Kann man Depressionen / BurnOut langfristig heilen?

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3 Antworten

Einerseits bist du ein kritischer Geist, der alles besser weiß, andererseits nimmst du sprachlich/diagnostische Sortierungskriterien wie Depressionen und Burn Out kritiklos hin. Dinge wie Depressionen und Burn Out gibt es nicht auf die gleiche Weise, wie es eine Influenza-Infektion gibt. Bei manchen Depressionen kann man die Fehlfunktion im Haushalt von Neurotransmittern etc. relativ genau festmachen, dann liegt eine Krankheit vor, wie z.B. eine Schilddrüsenüber- oder unterfunktion. Die meisten Befindlichkeitsstörungen, die mit Depressionen assoziiert sind, verteilen sich auf Dutzende von Ursachen. Ob es Burn Out überhaupt als Krankheit gibt, ist umstritten. Sinn machte dieser Begriff bei Menschen, die vormals vor Energie strotzten und jahre-, ja jahrzehntelang erfolgreich und meisterlich ihr Leben bewältigten und dann urplötzlich ihre Antriebe verloren hatten. Auch wenn es solche Schicksale zweifellos gibt, ist es mehr als fraglich, ob sich dieses Krankheitsbild tatsächlich explosionsartig wie eine Epidemie ausbreiten konnte und sogar junge Menschen befallen kann. Ein gut klingender Name, mit dem man zusätzlich noch die Verantwortung abgeben kann, ist halt verlockend. Tatsächlich sind viele Depressive reaktant, besserwisserisch und beratungsresistent. Mit etwas Intelligenz zudem begabt darin, alles ins Absurde zu ziehen. Letzten Endes musst du selber aus dem Labyrinth herausfinden, in dem du dich befindest. Rat, Vorschläge? Beschäftige dich mal mit dem Leben anderer Menschen. Lies Bücher. Vermutlich hat ein großer Teil aller Schriftsteller (sowie anderer Künstler) Ähnliches durchgemacht wie du. Ob es jemals besser wurde? Manchmal.

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Paetze96 17.03.2016, 07:30

Danke für deine Antwort.

Ich mache meine Meinung immer abhängig von dem, was ich erlebt habe, also was für Erfahrungen ich mit diesem Thema habe.

Vielleicht sollte ich wirklich mal anfangen, nebenbei ein bisschen zu lesen.

Vielen Dank Dir!

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Shiftclick 17.03.2016, 07:39
@Paetze96

Das ist wohl richtig. Trotzdem sortiert und selektiert man Dinge bevorzugt nach dem, wie es einem in den Kram passt. Aufmüpfigkeit ist auch eine wichtige Errungenschaft in der Pubertät und die Situation in einer Therapie ist in gewisser Weise unnatürlich: man soll seine Kritikfähigkeit an der Garderobe abgeben, um selbständiger zu werden. Letzten Endes gibt es kein sicheres Mittel, gesunde Reaktanz von ungesunder zu unterscheiden. Gerade habe ich was über Martin Luther gelesen, ein sehr reaktanter Mensch und vermutlich ein unangenehmer. Die Geschichte hat ihm recht gegeben (andere Unbelehrbare landeten auf dem Scheiterhaufen), aber ob er ein glücklicher Mensch war, interessiert 470 Jahre später niemanden mehr. Vielleicht ist es ein gemeinsames Merkmal von vielen 'Depressiven', dass sie sehr in ihrer (Erlebnis- und Gedanken-)Welt kreisen. Vieles erleben, vieles sehen und Erfahrung sammeln ist a la longue sicher eines der besten Heilmittel -- und natürlich tätig bzw. aktiv sein können (Job, Hobbies, Beziehung).

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Wenn man Deinen Werdegang durchliest gibt mehrere Anzeichen  psychischer Erkrankungen die bei Dir vorliegen können. Deine Antriebslosigkeit etwas umzusetzen kann ein Hinweise auf eine bestehende Depression sein. "Gequatsche" und "reißen sie sich zusammen-Motivation" gibt es nicht bei Therapeuten. Wenn jemand an einer Depression erkrankt kannt er geheilt werden. Dazu ist es erforderlich, dass sich der Betroffene völlig auf die Behandlung einlässt und sich nicht verweigert. Die Therapeuten können nur 50 % zur Heilung beitragen. Die andere Hälfte muss der Betroffene selbst dazu beitragen, was der schwierigere Teil ist.

"Wie kann man heilen", "Was soll ich machen", "Kann jemand helfen"? Ja, Depressionen sind heilbar, können jedoch wieder auftreten. Mit einem negativen Vorzeichen sollte man keinesfalls einen Therapeuten aufsuchen. Nicht der Therapeut ist krank! Auch die Art eine Diagnose mit den Worten "sehe ich anders" zu bewerten ist an Zeichen sich nicht einlassen zu wollen. Therapeuten haben viel Erfahrung und jahrelang ihr Fachwissen durch eine Studium sich angeeignet.

Einlassen auf die Therapie! Besserwisserei bringt nichts und gefährdet wie in Deinem Fall die Heilung. Du siehst ja dass sich Deine Situation nicht gebessert hat. Deine Erkrankung ist ambulant behandelbar. Auch eine teilstationäre Behandlung in einer Tagesklinik über die Dauer von mindestens 5 Wochen.

Helfen können die Therapeuten nur denjenigen die sich helfen lassen wollen und nicht alles in Frage stellen. Es liegt an Dir das anzunehmen oder eine Zukunft zu erleben die Dir nicht gefalllen wird.

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Paetze96 17.03.2016, 06:54

Danke dass du mir die Augen öffnest ein Stück weit über mich selbst. Ich denke ich bin wirklich zu ablehnend.

Liegt einfach daran, dass ich damals mit der Therapeutin einmal im Monat geredet habe und das wars.

Jetzt kam es wieder und ich hab gedacht man könne es nicht heilen. Ich will es dauerhaft loswerden.

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, ich werde es mir zu Herzen nehmen!

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extrapilot350 17.03.2016, 07:05
@Paetze96

Das freut mich sehr wenn Du Dir meinen Rat annehmen willst. Noch etwas, mit einmal im Monat ein Gespräch wird Dir nicht richtig geholfen sein. Du solltest versuchen zu Beginn einmal pro Woche ein Gespräch zu führen, dann ausdehen auf alle zwei Wochen. Erst wenn Du Dich wirklich besser fühlst auf einmal monatlich ausdehnen und solltest Du Dich etwas schlechter fühlen sofort auf häufigere Betreuung umschalten.

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Burn out ist momentan voll "in Mode".
Man sagt das jeder Dritte, Anzeihen auf burn out hat.

Wobei man ganz klar sagen kann, dass bei 95 % dieser Manschen ein A****tritt reicht um das angebliche Burn out zu heilen. Denn das angeblichr Burn out, ist das Arbeitsleben.

Die meisten haben keine Lust auf ihre Arbeit, fühlen sich träge und müde.

Entscheide für Dich selbst, ob nicht schon ein "A****tritt" zur Heilung reichen könnte

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Paetze96 17.03.2016, 07:33

Danke für deine Antwort.

Ich denke nicht dass dieser Tritt mir hilft. Hab ich mir oft selber gegeben. Meine Beraterin oder meine Freundin haben es auch vergeblich versucht.

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