Kann man den Glauben an Gott von Zeit zu Zeit verlieren?

23 Antworten

Meinen Glauben an Menschen habe ich schon lange verloren. Es sind natürlich einige darunter, die mir lieb und wert sind. Aber keiner weiss wirklich alles. Und vieles ist auch gelogen. Ideen und Erfindungen sind heute an der Tagesordnung. Wenn man in einer solchen Welt lebt, dann bleibt es nicht aus, dass man diese Realität auch auf Gott überträgt. Zumal es nicht so einfach ist, das richtige Bild von Gott überhaupt zu bekommen. Denn es gibt manche Vorstellungen über ihn, die ihm gar nicht gefallen würden. Ich würde Deine Unsicherheit zum Anlaß nehmen, Gott neu kennen zu lernen. Man kann dies über die Bibel und dort am besten über Bibellehrbriefe, die man zum Beispiel bei der Stimme der Hoffnung bekommt. Manche Lehre über Gott bedarf fraglos einer Reformation. Die hat es ja bekanntermaßen schon gegeben. Es wäre aus meiner Sicht aber notwendig, wenn sie fortgesetzt würde und man wieder zu dem ursprünglichen Gott hindurchdringen würde. Dann ist es auch leichter, an Gott zu glauben.

19

Ja Wilfri, da gebe ich dir vollkommen Recht. Die Reformation ist mit Luther nicht abgeschlossen, sie geht weiter. Ich kann dir dazu ein Buch empfehlen, aktiviere dir diesen Link: www.wagner-verlag.de/Jeffrey_Knipe/ZWO

0

Selbst bei den Gefühlen, die man Menschen entgegenbringt, sind ständige Änderungen Teil des Lebens. Somit ist es nur allzu natürlich, daß sich auch unser Glaube an Gott ändert. Wir machen eine Entwicklung durch, die immer mit Zweifeln und Verlusten verbunden ist. Vertraue auf das, was Du fühlst - und akzeptiere eine Veränderung in Deinem Glauben. Er wird Dir dadurch nicht unbedingt verloren gehen, aber vielleicht sich ändern.

38

sehr schöne antwort. DH

0

Zweifel und Unsicherheit gehören zum Glaubensleben dazu. Es ist völlig normal, daß man sich öfter in so einer Situation sieht. Für gewöhnlich dauert dieser Zustand eine Weile, bevor der Glaube eine Wandlung oder Änderung erfährt und ein Stück weiter wächst, so wie man es vorher nicht erwartet hat. Du kannst Dir einmal die Lebensbeschreibungen von Heiligen und bekannten Gläubigen ansehen, fast alle haben so etwas erlebt und sind daran gewachsen. Es gibt verschiedene Begriffe dafür, z. B. "Trockenheit" oder "Nacht". Die Beziehung zu Gott ist etwas Lebendiges und Bewegtes, kein seliger Dauerzustand.

Nimm es hin und sei geduldig. Gott weiß, wie es Dir geht und schaut Dich auch jetzt an. Es wird sich wieder ändern. Du wirst daraus etwas gelernt haben und ein Stück weiter in Deinem Glauben gewachsen sein. Gruß, viel Glück, q.

Was möchtest Du wissen?