oder Bildaufnahmen kopiert wurden.

Wer hat mitgemacht?
Eine gute Studie braucht eine angemessene Teilnehmerzahl. Aus den Ergebnissen von nur 15 Teilnehmern in 3 Gruppen kann man keine allgemeingültigen Aussagen formulieren. Nur in seltenen Fällen können kleine Stichproben ungefähre Ergebnisse liefern oder auf Tendenzen hindeuten.

Wer hat bezahlt?
Es kann wichtig sein zu wissen, wer eine Studie finanziert hat, um das Ergebnis richtig einzuordnen. Ist im Auftrag der Pharmaindustrie geforscht worden, oder war das Institut unabhängig? Eine der Ersten Studien, die Rotwein eine gesundheitsfördernde Wirkung zuschrieb, war von der französischen Weinindustrie mitfinanziert worden.

Was Daten wirklich sagen
Immer wieder sollte man prüfen, ob scheinbar eindeutige Daten auch wirklich bestimmte Aussagen rechtfertigen. Eine große Ernährungsstudie kam zu dem Ergebnis, dass Vegetarier im Durchschnitt länger leben als Fleischesser. Aber liegt das wirklich nur am Gemüse? Oder liegt es vielleicht daran, dass Vegetarier auch seltener rauchen und sich mehr bewegen?

Was Statistik aus Daten machen kann

Statistiken können helfen, Studienergebnisse anschaulich zu machen. Sie können sie aber auch zurechtbiegen und Ergebnisse verfälschen. Absolute Zahlen sind immer seriöser als Prozentzahlen oder Risikoberechnungen. Ein einfaches Beispiel: Einer von hundert Patienten bekommt Pickel von einem Medikament. Ein neues Produkt verursacht bei zwei von hundert Patienten unreine Haut. Vorher waren es also ein Prozent – später zwei. Das Risiko für Pickel ist damit um 100 Prozent gestiegen, was geradezu dramatisch klingt! Viele Veröffentlichungen arbeiten mit solchen Umrechnungen, die die Aussagekraft von Studien verfälschen können.

Also, nicht immer alles Glauben, nur weil das Wort "Studie" darin vorkommt!

Gruß, Dana (Seit 30 Jahren Typ 1 Diabetikerin).

Ja, man kann Diabetes bekommen, jeder 10. in Deutschland hat Diabetes.

Typ 1 entsteht durch eine Autoimunerkrankung. Das Imunsystem "erkennt" in diesem Fall die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse als Fremdkörper und zerstört sie. Damit ist der Typ 1 im Endstadium ohne Insulin, das Hormon, das dafür sorgt, das der Zucker in unsere Zellen kommt, denn das ist der Brennstoff, mit dem wir funktionieren.

Typ 2 wird immer gern als reine Zivilisationskrankheit beschrieben. Mittlerweile weiss man, das eine genetische Disposition notwendig ist, damit Typ 2 Diabetes überhaupt ausbrechen kann. Hat man das defekte Gen, können falsche Ernährung und zu wenig Bewegung den Ausbruch beschleunigen.

Ohne das defekte Gen wird man einfach nur dick oder adipös.

Süssstoffe können den Ausbruch von Diabetes Typ 2 begünstigen. Ausserdem steht Aspartam, der am häufigsten eingesetzte Süssstoff z.B. auch in Zero- oder Lightprodukten, Diabetes direkt "erzeugen " zu können.

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Was gibt es für Anzeichen?

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@LucasLae

Eigentlich könnterst Du das goggeln, aber gut, mal die wichtigsten:

Typ 1:

häufiger Harndrang
starker Durst
Müdigkeit und Abgeschlagenheit
trockene, juckende Haut
Gewichtsverlust
Azetongeruch der Atemluft
Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen

Typ 2:

allgemeine Schwäche
häufige Infektionen
schlecht heilende Wunden
trockene oder juckende Haut
Durst
häufiges Wasserlassen

Einige Symptome sind sehr ähnlich bzw. gleichen sich, andere wiedrum nicht.

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Durch Cola Zero oder allgemein Süßstoffe nicht, das ist ein Mythos, der sich vor einigen Jahren mal verbreitet hat, angeblich sollten Süßstoffe in der Hinsicht schlecht sein, weil man damit etwas "süßes" schmeckt, der Körper entsprechend reagiere (mit Insulinproduktion), aber da man dabei gar keinen Zucker zu sich nimmt, könne man angeblich Unterzucker bekommen (was u.U. gefährlich ist, also wenn gewisse Werte unterschritten werden).

Das war aber wie gesagt nur ein Mythos / ein Gerücht und afaik mittlerweile längst widerlegt, brauchst dir also wegen Süßstoffen keine Sorgen machen was Diabetes angeht (was natürlich nicht heißt, dass die nicht u.U. auf andere Weise schädlich sein können, aber wenn man danach geht darf man ja gar nichts mehr essen, weil so ziemlich überall irgendwas drin ist, was laut irgendeiner Studie oder was auch immer schädlich sein soll).

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