Kann man den Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers bei Minijobbern in der ESt-E angeben?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Lieber Mismid versuchen wir doch mal die Diskussion wie Erwachsene zu führen.

Alle Quellen die ich aufgezeigt habe, sprechen doch eindeutig davon, dass eine Berücksichtigung möglich ist. Anderseits führt dies zu einer entsprechenden Kürzung. Je nach Fallgestaltung (Aufstockung oder nicht) wirkt sich dies dann aus oder nicht.

Wenn du nun ständig "nur" behauptest, dass geht nicht, dann drehen wir uns im Kreis. Nur was zu behaupten, ohne es zu belegen, ist ja nicht zielführend.

Nochmals, ich glaube ich muss es öfters wiederholen, es geht nicht darum, ob es sich im speziellen Fall nun in der Steuererklärung auswirkt oder nicht. Es geht um deine pauschale Behauptung.

Wie gesagt, wir können uns ja auf das Zwischenergebnis einigen, dass deine pauschale Aussage "wenn der Arbeitgeber pauschal versteuert kann der Arbeitnehmer auch rein gar nichts steuerlich geltend machen" falsch ist! Oder hältst du immer noch daran fest.

Weil, ganz offensichtlich spielt die pauschale Besteuerung bei der Berücksichtigung der Rentenversicherunngsbeiträge ja keine Rollen. Du argumentierst ja auch nur noch damit, dass es um die Aufstockungsbeiträge (Abweichung vom Ausgangsfall) geht. Dies bedeutet du sagst ja selber, trotz pauschaler Steuer kann man u.U. in der Steuererklärung Rentenversicherungsbeträge (Aufstockung) berücksichtigen. Wie gesagt, damit würdest du selber deine pauschale Aussage widerlegen.

Und nochmals, für den anderen Fall (keine Aufstockung) bringe doch bitte mal eine Quelle aus der hervorgeht, dass man dies nicht in der Steuererklärung angeben kann.Wie schon mehrfach erwähnt, begründe es nicht wieder falsch. Normale Arbeitnehmer erklären ja auch die Arbeitgeberbeträge (selbstredend kommt es dann zu einer Kürzung).

Aber § 10 EStG verwirrt mich...also kommt mir bitte nicht mit irgendwelchen Anlagen V oder so.

Aber genau da ist neuerdings die Eingabe der Rentenversicherungsbeiträge für geringfügige Beschäftigungen möglich, jedoch in der Anlage Vorsorgeaufwand 2014 (und nicht in der Anlage V) unter dem Punkt "Angabe zu Vorsorgeaufwendungen" u. Beiträge zu Altersvorsorge in Ziffer 6 u. 10 (siehe hierzu die Bildanlage):

Diese Angaben sind bei pauschalversteuertem 450-Euro-Minijob, da hier ja keine Lohnsteuererklärung vorliegt! Bei nicht pauschal versteuertem Minijoblohn hast du ja eine Lohnsteuerbescheinigung vorliegen zur Erfassung.

Gruß siola

    nein, wenn der Arbeitgeber pauschal versteuert kann der Arbeitnehmer auch rein gar nichts steuerlich geltend machen

PS: Die Antwort von Mismid ist leider falsch!

Beiträge zu Altersvorsorge - (Finanzen, Versicherung, Steuern)

@kevin1905

Wenn der Minijob pauschal besteuert wurde, hätte er in der EStE nichts zu suchen. Wenn es aber eine Lohnsteuerbescheinigung gab und dort stehen Beiträge zur RV drauf, dann übernimm diese in die Anlage N und schau was passiert.

Hallo Kevin, laut Anlage Vorsorgeaufwand (in Ziffer 6 u. 0) liegst du leider falsch mit deinem ersten Satz:

Bei einem pauschalversteuerten Minijob kann sehr wohl der RV-Beitrag angegeben werden: (siehe hierzu mal die aktuelle Anlage zur Ek-steuererklärung für 2015)

Beiträge zu Altersvorsorge - (Finanzen, Versicherung, Steuern)
"Beiträge des STEUERPFLICHTIGEN"

....Beiträge des jenigen, der die Erklärung ausfüllt.

Wenn der Minijob pauschal besteuert wurde, hätte er in der EStE nichts zu suchen. Wenn es aber eine Lohnsteuerbescheinigung gab und dort stehen Beiträge zur RV drauf, dann übernimm diese in die Anlage N und schau was passiert.

Bei Arbeitnehmern werden die steuerfreien Arbeitgeberbeiträge allerdings bei den Sonderausgaben wieder abgezogen.

78% von maximal 40.000,- € - Arbeitgeberbeiträge zur GRV.

Hefti15 17.01.2015, 16:17

Stimmt wohl wieder mal nicht. Lese mal in folgenden Link nach:

http://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/beruecksichtigung-der-arbeitgeberbeitraege-zur-rentenversicherung-bei-den-sonderausgaben_idesk_PI11525_HI1728547.html

Ich zitierte:

*Bei der Ermittlung des abziehbaren Betrags wird zu den aus versteuertem Einkommen geleisteten Aufwendungen des Arbeitnehmers der steuerfreie Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung hinzugerechnet......Anschließend wird der steuerfreie Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung mit 100 % abgezogen.

Dies gilt auch für den bei geringfügiger Beschäftigung – Mini-Job – steuerfrei gezahlten Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung, unabhängig davon, ob der Beitrag in einer Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen wurde oder ob eine Pauschalbesteuerung erfolgte (ohne Ausweis des Beitrags in einer Lohnsteuerbescheinigung).*

Nochmals, mir geht es um die Richtigkeit der Aussage. Auch falsch begründete Antworten können zum richtigen Ergebnis führen.

Also, m.M. nach ist die Begründung mal wieder falsch. Ob der Minijob pauschal versteuert wurde spielt in Bezug auf die Rentenversicherungbeiträge die man in der Einkommensteuererklärung angeben kann, keine Rolle. Auch spielt ganz offensichtlich die Lohnsteuerbescheinigung und ob da nun Beiträge der RV erfasst wurden (in Bezug auf den Sachverhalt) keine Rolle.

Richtig ist er Hinweis auf die Kürzung um die stfr. AG Beiträge.

Wie gesagt, man muss schon sauber argumentieren. So wie ich die von mir dargestellten Quellen verstehe, kann man sehr wohl die Rentenversicherungsbeiträge aus Mini Jobs in der Steuererklärung geltende machen. Nur stellt sich die Frage, wie sich diese auswirken.

2
Mismid 17.01.2015, 16:40
@Hefti15

du liegst falsch! Nur wenn der Arbeitnehmer freiwillig zusätzlich in die Rentenversicherung eingezahlt hat, können Arbeitgeberanteile auch berücksichtigt werden!!!! In diesem Fall ist dies aber nicht so (siehe Frage!). Mit der Besteuerung hat dies nichts zu tun!

0
siola55 17.01.2015, 17:48
@Mismid

Hey Mismid, da hast du dich aber jetzt total verannt...

Siehe einfach mal in der aktuellen Anlage Vorsorgeaufwand 2014 nach, bevor du solch falsche Aussagen machst!

0

Also, nochmals ein neuer Link der wohl nun endgültig die Frage beantwortet.

http://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/beruecksichtigung-der-arbeitgeberbeitraege-zur-rentenversicherung-bei-den-sonderausgaben_idesk_PI11525_HI1728547.html

Achtung! Wem es "nur" um die Auswirkung geht, der sollte nicht weiterlesen. Der Rest ist nur für Leute, die sich für das Thema interessieren.

Die Fragestellung war ja, ob man den "Beitrag des Arbeitgebers trotzdem auch in der Einkommensteuererklärung angeben". Darauf folgte die Antwort "nein, wenn der Arbeitgeber pauschal versteuert kann der Arbeitnehmer auch rein gar nichts steuerlich geltend machen".

Ganz offensichtlich ist die Antwort falsch. Man kann offensichtlich die Beiträge doch in der ESt-Erklärung angeben. Aber anscheinend hat dies keine Auswirkung (da eine Kürzung in gleicher Höhe erfolgt).

Wie gesagt, die Folgen (keine steuerliche Auswirkung in bei der Festsetzung der ESt) ist bei beiden Antworten die gleiche. Nur ist es ein Unterschied, ob man zum zutreffenden Ergebnis kommt, weil man richtig argumentiert oder ob man aufgrund einer falschen Annahme zufällig "Glück" hatte und auch auf das zutreffende Ergebnis erhält.

Warum ist dies wichtig? Kleine Veränderungen im Ausgangsfall (z.B. Aufstockung der RV-Beiträge durch den Arbeitnehmer), scheinen zu einem anderen Ergebnis zu führen. Weil dann führt die Begründung "wenn der Arbeitgeber pauschal versteuert kann der Arbeitnehmer auch rein gar nichts steuerlich geltend machen" zu dem falschen Ergebnis.

Mismid 17.01.2015, 16:45

in der Frage geht es aber ausschließlich darum, wenn der Arbeitnehmer nicht freiwillige Beträge in die Rentenversicherung zahlt

0
Hefti15 17.01.2015, 17:00
@Mismid

Ich wiederhole gerne nochmals: Und? Ist deine Antwort nun richtig oder nicht?

0
...also kommt mir bitte nicht mit irgendwelchen Anlagen V oder so. 

Sorry - aber die Anlage V ist für Einkommen aus Vermietung und Verpachtung... ???

Gruß siola

nein, wenn der Arbeitgeber pauschal versteuert kann der Arbeitnehmer auch rein gar nichts steuerlich geltend machen

MrKickAss 16.01.2015, 23:12

Sehr gut, vielen Dank. :-)

0
Hefti15 17.01.2015, 12:27

Bist du dir da sicher? Lese mal bei dem Link nach.

0
Hefti15 17.01.2015, 16:31
@Mismid

Lese du die Antwort bzw. die Links und dann denke nochmals nach...

0
Mismid 17.01.2015, 16:41
@Hefti15

Nein du hast es nicht verstanden! In der Frage zahlt der Arbeitnehmer keine freiwilligen Zusatzbeiträge zur Rentenversicherung. Nur dann können auch die Arbeitgeberanteile berücksichtigt werden!!!!!!!!!!!!!

0
siola55 17.01.2015, 19:37

Leider total falsch!!!

Rentenversicherungsbeiträge können sehr wohl auch bei pauschal versteuertem 450-Euro-Minijob in der Anlage Vorsorgeaufwand steuerlich geltend gemacht werden!

1

@MIsmid

Also vorneweg, dass ist nicht mein "Spezialgebiet". Aber lese mal hier nach:

https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2014/392/wie_soll_ich_als_minijobber_beitraege_zur_gesetzlichen_rentenversicherung_angeben

Damit ist doch eigentlich klar, dass deine "grundsätzliche" Aussage falsch ist. Ansetzten kann man dies. Die Frage ist "nur" ob es sich lohnt. Wenn ich nun den letzten Satz (Link) lese, scheint es bei den Aufstockern Fälle zu geben, bei denen es sich lohnt.

Oder hast du andere Infos?

Mismid 17.01.2015, 14:00

hast du die Frage nicht gelesen? Die Frau stockt nichts auf! Daher kann sie auch nichts absetzen! Es werden ja von ihr weder Rentenversicherungsbeiträge noch Steuern einbehalten. Daher kann sie auch nichts anrechnen!

1
Hefti15 17.01.2015, 15:57
@Mismid

Habe die Frage gelesen. Nur wo steht, dass man die Beiträge zur Rentenversicherung nur gelten machen kann, wenn man aufstockt?

0
Hefti15 17.01.2015, 16:07
@Mismid

Mismid, nochmals du argumentierst vollkommen falsch. Bei der Frage, ob man Rentenversicherungsbeträge gelten machen kann, spielt doch m.M. die "Steuer" keine Rolle. Weshalb argumentierst du immer damit? Bei der Einkommensteuer kann man i.d.R. alle Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungen angeben. Ich zitiere mal (Thema gesetz. Rentenversicherung normaler Arbeitnehmer):

Beispiel: Sie zahlen 5.000 Euro in die Rentenversicherung ein, Ihr Arbeitgeber zahlt den gleichen Teil. Von diesen 10.000 Euro Jahresbeitrag ist Ihr abzugsfähiger Anteil (78 Prozent) 7.800 Euro. Da Sie hiervon jedoch den Arbeitgeberanteil bereits steuerfrei erhalten haben, müssen Sie ihn wieder abziehen, es bleiben 2.800 Euro, die sich tatsächlich steuermindernd auswirken.

Also, die Frage ist also, kann man geltend machen oder nicht? Ja man kann was geltend machen, die Frage ist nur, ob es sich auswirkt, oder siehst du es immer noch anders?!?

0
Mismid 17.01.2015, 16:44
@Hefti15

Man kann den Arbeitgeberanteil den dieser in die Knappschaft zahlt, nur anrechnen wenn man freiwillig in die Rentenversicherung die Differenz bezahlt. Mit der Steuer hat es natürlich nichts zu tun. Du interpretierst das falsch!

0
Hefti15 17.01.2015, 17:02
@Mismid

Dann zitiere doch mal. Nenne doch mal eine einzige Quelle. Bisher behauptest du hier nur Sachen.

Nochmals, wie eingangs dargestellt, dass ist sicher nicht mein Spezialgebiet. Deshalb lasse ich mich gerne überzeugen. Nur ist es so, die von mir zitierten Quellen widersprechen dir.

Bin ja mal gespannt....

0

Habe noch einen Link gefunden:

http://treffer.nwb.de/completecontent/dms/content/000/376/Content/000376206.htm

Siehe Randziffer 51.

Das es möglich ist, scheint mir geklärt. Die Frage ist nur, unter welchen Umständen lohnt es sich (siehe anderer Link von mir)?

Kennt sich jemand damit aus?

siola55 18.01.2015, 21:15

Hey Hefti, schon mal auf das Datum von deinem Link geschaut ???

BMF v. 13.09.2010 ! ! !

Kann man den Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers bei Minijobbern in der ESt-E angeben?

Die Einführung des Pflichtbeitrags zur Rentenversicherung erfogte zum 1.1.2013 ! Damit dürfte doch bewiesen sein, daß du dich wirklich auf dem Holzweg befindest :-((

0

Was möchtest Du wissen?