Kann man Deutsch werden, oder muss man es sein?

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13 Antworten

Du kannst nie und nimmer Deutscher werden. Du kannst höchstens deutscher Staatsbürger werden, oder bist es schon. Dass du nicht als solcher wahrgenommen wirst, kann ich nicht ändern. Vielleicht denken viele, du würdest ihnen etwas weg nehmen.

Schuld meiner Meinung nach ist nicht zuletzt die Flüchtlingspolitik unserer Frau Dr. Murksel. Diese Politik hat es geschafft, neuen Hass auf Ausländer zu schüren, vor allem auf arabisch und dunkelhäutig aussehende.

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Kommentar von AntwortMarkus
09.02.2017, 13:10

definiere bitte Deutsch werden....

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Kommentar von Tamrir
10.02.2017, 16:47

Ich habe diese Antwort als hilfreichste Antwort gewählt, weil sie sich mit meinen Erfahrungen deckt. Ich kann nicht Deutsch werden. Ich muss eine Möglichkeit finden damit klar zu kommen.

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Bei deinen Freunden oder den Kollegen wirst du bestimmt als deutscher angesehen oder? Fremde Leute sehen halt erstmal dein Äußeres und hören deinen Namen.

Wir hatten vor wenigen Wochen ein Gespräch mit einem sehr guten Freund. In einer geselligen Runde ging es ums Heiraten und die Namenswahl. Er sagte, dass er sofort den Namen seiner Freundin wählen würde weil er div. Nachteile durch seinen Nachnamen hätte (Arabischer Herkunft). Wir als Freunde waren sehr geschockt...ich persönlich hätte nie gedacht, dass er damit Probleme hat - er spricht perfekt deutsch, hat hier studiert, hat einen guten Job, Freunde etc.

Dazu sagte er aber auch, dass es diese Probleme erst seit einigen Jahren gibt. In seiner Jugend war es nie Thema, aber die letzten Jahre würde es sich immer mehr ins negative wenden. Ich denke viele haben einfach schlechte Erfahrungen gemacht bzw bekommen eine Falsche Sicht durch die Medien.

Auf der anderen Seite habe ich, aber auch einen türkischen Chef. Wir treffen uns mit unseren Familien manchmal privat...Bei einem dieser treffen sagte er: Ich bin Türke, meine Kinder sind Türken und auch deren Kinder werden niemals deutsch sein. Er will es auch nicht. Diese Menschen gibt es halt auch.

Ich kann verstehen, dass es für dich eine unschöne Situation ist und du vielleicht auch das Gefühl hast heimatlos zu sein. Aber ist es wirklich wichtig was die Leute denken? Ist es nicht viel wichtiger wie du dich fühlst? ich denke es ist wichtig was du denkst und was du fühlst und dass die Leute in deiner Umgebung dich als Mensch akzeptieren ob nun deutsch oder türkisch spielt doch dabei keine Rolle.

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Du bist zu dünnhäutig. Wenn du Menschen mit dummen Ansichten sammeln möchtest, findest du genug. Wenn du Menschen dabei ertappen möchtest, dass sie Vorurteile haben, dann hast du auch keine Probleme, solche zu finden. Dabei übersiehst du die Menschen, die nicht so bescheuert sind oder sich den überwiegenden Teil des Tages vernünftig verhalten. Genausogut wie an Deutschland und an den Deutschen zu kranken, könntest du dich beim Universum beschweren, wenn andere klüger, größer, gesünder, schöner oder reicher sind als du. Nimm nicht alles so ernst.

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Ich bin auch hier in Deutschland geboren ,aber meine Eltern kommen ursprünglich aus Italien . Ich werde nie als ein deutscher angesehen , weil ich auch nicht so optisch aussehe  muss ich jetzt damit zurechtkommen . Und warum willst du überhaupt als nur deutsch gesehen zu  werden ? Spielt doch keine Rolle ? Ich kann dich zurecht verstehen das man sich überall sich ein wenig anders fühlt , denn ich bin auch in Italien ,,der deutsche '' aber das stört mich jetzt nicht so . Das ist halt die Gesellschaft die so denken . Beispiel weise du würdest in Afrika geboren sein als ein weiß  häutiger die werden dich auch nie als Afrikaner bezeichnen !!

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Weisst Du,w oran ich da denken muss?

Meine Kollegen wissen ja (irgendwie kommt man mal drauf), dass m ein Freund gebürtig aus Kroatien kommt. Letztes Jahr, als es um die Flüchtlingssituation ging und die werten Kollegen teils übelst rechte Sprüche klopften .. ich dann mal sagte: is wohl mal gut, ich will das Nazi-Geschwätz nicht mehr hören.. (ich widerhols mal alles nicht, aber schwarz ist ne helle Farbe dagegen)

Kam 2x : ach ja.. deiner ist ja auch von da

Ja wie jetzt von da?

Der ist hier seit 1975 (da war er 3) , hat nen deutschen Pass..

Apropos.. als er einmal wegen einer leichten geschwindigkeitsüberschreitung außerorts abngehaltenw urde, wollte man ihm weder einen Überweisungsträger geben, noch für Bargeld kurz zur Bank lassen.. denn laut seinen papieren ist sein Geburstort ja anderswo. Auch wenn deutscher perso und Wohnort usw.  warum? Es wäre ja.. Fluchtgefahr gegeben.

Also butte bedenken: Leute mit gehörigen patscher gibnts überall... leider sind Dir da wohl schon etliche von untergekommen- Es gibt aber auch genug vernünftige (komischerweise meist die, die selber viel reisen.. von zuhause Toleranz lernten.. selber "ausländische" Freunde haben (bei uns: Katalanen, Franzosen, Iren, Polen, Russen..Amis.. )

Nebenbei.. red mit den Eltern meines Freundes und für die sind alle außer ihrer Nation das letzte. (ink. mir, der deutschen Freundin)

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Ich verstehe dein Problem. Es kommt sehr stark auf die Umgebung an, in der man lebt. In einem kleinen Dorf, mit geringem Ausländeranteil, ist die Angst für "dem Fremden" weitaus höher als in einer Großstadt wie zB Berlin, Hamburg, oder München.

Das äußere Erscheinungsbild und nun mal leider das Erste was wahrgenommen wird und womit man auch direkt in eine Schublade gesteckt wird. "Schwarzes Haar, dunklere Haut... der wird wohl nicht von hier kommen!". Gerade Erwachsenen und älteren Menschen werden noch stark durch solche Vorurteile geleitet. Die Angst ist unter jungen Leuten weniger verbreitet, da Deutschland eine offene Gesellschaft geworden ist, nachdem es der Europäischen Union beigetreten ist. 

Leider habe ich keine Lösung für das Problem. Ich glaube aber, dass die Zeit ein wesentlicher Faktor ist. Zumindest in den Großstädten werden heutige Kinder in einer Mischkultur groß und "erkennen" die Staatsangehörigkeit  nicht mehr an der Hautfarbe des gegenüber, da es heutzutage nun mal nicht mehr ungewöhlich ist, das Menschen mit heller Haut, Leute mit südländischen Wurzeln und Freunde mit dunkler Hautfarbe alle aus Deutschland kommen.

Ich glaube, dass das Problem aus der Gesellschaft herauswachsen wird, solange wir verhindern, dass "Fritz" vom Dorf, seine Angst vor dem fremden Ausländer an sein Kind weitergibt und eben dieses vorurteilsfrei mit jedem anderen Kind spielen lässt.

Ich verstehe auch nicht, dass Menschen ihre "deutschen Werte" und die "deutsche Tradition" in Gefahr sehen. Ja natürlich kann es sein, dass sich durch so eine Mischkultur Werte und Traditionen verändern... aber so ist das nun einmal. So etwas ist dynamisch und wandelt sich mit der Zeit. Dann sieht in 20 Jahren "typisch Deutsch" halt anders aus... aber ist das deshalb gleich schlechter? 

Also kurz gesagt.... abwarten und Tee trinken.

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Also geht man allein von der Tatsache aus, dass Dein Deutsch als Sprache nahezu seines gleichen unter den "normalen" Deutschen sucht - Dann gehst Du sowas von als 110% deutsch durch! :)

Ich denke das Problem liegt darin, dass besonders in den letzten 2 Jahren ein gewisser Fokus auf Leuten ruht, die ertsmal nicht nach Deutsch aussehen. Man hat im Moment nur extreme Ansichten, schwarz oder weiß - aber bloß kein Grau....

Solange die Gesellschaft (und ich schließe mich selbst damit vollkommen ein) immer als erstes vorm Kopf hat, dass jemand mit einem türkisch-klingenden Namen automatisch ein asylsuchender Flüchtling ist, kannst Du noch so deutsch sein, wie Du willst. Die Akzeptanz geht nicht aktiv von Dir aus, sondern passiv von denen, die Dich bewusst oder unbewusst in eine Schublade schieben.

Sei an Deiner Stelle einfach selbstbewusst; Du musst Niemandem was beweisen, um Dich 'Deutsch' nennen zu dürfen. Die, die das behaupten, sind der Rede gar nicht wert...

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Für geistig minderbemittelte Deutsche, die als einzig positive Eigenschaft die Abstammung von deutschen Eltern vorzuweisen haben, wirst Du nie einer der ihren sein (Was ohnehin nicht erstrebenswert wäre).

Der große Rest der Deutschen beurteilt andere Menschen nicht nach ihrer Herkunft sondern nach ihren Taten.

Ergo: Locker bleiben und sich die richtigen Menschen suchen. (Es gibt in Deutschland wirklich tolle Leute, die meisten sind sogar Deutsche........)

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Naja. Es ist leider immer noch so, dass die meisten Deutsch sein nur als das verstehen, dass der Opa früher bei der SS gekämpft hat. Wer andere Wurzeln hat, der wird von vielen weiterhin als Rucksackdeutscher gebrandmarkt. Das ist in der Tat leider ein großes Defizit in Deutschland.

Ich würde mir aber dennoch keine so großen Gedanken machen. Dass einige nicht in der Lage sind zwischen dir und deinen Wurzeln zu unterscheiden, ist nicht dein Problem sondern deren. Gibt immerhin mittlerweile viele positive Beispiele in Politik und Sport, die verdeutlichen, dass man mittlerweile auch Deutsch sein kann, selbst wenn man nicht Max Müller heißt.

Vielleicht nimmst du das einfach ein bisschen zu persönlich und hast womöglich auch den falschen Umgang, wenn dir gesagt wird, dass Ausländer aus Deutschland raus sollen.

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Vielleicht könnte es helfen, wenn man es so macht, wie man es in Bulgarien macht oder gemacht hat:

Wenn dort Ausländer eingebürgert wurden, wurden auch die Nachnamen dieser Leute "eingebürgert", d.h. bulgarisiert. Sie hatten dann also bulgarische Nachnamen.

In Preussen hat man das früher auch so gemacht.

Vor ungefähr 200 Jahren kamen nämlich viele Franzosen (Hugenotten) nach Preussen.

Und deren Nachnamen wurden auch eingedeutscht.

Was heute kaum einer weiss, ist, dass 20% der heutigen "Preussen" (also die Einwohner von Berlin und Brandenburg) französische Vorfahren haben.

Aber da sie deutsche Nachnamen bekamen, konnten sie sich sehr schnell anpassen und einfügen.

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Kommentar von Tamrir
09.02.2017, 14:26

Solange es zur Änderung des Nachnamens nicht auch gleich eine Bleichung gibt, wird mir das denke ich wenig helfen.

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Bewege dich in den deutschen Kreisen die dich akzeptieren und respektieren. Davon gibt es mehr als du denkst.......

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Auf dem Papier, kann jeder Mensch ein/e Deutsche/r werden. Wenn du ihre deutschen Werte und Kultur lebst, kannst du bleiben wie du bist und hast trotzdem die Möglichkeit friedlich mit ihnen zusammen zu leben und dich wie zuhause zu fühlen. Sie sind sehr hilfsbereit und gastfreundlich. 

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Wenn jemand ausländerfeindlich ist, dann beeindruckt ihn auch nicht, wenn Du ihm einen deutschen Pass unter die Nase reibst. Er wird behaußten, dass du diesen nicht verdient hast. Deine Hautfarbe bleibt auch die selbe.

Allen anderen, und diese sololten dir wichtig sein, ist der Pass und die Herkunft schnurzpiepegal. Nicht der Pass macht einen Menschen aus, sondern sein Handeln und sein Wirken.

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