Kann man dass denn so machen?

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2 Antworten

Wie Du schon erkannt hast, ist ein Großteil Deiner Fragen etwas für "Experten", sprich: Standesamt und Ausländerbehörde. Das mit der Miete ist wohl das kleinste Problem.

  • Das Standesamt könnt Ihr jederzeit aufsuchen, und das solltet Ihr auch - gemeinsam! Die beißen nicht und verpflichten Euch auch zu nichts. Es wird Euch sagen, welche Unterlagen Ihr braucht bzw. diese anfordern, was bei Syrien ja sicher nicht ganz einfach ist. Dieser "Papierkram" ist entscheidend und kann gar nicht früh genug angefangen werden, sowas zieht sich, z.B. "Ehefähigkeitszeugnisse".
  • Wichtig ist auch der aktuelle Aufenthaltstitel Deines Verlobten. Zwar gibt es kein besonderes Gesetz, das die Heirat mit einem Asylbewerber/ Flüchtling verbieten würde, aber das Standesamt kann seine Mithilfe verweigern, wenn dadurch ein Aufenthalt "erschlichen" werden soll. Ob sich durch Eheschließung etwas an seinem jetzigen Aufenthaltstitel ändert, kann ich nicht ohne weiteres sagen.
  • Mit den Informationen des Standesamtes könnt Ihr auch besser abschätzen, ob das mit Sommer 2017 realistisch ist und was Ihr vorher noch zu klären habt. Google doch schon mal "Eheschließung Deutsche Ausländer".
  • Eine Wohnung in Bonn könnt Ihr anmieten - wobei der Vermieter sicher einen Nachweis über Eure Zahlungsfähigkeit (Du Schülerin/ Studentin, er bei einer Reinigungsfirma und mit Asylstatus[?]) haben möchte. Außerdem müsst Ihr auch die Wohnung in Schuss halten, selbst wenn Ihr noch nicht darin wohnt. Aber ganz ehrlich: Warum wollt Ihr schon Miete zahlen, obwohl Ihr nicht dort wohnt? Wenn Bonn nicht gerade Wohnungsmangel hat, könnt Ihr das doch auch später noch machen und jetzt Geld sparen. Das Leben außerhalb des Elternhauses ist teuer!

Ob eine Ehe mit 19 und ohne vorheriges Zusammenleben eine sinnvolle Sache ist maße ich mir nicht an zu beurteilen, aber vielleicht solltet Ihr das mal Vertrauenspersonen fragen, die schon länger verheiratet sind (oder waren).

Euch alles Gute! :-)

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Also klar könnt ihr ne Wohnung mieten, ohne drin zu wohnen. Das ist dann der Zweitwohnsitz. Aber Achtung. Viele Städte erheben eine Zweitwohnsitz Steuer, da mal vorher in Bonn nachfragen.

Auch kann es schwirig sein das er sich als Mietnehmer eintragen lässt, da er die deutsche Staatsbürgerschaft nicht hat. Du könntest die Wohnung allein auf deinen Nahmen mieten. Dann haftest du aber auch alleine für alle Kosten.

Und noch eine persönliche Anmerkung, nicht böse gemeint.

Du bist 19. Du bist dir ganz sicher, das er dich aus Liebe heiratet und nicht nur wegen seinem Aufenthaltsstatus.

Die Rechtslage dazu ist mir nicht bekannt.

Gut ich kenne bei euch nicht die Religiösen Hintergründe. Aber du bist schon so lange in Deutschland. Wollt ihr nicht erst mal ne Zeit zusammenwohnen, um zusehen ob das gut geht, und dann sich erst fürs Leben binden.

Ich weiß, verliebte junge Menschen pfeifen auf den Rat einer Lebenserfahrenen Frau.

Aber was, wenn es wirklich nur um sein Bleiberecht geht.

Im übrigen würde ich auch schon jetzt anfangen, bei den Ämtern wegen dem Papierkram nachzufragen. Behörden sind nicht so schnell.

Ich wünsch euch trotzdem alles gute.

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