Kann man den Glauben wechseln?

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12 Antworten

In Deutschland ist die Religionsmündigkeit im Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 geregelt. Bereits ab Vollendung des 10. Lebensjahres ist das Kind zu hören, wenn es in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden soll. Ab Vollendung des 12. Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ab Vollendung des 14. Lebensjahres wird in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit erworben.

Die Religionsmündigkeit beinhaltet sowohl das Recht, aus der bisherigen Religionsgemeinschaft auszutreten als auch das Recht, sich einer anderen Religionsgemeinschaft anzuschließen. Mit Eintritt der Religionsmündigkeit kann das Kind eigenverantwortlich entscheiden, ob es am Religionsunterricht teilnehmen möchte oder nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsm%C3%BCndigkeit

http://de.wikipedia.org/wiki/Religionsfreiheit

ist ihr gutes Recht, könnte allerdings Streit mit den Eltern geben je nachdem wie streng gläubig die sind. Sollte man behutsam angehen, sie will ja bestimmt nicht auf ewig von ihrer Familie ausgestoßen werden. Fragt doch einfach mal in einen Pfarrer.

bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres dürfen die Eltern über die Religionszugehörigkeit ihres Kindes bestimmen.

"Gesetz über die religiöse Kindererziehung (RelKErzG)

Da deine Freundin bereits 14 ist, hat sie in Deutschland das Recht, über ihre Religionszugehörigkeit selbst zu bestimmen. Das wird mit Sicherheit Stress zuhause geben. Aber auch dann gibt es Möglichkeiten, z.B. in der Schule mit dem Vertrauenslehrer darüber zu reden, oder wenn's gar nicht anders geht, gibt es den Weg zum Jugendamt.

Das ist schwieriger als ihr vermutet. In den Augen von Muslimen sind Christen - Ungläubige (Unwürdige)! Die Eltern werden nie ihre Zustimmung geben. Wenn das Mädchen zum Christentum konvertiert ist warscheinlich auch ihr Leben in Gefahr. Das meine ich bitter ernst! Sie müsste außerdem mit ihrer Familie brechen. Muslime akzeptieren Christen nicht als Gläubige (wie schon oben geschrieben). Auch kann kein muslimisches Mädchen einen christlichen Mann heiraten. Es sei denn er konvertiert zum muslimischen Glauben.

Schlimmstenfalls wird das Mädchen im Ausland (Herkunftsland der Familie)zwangsverheiratet. In eine ebenfalls streng muslimische Familie gesteckt. Wo die Schwiergereltern sie richtig auf dem Kiker haben. Sie wäre nicht die Erste der das passiert, leider!

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@Mondlachen

Davon abgesehen, dass Muslime Christen und Juden sehr wohl als Gläubige akzeptieren verwechselst du Kultur und Glaube. Zwangsehen sind im Islam nicht erlaubt.

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@latifa86

Habe es im Freundeskreis meiner Großen selber miterlebt, dass ein Mädchen in der Türkei zwangsverheiratet wurde, als sie öfter zu einer christlichen Jugendgruppe ging. Habe über 7 Ecken noch etwas Kontakt zu ihr. Ihr geht es sehr schlecht. Die Schwiegereltern kontrollieren sie, wo sie geht und steht. Ihr Mann schlägt sie. Ihre Eltern sehen es als die einzige richtige Lösung an. Sie wollten das Schlimmste verhindern. Sie geben offen zu, dass sie ihre Tochter zwangsverheiratet haben. Haben dann meine Familie und mich als ungläubiges Pack beschimpft. Wir sind Christen. Das alles habe ich leider nicht geträummt. Nun kannst du ja versuchen mich vom Gegenteil zu überzeugen. Ich werde dir leider aus Enttäuschung nicht glauben. Es tut mir leid!

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@Mondlachen

Im Islam ist es definitiv nicht erlaubt, einen Menschen zwangsweise zu verheiraten. Dazu gibt es eine Überlieferung von Mohammed: „Der Prophet (...) sagte: »Eine ältere Frau darf nur verheiratet werden, wenn dies mit ihr besprochen wurde. Und eine Jungfrau darf nur verheiratet werden, wenn sie der Heirat zustimmt" Was manche Menschen aus kulturellen Gründen tun (und das manchmal aus Unwissenheit mit der Religion verwechseln) steht auf einem anderen Blatt. Nur weil Moslems etwas tun ist das noch lange nicht islamisch. Auch wie diese Menschen euch bezeichnet haben, nämlich als ungläubiges Pack ist absolut unislamisch. Christen und Juden gelten nämlich nicht als ungläubig, da sich der Islam nämlich als Fortführung des Juden- und Christentum sieht. Würdest du es als christlich bezeichnen, wenn ägyptische Kopten (Christen) ihre kleinen Mädchen beschneiden nur weil sie Christen sind? Am deutlichsten ist mir das Ganze geworden als ich mich mit einem aramäischen Bekannten (Christ aus Syrien) unterhalten habe. Seine beiden Schwestern wurden zur Ehe gezwungen. Eine hatte einen deutschen, christlichen Freund und durfte ihn nicht heiraten (beide waren Christen). Wenn sie der Ehe mit einem Aramäer nicht zugestimmt hätte, hätte es laut meinem Bekannten einen Ehrenmord gegeben. Er hat mit seinen Eltern kaum mehr Kontakt, da er sich geweigert hat eine aramäische Cousine zu heiraten und statt dessen lieber studieren wollte. Christlich ist das auch nicht, auch wenn seine Familie davon überzeugt ist, nach ihrem Glauben zu handeln. So oder so ähnlich wird das wohl auch leider bei dem von dir beschriebenen Mädchen sein.

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wenn sie 18 ist, beim amt, vorher theoretisch auch schon, aber praktisch eher nicht vorher...

ab dem 14. lebensjahr darf man sich das alles selbsz aussuchen! aber wenn sie wirklich gläubisch ist und so und dann irgendwann wahrscheinlich eh ausziehen wird, kann ihr es doch egal sein, wie streng ihre eltern nun sind oder? ;-)

hmm also ich weiß nicht wie das bei den Moslem ist, als Katholik zB darfst du bevor du 18 bist nicht ohne Einverständnis der Eltern den Glauben wechseln

nein, das stimmt nicht, man kann ab 14 Jahren aus der Kirche austreten, auch ohne Einverständnis der Eltern.

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@latifa86

echt? ich dachte erst ab 18, oder meinetwegen ab 16. aber ab 14 schon? hmm, wieder was gelernt

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deine Freundin kann sich selbstverständlich ihren Glauben selbst aussuchen. Gesetzliche Vorschriften gibt es hierzu nicht.

vielleicht sollte sie sich auch erst überlegen warum sie Christ werden möchte. Nur weil sie von ihren strengen Eltern wegkommen möchte? Dann hat das nämlich nichts mit dem Glauben zu tun.

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Falsch.

Religionsmündigkeit ist gesetzlich geregelt.

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@Spaghettus

sie hat gefragt wie sie das ändern kann. Da es keine gesetzlichen Vorschriften gibt wie und ob jemand seinen Glauben wechselt habe ich das so geschrieben.

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Wenn sie noch keine 18 Jahre alt ist bruacht sie denke ich mal die Erlaubnis der Eltern...

-braucht sie dafür die erlaubnis der Eltern ?-

Nicht wenn sie über 18 ist. - Sie sollte aber aufpassen, das sie von ihrem großen Bruder nicht abgestochen wird...

nene der klaut handys Oo

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hallo?! wenn man ein echter moslem ist dann ist das eh verboten andere leute zu erstechen auch wenn sie jetzt jüdin werden möchte ... jeder ist doch für sich selbst zuständig und darf nicht zu etwas gezwungen werden...man macht es ja wenn schon für gott und nicht für deine familie ...oder was meinst du??

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@sumileinchen

ja, ich seh das genau so wie du.! ich habe nichts gegen moslems oder den islam, aber die übertreiben echt !!!!!-.-'

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@sumileinchen

@sumileinchen:

Ich habe keine Ahnung davon was Moslems, vom Glauben her dürfen und was nicht. - Wäre aber nicht das erste mal, von wegen Ehrenmord und so...

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die aussage dass sie von ihrem bruder abgestochen wird finde ich respektlos und abwertend! ehrenmord gibt es in jeder kultur und religion hat aber nichts damit zu tun. es liegt an der person selbst, kein christ kein muslim, kein jude und kein hinduist genaugenommen kein mensch auf dieser erde hat das recht jemanden zu töten und schon garnicht im namen der religion. zudem ist mord im islam haram also eine sünde und zwar eine große sünde, die nie verziehen wird.

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Dafür braucht sie in Deutschland die Volljährigkeit.

nein.

RelKErzG § 5: " Nach Vollendung des vierzehnten Lebensjahrs steht dem Kinde die Entscheidung darüber zu, zu welchem religiösen Bekenntnis es sich halten will. Hat das Kind das zwölfte Lebensjahr vollendet, so kann es nicht gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden."

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Solange es nicht der richtige ist ? (Hebr.11,1)

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