Kann man den Ausbildungsbetrieb zum 2 Lehrjahr wechseln?

4 Antworten

Bei Problemen während der Ausbildung am besten immer sich an die zuständige IHK wenden. Die sollen unter Andrem nämlich auch sicherstellen, dass in der Ausbildung Inhalte vermittelt werden. Da die Kammern auch die Prüfungen stellen ist denen eben daran gelegen, welche Sachen die Firmen innerhalb der Ausbildung den Azubis beibringen sollen. Passiert das nicht, weil der Azubi in der Firma eben nur "zum Halle kehren" verschlissen wird oder eine wirkliche Ausbildung aus anderen Gründen quasi nicht stattfindet, kann es auch Ärger für den Betrieb bedeuten.

Aber da Du als Azubi sicher einen Ausbildungsnachweis führen musst, sollte Eure Rumhängerei dann auch da wenigstens ein irgendeiner weise dokumentiert sein. Du müsstest also über Wochen da stehen haben: Arbeiten am PC oder Ähnliches. Da Dein Ausbildungsbetrieb diese Berichte abzeichnen muss, würde er quasie bestätigen, dass Ihr nur am PC hängt. Nur um zu klären, dass der Ausbildungsnachweis nicht dazu da ist um Auzubis zu quälen, sondern eben für beide Seiten (Bzubi und Betrieb) eine Dokumentation dessen, was in der Zeit gemacht wurde darstellen soll! Also wäre es aus Deiner Sicht gut, den Ausbildungsnachweis auch ehrlich und genau zu führen. Wenn Ihr also am PC arbeitet und z.b. mit einem Programm irgendwelche Aufgaben erledigt ist das ja was anderes als wenn ihr durchs Netz surft. Beides kann man klar und unterscheidbar eintragen, wenn man eben nicht nur "Arbeiten am PC" schreibt.

Wenn Dein Beruf nun wochelanges Arbeiten am PC vorsieht, dann wird das vielleicht noch nicht mal so ungewöhnlich sein. Wenn Du aber etwas machst, bei dem der PC nur untergeordnet eine Rolle spielt, wäre dass dann schon ein Beleg, dass bei Euch in der Ausbildung nicht alles so läuft wie es sollte. Steht aber dann vielleicht sogar wochenlang darin "Surfen im Netz" und ist auch noch am Ausbildungsbetrieb abgezeichnet, wäre das dann ein Beleg, dass bei euch die Vermittlung von bildungsrelevantem Inhalten zu kurz kommt.

Das würde ich erstmal prüfen, bzw. mit dem Ausbildungsberater bei der Kammer versuchen auszuloten. Im Zweifelsfall sind diese Leute dann auch hilfreich, wenn es wirklich zu einem Wechsel des Ausbildungsbetriebes kommen sollte.

Ja das geht. Hat eine Freundin von mir gerade erst gemacht. Zuerst Vorstellungsgepräch, damit die die Stelle auch sicher ist. Dann erkundigt ob die Leistungen auch alle übernommen werden können (was bei Ihr der Fall war). Dann beim alten gekündigt. Zudem war noch irgendein Dokument für den Wechsel der Stelle notwendig. Habe leider gerade nicht im Kopf wie das hieß. Auf jeden Fall irgendso eine Art Bestätigung des wechsels.

Ist natürlich nur so wenn es das gleiche ist. Wenn es was anderes ist musst du die Ausbildung neu anfangen.

Wenn du die Firma wechseln möchtest, kannst du das machen. Allerdings musst du dazu mit deinem Ausbildungsbetrieb einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, d.h. dein Betrieb muss damit einverstanden sein. 

Wenn du normal kündigst, kannst du deinen Ausbildungsberuf nicht mehr weiterführen, sondern musst dich dann für einen anderen entscheiden.

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