Kann man das Vortragen vor einer Gruppe erlernen oder hat man das einfach in den Genen und kann das?

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10 Antworten

Das kann man erlernen; so wie man alles erlernen kann. "Lernen" bedeutet in dem Zusammenhang, es zu tun. Am Anfang wird der Vortrag unvollkommen sein. So wie bei jemandem der beginnt, ein Musikinstrument zu erlernen. Zu Beginn sind die Töne "schief", werden aber von Mal zu Mal besser.

Ich gebe Dir ein Beispiel: in diesem Video hält ein junger Mann das erste Mal einen Vortrag über eine besondere Schule in Russland. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Konzept in den deutsprachigen Raum zu bringen. Ich glaube, er spricht vor etwa 70 Leuten.


Unter dem Titel "Lernmethoden der Schetinin Schule von Richard Kandlin. Teil 1 Vortrag" gibt es ein zweites Video, in dem er den Vortrag ein weiteres Mal hält. Vermutlich siehst Du es schon in der Vorschau in der rechten Spalte. Schau Dir die Unterschiede an. Du musst nicht alles ansehen. Wenn Du auf YouTube den Namen Richard Kandlin suchst, gibt es weitere Videos mit ihm.


Dadurch, dass er immer wieder vor Leuten gesprochen hat, ist er besser geworden. Er hat sich nicht gesagt, ich werde jetzt mal das Sprechen vor vielen Leuten üben, bevor ich vor vielen Leuten spreche. Er hat es einfach getan.

Gruß Matti

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Yannick1998 09.01.2016, 14:45

Okay vielen Dank

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Yannick1998 09.01.2016, 14:47

Hey hab den Anfang geschaut und ungefähr so trage ich vor 🙈

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Yannick1998 09.01.2016, 14:49

Fachlich hat er Ahnung aber vortragen kann er nicht und genau des ist auch mein Problem 😁

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Kuhlmann26 09.01.2016, 16:05
@Yannick1998

Mir ging es vor allem um den Unterschied zwischen den beiden Vorträgen und der ist schon zu bemerken. Im ersten Vortrag ist doch noch sehr unsicher und im Anschluss an den anderen Vortrag gibt es noch einen Frageteil in einem weiteren Video.

An der Schule von der er berichtet gibt es Elfjährige, die ein Abitur haben und selbst als Lehrer fungieren. Allerdings nicht so, wie wir uns einen Lehrer vorstellen. Dort wird in einem Jahr gelernt, was man hier in 10 Schuljahren lernt. Kein Witz!

Natürlich gibt es geborene Redner. So wie es geborene Fußballer und Tänzer gibt. Dennoch kann man alles lernen, wenn man will. Dazu gehört Übung. Um etwas ganz perfekt zu beherrschen, muss man es 10.000 Stunden getan haben. Wurde untersucht.

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Yannick1998 11.01.2016, 10:57

Okay vielen Dank :))

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Kuhlmann26 11.01.2016, 11:59

Ich danke Dir für den Stern.

Gruß Matti

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Vortragen liegt nicht in den Genen. Das kann man lernen. 

Und im Prinzip macht es ja kaum einen Unterschied, ob du nun zwei oder fünfzehn Minuten reden musst. Mit den zwei Minuten hast du ja keine Probleme. Also müssten mit ein bisschen Übung auch die fünfzehn Minuten zu schaffen sein. 

Schlecht finde ich allerdings, dass du es auswendig lernst und dann runterratterst. Damit schießt du dich selbst ins Aus. 

Mache dir Gedanken, wie du den Vortrag interessanter gestalten kannst. Und denke an die Zuhörer, die dem ja aufmerksam folgen sollen. 

Alles Gute

Virginia

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Yannick1998 09.01.2016, 11:38

Okay vielen Dank ... Ja mit dem auswendig lernen ist echt nicht gut ... Weiß zwar jedes Wort aber es kommt dann nicht gelassen rüber und auch nicht mit eigenen Worten ...

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Hallo, ich kann Weihnachtsfrau5 nur zustimmen: üben, üben, üben! Die meisten Redner sind keine 'geborenen Redner', sondern mussten das öffentliche Reden mühsam erlernen.

Als ich anfing zu studieren, haben mich die anderen (meist älteren) Studenten ziemlich verunsichert, die sich meldeten - und dann endlos laberten, mit vielen Fremdworten etc. Da hab ich mich kaum noch getraut, etwas zu sagen. Irgendwann habe ich mir selbst die Aufgabe gestellt: "In jedem Seminar machst Du den Mund auf!" Das hat geklappt, ich habe langsam die Scheu verloren.

Ich vergleiche das gerne mit einem Musikinstrument: Als Anfänger ist es unangenehm, vor anderen Musik zu machen. Mit der Zeit weiß man, dass man man gut spielen kann - aber das Auftreten kann immer noch unangenehm sein. Irgendwann lernt man - durch regelmäßiges Trainieren - dass die Auftritte klappen werden, egal, ob man aufgeregt ist oder nicht.

Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste: Das man so viel Übung hat, dass man sich innerlich darauf verlassen kann, dass alles gut gehen wird. Aufgeregt sind z.B. auch viele Profi-Musiker, es kann also nicht darum gehen, überhaupt nicht mehr aufgeregt zu sein. Die 'Kunst' ist, durch die Aufregung hindurch zu gehen und trotzdem eine gute 'Show' abzuliefern.

Das steigert auch das Selbstbewusstsein und irgendwann wird die Aufregung von ganz alleine weniger (und sie wird auch weniger wichtig). Ganz wichtig ist auch: fehlertolerant sein. Nicht jeder Auftritt wird sofort perfekt. Aber je öfter man ihn vorher übt, um so besser wird er am Ende sein.

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Yannick1998 09.01.2016, 12:57

Okay vielen Dank

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Für einen längeren Vortrag empfehle ich, diesen nur zu strukturieren und den Ablauf stichpunktartig zu notieren. So kann man nachschauen, wenn man den Faden verloren hat, muss aber alles live ausformulieren. Voraussetzung ist natürlich, dass man sicher im Thema ist.

Die Scheu zu überwinden, kann man natürlich ein Stück weit lernen. Aber selbst große Schauspieler haben immer noch Lampenfieber. Das ist auch gut so.  Das sorgt für die nötige Spannung in Dir selbst, um diese zum Publikum zu übertragen. Diese Scheu ist also bis zu einem bestimmten Maß nichts Schlechtes, sondern wichtiges Werkzeug des Vortrags.

Ich muss mich immer zwingen, langsamer zu sprechen. Das ist für mich am schwierigsten. Aber genau das macht den Vortrag dann für die Hörer angenehmer.

Es gibt sicher manche, die von Natur aus zum Redner geboren sind. Wir müssen uns das erarbeiten. Tabletten sind da der falsche Weg.

Sicherheit im Thema, Überzeugung und ein roter Faden sind die wichtigsten Hilfsmittel.

Btw. Was ist eine GFS?

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Yannick1998 09.01.2016, 12:05

Okay vielen Dank . Das ist im Gymnasium eine Wissenschaftliche Arbeit , mit Ausarbeitung und 15-20 Minuten Vortrag . Müssen 1 GFS im Fach unserer Wahl pro Halbjahr halten

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Das kann eigentlich jeder erlenen!
Übe doch einfach vor dem Spiegel dein Auftreten und deine Aussprache. Ausserdem kann es hilfreich sein wenn man erst vor den Eltern, nem kumpel oder sonst wem übt.
Es können auch Karteikarten helfen. Aber bloss nicht ganze Sätze sondern nur Stichworte, die dir helfen den Faden zu finden :)

greez

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Yannick1998 09.01.2016, 10:48

Okay vielen Dank :) werd ich probieren

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Da gibt es auch spezielle Rhetorikkurse für so etwas. Dort kannst du Techniken, Tipps und Tricks erlernen, die es dir erleichtern vor einer größeren Gruppe einen längeren Vortrag zu halten. Wenn du einen solchen Kurs (z.B. an der Volkshochschule) belegen möchtest, ist das sicherlich eine große Hilfe.

Viel Erfolg,
Zeitnot

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Yannick1998 09.01.2016, 10:38

Okay vielen Dank 👌😉👍

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Kurz durch atmen und es hilf, wenn man sich bei dem Thema gut auskennt und dadurch Sicherheit hat. Power Point ist auch oft sehr hilfreich weil man da mal schnell draufgucken kann. Oder kleine Karteikarten schreiben      Und immer einreden.... Ich kann das... Dann wird das schon was

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Yannick1998 09.01.2016, 10:49

Okay vielen Dank 👍

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Nein, keine Beruhigungstabletten. Die könnten deine Denkfähigkeit auf gestellte Fragen etwas beeinträchtigen.

Das Reden vor einer Klasse oder anderem Publikum ist Übungssache. Wenn du es häufiger machst, wirst du Erfahrungen sammeln und sicherer werden. Dann fällt es dir wesentlich leichter. Mache dir also keine Sorgen, wenn du Lampenfieber hast. Das ist völlig normal.

Alles Gute für deinen nächsten Vortrag!

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Also ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man einfach Übung braucht. Viel Übung. Ich war in solchen Sachen auch immer sehr schüchtern und dementsprechend auch nicht so gut, aber da ich nun in den letzten Jahren so viel vor anderen Leuten vortragen musste, ist es viel besser geworden.
Wenn es dein Publikum ist, was dich nervös macht, dann versuch sie auszublenden. Konzentrier dich auf einen Punkt im Zimmer, z.b. ein Schrank der hinten an der Wand steht oder so :D

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Yannick1998 09.01.2016, 11:39

Okay vielen Dank stimmt :D

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Kann man lernen

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