Kann man den Glauben an Gott lernen?

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33 Antworten

Man kann lernen, Dinge von allen Seiten zu betrachten und über den Tellerrand zu schauen.

Man kann jedoch nicht lernen, zu glauben. Glauben hat etwas mit Wahrnehmung zu tun und wird durch Indoktronation und emotionale Konditionierung gebildet, d. h., mittels Indoktrination werden Denkstrukturen so umgebaut, daß manche Dinge nicht mehr wahrgenommen werden und andere Dinge in die Wahrnehmung gelangen und für real gehalten werden, obwohl sie irreal sind.

Darüberhinaus setzt Glauben den unerschütterlichen Willen voraus, daß manche zwingend nach Naturgesetzen ablaufende Dinge auf keinen Fall so sein sollen, wie sie sind. Glauben ist damit auch der feste Wille, daß logische Dinge, die nicht in den Kram passen, so nicht sein sollen.

Unsere Welt ist eine Welt der Wahrnehmung, und unser Geist ist das Ding, das bestimmt, was wir wahrnehmen und was nicht, also das, was wir für wirklich halten und was nicht. Eeligiöser Glaube ist das Werkzeug, mit dem sich der Geist und damit die Wahrnehmungswelt manipulieren läßt.

Wer nichts von dem glaubt, was in der Bibel steht, der glaubt etwas anderes und kann sich ebenfalls gründlich irren, aber er wird so ziemlich alles wahrnehmen, was in der Bibel als Aussagen enthalten ist, die sich gegenseitig ausschließen.

Wer als Tiefgläubiger einer religiösen Richtung angehört, die sich die Bibel zum Aushängeschild gemacht hat, wird nichts von dem wahrnehmen, was zwar in der Bibel steht, aber den eingenommenen Glauben ad absurdum führen könnte.

Tiefreligiöse Menschen zeichnen sich auch dadurch aus, daß sie unfähig sind, ein logisches Gewissen zu haben. Das Gewissen wird dort durch Dogmen ersetzt, die zwar gleichzeitig auch ethisch korrekt sein können, es aber nicht zwangsläufig sein müssen und es oftmals auch nicht sind.

Du möchtes nicht, daß jemand schreibt "Lies die Bibel". Dennoch wird es so sein, daß du umso mehr Widersprüche und Unlogik entdeckst, je häufiger du die Bibel liest, was daran liegt, daß es Schwerstarbeit ist und sehr viel Zeit benötigt, sich von bereits vorhandener religiöser Indoktronation zu lösen.

Letzlich wird aber mindestens so viel "Mensch" in dir stecken, daß du sehr wohl unterscheiden kannst, was ethisch ok ist und was nicht. Wenn du eine Gottesdefinition an der enthaltenen Ethik festmachst und nicht an religiösem Dogmatismus, bei dem Ethik nur ein hier und da gleichzeitig vorkommendes Zufallsergebnis ist, dann führt das mit großer Wahrscheinlichkeit automatisch dazu, daß du anfängst, zwischen beliebigen Kopfkinogöttern und nüchternen Daseinsüberlegungen einen erheblichen Unterschied zu sehen.

Lila14 24.11.2017, 14:17

Tiefreligiöse Menschen zeichnen sich auch dadurch aus, daß sie unfähig sind, ein logisches Gewissen zu haben. 

Das ist aber kein Grundsatz. Vielleicht geht es einigen so, wahrscheinlich vermehrt in der Vergangenheit. Heute - so wird es jedenfalls behauptet - ist man dank den Fortschritten der Technik schlauer und weiß zu hinterfragen und zu erforschen.

Als überzeugter Christ kann ich aber nicht umhin zu sagen, dass dem nicht so ist. Nicht alles ist wahr, was die Wissenschaft sagt - dies wurde schon sehr oft im nachhinein eingesehen, als "man es dann besser wusste" (Bsp. Erde als Kugel: Galileo Galilei, Nikolaus Kopernikus und Hiob 26,7).

Jeder sucht Antworten auf die Fragen: auf persönliche Fragen, auf Sinnfragen (Sinn des Lebens?) und Wahrheitsfragen (was ist wahr? vgl. Joh 18,38 mit Joh 14,6). Und jeder findet seine Antworten scheinbar woanders: der eine unter dem Deckmantel der Gleichgültigkeit, der andere in der Wissenschaft und wieder ein anderer in der bzw. einer Religion.

Aber die Wahrheit ist Absolut. Man kann sie aus verschiedenen Perspektiven betrachten und so ist vielleicht in fast jeder Religion auch eine Spur Wahrheit unter all den Irrtümern vorhanden. Aber die volle Wahrheit in all ihren Teilen ist Absolut und somit ohne Widerspruch.

Als Christ sage ich mit Johannes: Gott ist die Wahrheit. Ich habe die Antwort in der Religion gefunden: im Christentum. Genauer: in dem, was die katholische Kirche, die sog. "Urkirche", vertritt, also die Erlösung durch die Liebe Jesu.

Ein anderer kann mir vielleicht nicht zustimmen, weil er die Wahrheit woanders glaubt, aber tatsächlich ist sie - wie schon gesagt - absolut.

Was ich sagen will, ist dies: Gott, die Wahrheit, ist absolut. Auch die Wissenschaft enthält Teile der Wahrheit, weil Gott es dem Menschen zeigt, d.h Er gewährt ihm immer mehr von Seiner wunderbaren Schöpfung zu entdecken (1.Mose 1,31).

Die Irrtümer stammen vom Hochmut des Menschen, der sich selbst hervor heben will (Bsp. Erde als Mittelpunkt des Universums) durch Herkunft, Wissen oder aus einem anderen Grund.

Wahrheit-Suchende, d.h. alle die Gott noch nicht gefunden haben, da Er allein Wahrheit ist, bezeichnen die zweite Gruppe der Nicht-Suchenden als "Dummköpfe". Sie schütteln den Kopf, weil sie ihren Verstand nicht gebrauchen um zu verstehen, dass das, was sie glauben, nicht wahr ist.

Die zweite Gruppe aber benutzt ihren Verstand aber deshalb nicht, nicht weil sie alles blindlings hinnimmt, sondern weil sie schon gesucht und schon gefunden hat. Die einen suchen noch, die anderen haben schon gefunden - dann brauchen sie ja nicht mehr suchen.

Das ist u.a. auch die Aussage von Matthäus 7,8: Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. 

Wer also wirklich ehrlichen Herzens bemüht ist die Wahrheit zu finden - nicht wie Pilatus, der die lebenswichtige Fragen mit einem Achselzucken abgeschüttelt hat - dem wird sich Gott zeigen, denn das ist das Versprechen Jesu!

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Hallo,

Den Glauben, den sehr religiöse Menschen haben, kann man nicht lernen. Der ist eher wie eine Pflanze, die wachsen kann oder auch nicht.

Ich habe den Eindruck, du fühlst bereits, dass es etwas Großes gibt, das dich mit deinem Denken weit übersteigt. Das ist doch bereits eine gute Übereinstimmung mit deinen Eltern.

Da das, was wir Gott nennen, jenseits unseres Verstandes ist, kannst du ihn mit dem Verstand auch nicht finden. Da hilft auch keine Bibel und schon gar nicht das Alte Testament.

Suche Gott in deinem Herz und in den kleinen Details seiner grandiosen Schöpfung wie in der Natur. Wenn du z.B. das Wunder begreifst, dass du überhaupt existierst, bleibt der Verstand vor Ehrfurcht still.

Vielleicht hilft dir das nicht, dann gebe ich dir den Rat: Sei liebevoll, freundlich und verzeihend, insbesondere mit dir selbst. Das reicht allemal. Denn das ist das Ziel aller Religionen.

Alles Liebe für dich...

Also ich persönlich sehe das so. Wenn ein Mensch seinen Verstand nutzt und aufgrund dessen die Schöpfungslehre hinterfragt bzw. kritisch betrachtet,  er trotz all dem von unserem Gott respektiert/geliebt wird/werden würde. Es ist wichtig seine Mitmenschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Unser Gott hat/hätte uns schließlich als besonderes Individuum auserwählt, welches emphatiefähig und nachdenklich ist. Es ist für viele einfach schwer vorstellbar was und woran man glauben soll. Und gerade diese leere sorgt für das hinterfragen der göttlichen Existenz. Wie ich bereits erwähnt habe bin ich davon überzeugt, dass die Menschen die richtig handeln und Nächstenliebe, Akzeptanz und Reue zeigen von unserem Gott vollkommen akzeptiert werden/geworden wären. Es ist egal ob Jude, Christ, Atheist oder Muslim. Wir alle sind gleich und werden als gleichwertig betrachtet. Ich selbst hinterfrage die göttliche Existenz. Jedoch halte ich mich an meine Prinzipien und verhalte mich so, wie ich denke das unser Gott es für richtig hält/halten würde. Doch obwohl ich mir nicht sicher bin ob ich an einen Gott glauben soll, weiß ich eins. Gott würde meinen Fehler akzeptieren er würde es ok finden, das ich seine Existenz hinterfragt habe. Und wäre froh mich im Jenseits vom gegenteil überzeugt zu haben. Was jedoch viel wichtiger ist, ist gegenseitige Akzeptanz. Denn Gott wollte/hätte gewollt das wir unsere Ansichten gegenseitig Akzeptieren. Selbst wenn es in diesen Ansichten um Gott selbst geht. Ich glaube wenn du deine Eltern respektierst, und ihnen einfach sachlich erklärst wieso du Gott hinterfragst werden sie es schon verkraften. Sich selbst etwas aufzuzwingen was man nicht will/ist ist auch nicht richtig. Und deshalb solltest du in diesem Bereich liberal handeln.

Ich hoffe ich konnte dir helfen aber letztendlich liegt es an dir wie du handelst.

 

Nein.

"Lernen" geht über den Kopf, und das funzt im Glauben nicht. Es ist genau so hoffnungslos wie "lieben lernen".

Glauben ist Herzenssache. Womit ich nicht sagen will, dass man den Verstand ausschalten soll. Im Gegenteil! Nachdenken und Dinge über Religion lernen kann und soll den Glauben vertiefen. Aber es ist kein guter Zugangsweg, wenn nicht ein persönliches Berührtsein durch Gott hinzu kommt.

Mein Rat: Entspann dich ein bischen! Du musst nicht zwingend dem Glaubensweg deiner Familie zu folgen. Ein bischen Abstand kann da ganz gut sein und ist in deinem Alter eigentlich auch ganz normal. Gönne dir ruhig eine Phase religiöser Abstinenz.

Vielleicht ergeben sich für dich ganz andere Wege zum Glauben - deinem ganz persönlichen Glauben! - als der deiner Familie. Aber das kannst du nicht erzwingen.

Lass dir erst einmal Zeit! ^^

Grüß Dich IchbinIch10!

Das kann man lernen. Aber dieses Lernen ist an Erfahrung und Erleben geknüpft.

Nur was sollte man lernen?

Und was sollte man dafür erleben?

Und was heißt überhaupt Gott?

Wie hat man sich das vernünftigerweise vorzustellen?

Es wird etwas Anderes sein als Deine Eltern Dir einzutrichtern versuchten!

Doch es muss Dir klar sein, Deinen Glauben zu entwickeln erfordert insofern Mut , als das Du nach Argumenten suchen solltest, die Du auch unter der Kontrolle der Vernunft gegenüber den Eltern vertreten kannst. Das ist ganz und gar nicht einfach, aber Dein Mut wird sich lohnen und dann wirst Du auch bereit sein, die Folgen möglicherweise auf Dich zu nehmen.

Deine Frage könnte meiner Meinung nach zufriedenstellend beantwortet werden, wenn Du meinen Vortrag liest, den ich in Kassel hielt und in meinem Profil unter 'Religiosität, - aber wie?' zu finden ist (Link). Es wird auf Deine Überzeugung ankommen, ob Du dem auch folgen kannst, was ich schrieb.

Ich denke, es wird sich lohnen! Versuch es mal.

Glauben heißt nicht unbedingt nichts zu wissen. Was muss etwas wissen, um etwas glaubwürdig zu finden. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Und das ist nicht gut!

Herzlichen Gruß

Rüdiger

gibt es irgend eine Möglichkeit sich das glauben an Gott anzutrainieren oder zu lernen

Du könntest versuchen dir selbst eine Gehirnwäsche zu verpassen und dir jeden tag den ganzen Tag einreden das du an Gott glaubst. 

Oder bis zu ausziehst so tun das du glaubst, um deine Familie nicht zu enttäuschen. Und dann ein friedliches, selbstbestimmtes Leben leben wo du nur dir selbst rechenschaft schuldig bist. 

Ich denke, wenn deine Familie dich liebt werden sie akzeptieren müssen das der Glaube nicht den weg zu dir gefunden hat. Dem christlichen Glauben nach, muss diese Tatsache ja auch Gottgewollt sein. Wenn er schon allmächtig sein soll... 

Es geht darum, dass du eine Beziehung mit Jesus hast. Über Jesus zu lesen und über das Christentum in der Theorie bescheid zu wissen ist eine Sache, aber eine reale Beziehung mit dem LEBENDIGEN Gott zu haben ist etwas ganz anderes. Sei Feuer und Flamme für Ihn, voller Liebe, Bewunderung und Verehrung, nicht nur lauwarm und äußerlich religiös. Bete, dass Gott dir ein Herz gebe das Ihn Tag und Nacht lobpreist und du Ihn wahrhaftig kennst. Gehe höchstpersönlich zu Ihm und lerne Ihn kennen! 😊 

Und zu deiner Frage: Ja Religion kannst du dir antrainieren, aber was bringt dir dieser leere Glauben? Konzentriere dich darauf Ihm wirklich nahe zu kommen, alles andere wird ER dir beibringen. 

Zu Deinem  "....sicher nicht an einen solchen wie den biblischen":

Was Dir diesbezüglich einfach als unlogisch  bzw. "aus den Fingern gesogen" erscheint - Du erkennst es so als durchaus absolut zutreffend !

Zudem - "Glauben" bedeutet letztlich nur "nichts wissen".

Es steht jedem Mensch völlig frei, das "Phänomen Gott" für sich-selbst-erkennend so zu betrachten, wie man es in seinem Inneren gerne möchte.

Daraus kann sich tiefes Vertrauen zu sein-ES-Selbst-in-Dir-selbst bilden.

Du enttäuschst damit auch nicht Deine Familie. Du hilfst ihr !

Du bist schon auf dem richtigen Weg der Erkenntnis !

Alles Liebe !

Ich bin der Meinung das es zwar möglich ist, aber äußerst ungesund für den Verstand. Denn du würdest dir ja nur einreden dran zu glauben, und so was kann das Unterbewusstsein ganz schön stressen.

Ich meine, könntest du "glauben" das 1+1= 5 ist, obwohl du es besser weist? Wenn man einmal die Erkenntnis hat, das es keinen Gott gibt, ist es schwer sich etwas anderes einzureden. Wahrscheinlich ist es leichter wenn man irgendwas erlebt, wo man was göttliches reininterpretieren kann, wie eine Nahtoderfahrung, aber so was absichtlich herbei zu führen nur um hinterher vielleicht an einen Gott glauben zu können, wäre ziemlich dumm...

Du musst es deiner Familie ja nicht ständig unter die Nase reiben das du nicht an Gott glaubst, aber ich denke eh, das ein "Falscher" Glaube (also im Sinne von Vorgetäuscht) für sie schlimmer wäre als gar keiner oder meinst du nicht?

Hallo

also aus meiner Erfahrung war das so, dass ich zwar immer geglaubt habe, es gibt einen Gott, eine höhere Macht aber ich bin dadurch dass meine Mutter frühzeitig aus meiner Sicht Kontakt mit den Zeugen Jehovas hatte leider nicht geistig angesprochen worden. ZJ glauben, man müsste ständig Erkenntnis in sich aufnehmen um gerettet zu werden, daher studieren sie ein Buch der WTG nach dem anderen und einen Wachtturm nach dem nächsten und merken dabei nicht, dass sie eigentlich nichts lernen was von Bedeutung ist. Zum einen ändern sich deren Lehren ständig und zum anderen ist Jesus für sie lediglich ein Vorbild und nur der Erzengel Michael. Der Heilige Geist ist nur Energie, die wirksame Kraft Gottes und in den Himmel wollen die meisten ZJ nicht.

Sie haben ein materialistisches Weltbild, der Mensch ist nur Materie und wenn er stirbt, dann hört er auf zu existieren. Eine Auferstehung wie in der Bibel gibt es daher bei ZJ nicht, es ist eher so, dass Gott aus dem Gedächtnis eine Kopie neu erschafft.

Aufgrund dieser Erziehung war der ganze Glaube eher ein Funktionieren. Mach alles, was man dir sagt und dann geht es dir gut. Sobald ich anfing, zu zweifeln, kamen die Nachteile. Als Kind bin ich dann auch bald ausgezogen, nachdem ich volljährig war. Dann habe ich als Erwachsener nochmal aufgrund meiner Frau den Schritt gewagt und neu mit den ZJ angefangen und war auch jahrelang dabei aber immer noch fehlte der Glaube. Es war eher Auswendig lernen und nachplappern. Es fehlte etwas. Die Beziehung zu Gott. Als Freund Gottes, wie ZJ immer sagen, hat man nun mal nicht so eine Beziehung als wenn man ein Kind Gottes sein darf.

Erst als ich mich von den ZJ innerlich getrennt und die Bibel neu gelesen  haben, kam die Erkenntnis. Stell dir vor, du schaust auf ein Bild und weisst, dort ist eine Rose, aber so versteckt, dass sie nicht sofort auffällt. Du untersuchst die Farben, die Linien aber immer so dicht, dass du nie das gesamte Bild betrachtest und dich auch nie auf eine Rose konzentrierst. Dann kannst du jahrelang Erkenntnis vom Bild aufnehmen ohne die Rose zu finden.  So war es mit mir. Jesus Christus war für mich aufgrund der ZJ nur ein Engel, ein Vorbild, dass man sowieso nie erreichte. Er war nur für die Gesalbten gestorben (so nennen die ZJ die welche in den Himmel sollen und dass sind nur 144.000. Damals waren noch 9000 davon auf der Welt, angeblich die letzten und wenn diese gestorben wären kommt Harmagedon. Heute gibt es wieder 18,000) und ich musste mir als ZJ sowieso dass Leben durch Predigen verdienen. Daher konzentrierte ich mich wie alle ZJ auf Jehova, der war viel wichtiger. Und so habe ich Jesus nicht erkannt.

Irgendwann beim Bibellesen kam die Erkenntnis. Jesus ist Gott. Das war für mich der Schlüssel zum Glauben. Mit einem Mal spürte ich die Liebe Gottes förmlich Gott selbst ist in seiner Liebe Mensch geworden damit ich gerettet bin. Jesus bekam eine ganz andere Rolle. Er wurde der Mittelpunkt in meinem Leben. Er war nicht mehr Vorbild, er war mein Leben. Ich habe ihm aus Dankbarkeit mein Leben übergeben und ihn um Verzeihung gebeten. Von dem Tag an ist mein Glauben an Gott, der sich für mich geopfert hat damit ich irgendwann bei ihm sein kann, gewachsen und lebendig geworden.

Mein Ratschlag, versuche herauszufinden, wer Jesus wirklich war und wie du eine persönliche Beziehung zu ihm haben kannst, Bitte ihn in dein Leben und er wird dir vielleicht den Glauben schenken den du haben willst. Ich gönne es dir. Denn jeder, der Jesus als Herrn angenommen hat ist gerettet und kann frei durchs Leben gehen ohne Angst.

Bibel lesen reicht nicht. Lese die Bibel unter der Frage, Wer ist Jesus Christus. Und versuche zu ERKENNEN.

Glauben ist nichts, das man lernen kann - es ist etwas, für das man sich entscheiden muss. Ich glaube an etwas oder nicht. Erst wenn man sich dafür entscheidet, kann man auch damit zusammenhängende Erfahrungen machen, weil man erst dann für solche offen ist. Ist wie mit Wein, von dem man erst zuverlässig weiss, wie er schmeckt und wirkt, wenn man ihn geöffnet und probiert hat. Glauben an Gott ist nicht logisch. Von aussen betrachten und beurteilen wollen führt zu nichts. Glauben hat eigentlich nichts mit Religiösität zu tun, wie man sie gemeinhin versteht.

Mindestens kannst du hinzu lernen, wenn du bereits einen Glauben hast. Doch das soll nicht nur Addition sein, sondern auch Selektion, denn die Irrwege sind zahlreich und vielfältig.

Ein paar Tipps, wie du vielleicht deinen Glauben an Gott finden bzw. stärken kannst:

  • Den - neben dem Gebet - wichtigsten Tipp muss ich trotz der Anmerkung in deiner Frage trotzdem geben: In der Bibel lesen. Besonders der Epheser-Brief könnte sehr interessant sein, da er die wunderbare Stellung beschreibt, die wir Christen in unserem Herrn Jesus haben dürfen. Für viele ist dieser Brief deshalb ein sehr aufmunterndes Buch.
  • Bibelstellen aufschreiben, die dich besonders ansprechen.
  • Christliche Literatur zur Bibel lesen oder Predigten hören. Im Internet gibt es eine große Auswahl, z. B. bei http://www.sermon-online.de
  • Mit anderen Christen über den Glauben sprechen.
  • In eine christliche Kirche oder Gemeinde gehen, in der es dir gefällt, wo die Leute nett und freundlich sind und in der eine bibeltreue Verkündigung stattfindet.
  • Gott im Gebet deine Gedanken mitteilen, ihm alles anvertrauen und mit ihm wie mit einem Freund und Vater sprechen. Du kannst ihn fragen, dass er dir helfen soll, sein Wort (die Bibel) zu verstehen und deinen Glauben zu stärken. 

Wichtig finde ich vor allem, ganz fest darauf zu vertrauen, dass Gottes Verheißungen, die in der Bibel aufgeschrieben sind, die absolute Wahrheit sind. Du kannst dich also fest darauf verlassen. Beispiele dafür:

"Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!" Matthäus 7,7 

"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Johannes 3,16

"Ohne Glauben ist´s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt." Hebräer 11,6

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." Johannes 5,24

"Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes." 1. Johannes 5,13

"Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn!" Psalm 40,5

marinchen65 24.11.2017, 13:44

Gute Antwort !

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Hallo IchbinIch!

Glaube ist eine Herzensangelegenheit, d.h. dass sich der Glaube an Gott nicht erzwingen lässt. Im Buch Hebräer wird das Wort „Glaube" auch mit „Vertrauen" übersetzt, und Vertrauen hat man widerum in einer Beziehung. Wenn du nicht an Gott glauben möchtest, dann kannst du auch keine Beziehung mit Gott haben.

»Nun ist es so das ich nicht an einen Gott glaube, mir erscheint das ganze einfach so unlogisch und aus den Fingern gesogen , jedenfalls sicher nicht an einen solchen wie den biblischen.«

Ich verstehe, was du meinst. Allerdings ist auch das Christentum nicht etwas, das man ohne wenn und aber glauben muss, es gibt sehr viele (wissenschaftliche) Hinweise darauf, dass das Christentum bzw die Bibel wahr ist.

Ich würde dir empfehlen, da mal mit deiner Fam offen und ehrlich darüber zu sprechen und ihnen zu sagen, warum genau du nicht an Gott glauben willst/kannst. Auch deine Eltern hatten bestimmt schon die ein oder andere Glaubenskrise und können deine Zweifel nachvollziehen.

Wenn du es deiner Familie nicht sagen willst, kannst du mich auch gerne privat anschreiben und sagen, was genau dir unlogisch erscheint.

Lg

Ich denke, dass Glaube generell immer eine Frage ist, ob man sich drauf einlassen kann oder nicht.

Wenn man diesen Punkt nicht erreicht an dem man der Meinung ist, dass man einen Bezug zu Gott oder wem auch immer hat, dann kann man das auch nicht forcieren.

Nein , lernen kann man das nicht .Man kann in seinem Herzen nur weiterhin suchen und beten : "Gott , wenn es dich gibt , dann zeig dich mir ". Bisher hat Gott sich von jedem aufrichtig Suchenden finden lassen und zwar so individuell , daß es total zu dir passt .Manchmal muß man etwas warten , aber wenn es kommt weißt du es sicher . 

Hi,

Bibel lesen ist eine Sache, verstehen eine andere. Du konntest mit dem Buch nichts anfangen, weil du es nicht verstanden hast.
Es gibt etwas, waa die Bibel hat und sonst keine andere Schrift...Prophezeiung und Erfüllung
Jesus sagt in joh14 wir sollen an das glauben was er gesagt hat, wenn es geschieht.
Glauben lernen wird nicht gehen aber du wirst eine überzeugung haben, wenn du erkennst wie die Bibel zusammen hängt. Dafür reicht allerdings nur lesen nicht...

Ja, du kannst es simulieren, aber das waere nicht echt. Deine Familie weiss ja auch nicht was oder wer Gott ist, sie suchen im Glauben ihr Heil.

Aber so koennen sie niemals wissen, dass Gott eine Erfahrung ist und kein Glaube. Ich will nicht den Glauben runtermachen, der hilft einem im tiefen Tal, aber wenn du wirklich wissen willst was Sache ist, dann musst du dich der Absolutheit in dir naehern und sie nicht im Aussen suchen.

Aber wie gesagt, simulieren ist in deinem Zustand sicher besser als Familienstreit heraufzubeschwoeren. Die anderen simulieren auch, sie wissen ja nichts, denke immer daran ...

Du kannst auch ohne die Bibel an Gott glauben. Denk daran, dass wir leben, lieben, fühlen, und unser Leben muss einen Sinn haben. Lies über andere Religionen. 

Du willst Dir also den Glauben an Gott (an welchen übrigens??), den Du nicht hast, "antrainieren" oder "erlernen"!

Dazu empfehle ich mal folgendes:

https://heukelbach.org/podcast/ist-glaube-erlernbar/

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Dann berührst Du die große Frage der "Heuchelei", die in der Bibel sehr oft abgelehnt wird (z. B. Mt 23,28; Jak 3,17).

Dort werden aber (trotz des 8. Gebotes: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.") sog. Notlügen toleriert und sogar gefördert (z. B. Mk 14, 66-72, wo Petrus aus Selbsterhaltungstrieb seinen Herrn und Meister gleich dreimal verleugnete; oder die Lügen des Abraham in 1.Mose 12, 18 und des Isaak in 1.Mose 26,6 wegen ihrer Frauen).

Jesus soll seine Feinde nicht ein einziges Mal belogen haben (seine Freunde schon gar nicht!), aber sehr oft gab er ihnen eine sehr verschwommene Antwort, mit der Absicht, die ganze Wahrheit zu verschleiern. Er sprach absichtlich in Gleichnissen, um den Skeptikern, die ihr Recht auf die Wahrheit verwirkt hatten, diese zu verbergen (z. B. Mt 13,10-13). 

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Wenn Du also aus Deinem Dilemma rauswillst, solltest Du 

A) entweder keine Heuchelei betreiben und Deiner Familie klar und ehrlich sagen, dass Du nicht an "ihn" glaubst (als echte Christen werden sie Dich trotzdem lieben), oder

B) Dir eine Notlüge aufbauen, damit Deine Familie der Meinung ist, Du hättest zu Gott gefunden (es ist möglicherweise für Dich wie für Petrus existenzgefährdend, wenn Du die Wahrheit sagst) - aber das ist die schlechte Lösung; oder aber

C) versuchen, an allen möglichen Veranstaltungen zur Suche und Findung Gottes teilnehmen, die Bibel lesen, jeden Ansatz von Missionierung über Dich ergehen lassen, beten usw. - vielleicht findet "er" Dich und nimmt Dich in "seine Herde" auf (das ist der komplizierteste und schlussendlich sinnloseste Weg - denn Gott gibt es nicht! Wozu also seine Kraft vergeuden?!) 

Wenn "er" Dich nicht aufnimmt....  - siehe Punkte A) und/oder B.

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