Kann man das Mietrecht nur für eine Person aussprechen und nicht für dessen Ehepartner?

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4 Antworten

Ich denke, Du wurdest bisher nicht richtig verstanden.

Ich verstehe, dass Du willst, dass Dein Bruder auf jeden Fall im Haus wohnen bleiben kann und es nicht so sein darf, dass ihm erneut verboten wird, sich der Wohnung der Frau auf 100 m zu nähern.

Dadurch, dass die Frau wieder beim Mann eingezogen ist, ist das die eheliche Wohnung, aus der sie allenfalls durch ein Scheidungsurteil bzw. dazu gehörige Einigung aus der Wohnung entfernt werden kann.

Sollte wieder so ein Vorfall passieren und Dein Bruder erhält wieder so ein Verbot, ist er zwar weiter in der Pflicht, die Miete zu zahlen, aber er darf nicht mehr in die Wohnung und die von Euch wohl eher ungeliebte Ehefrau hockt dann in dem Haus.

Damit ihr sie dann raus bekommt, muss das Mietverhältnis enden, was bedeutet, dass Du Deinem Bruder kündigen müßtest oder mit ihm einen Aufhebungsvertrag schließen müßtest. Dann muss er samt Familie, aber vor allem Familie ausziehen.

Du bist allerdings nicht gehindert, danach mit ihm sofort wieder einen Vertrag zu machen.

Bleibt dennoch das Problem, dass Du die Frau samt Sohn raus klagen müßtest, wenn sie nicht freiwillig gehen. Wer zahlt dann die Räumungsklage?

Du könntest das alles mit Deinem Bruder durchsprechen und vereinbaren was ist, wenn so etwas wieder kommen sollte.

Neigt er tatsächlich zu Gewaltausbrüchen, die solche Annäherungssperren rechtfertigen, sollte er unbedingt eine Therapie machen.

Liegt es jedoch an Lügengeschichten der Frau, dass sie ihm Gewaltexzesse anhängt, die gar nicht stattgefunden haben, sollte er die Scheidung nun aber schnell voran treiben, damit da endlich ein Ende her geht.

Anspruch auf die Wohnung hat der der als Mieter im Vertrag steht.

Das ist auch Euer alleiniger Vertrags-/Ansprechpartner.

Allerdings könnt Ihr den Zuzug der Ehefrau nicht untersagen.

  1. kann ein Mieter jeden Menschen als Besucht für einen zusammenhängenden Zeitraum von 6 Wochen aufnehmen

  2. hat ein Mieter i.d.R. das Recht, seinen Lebensgefährten (was bei Eheleuten sowieso der Fall ist) in das Mietverhältnis aufnehmen zu lassen

Was zwischen denen ist, geht den Vermieter nichts an. Sofern Dein Bruder einen Mietvertrag mit Euch hat, hat er ja sowieso einen Mietanspruch.

Gerhart 16.01.2017, 16:36

Das Mietverhältnis besteht zwischen Vermieter, hier das Ehepaar, und dem verheirateten Mieter durch einen wirksamen Mietvertrag.

Die Vermieter können nicht gezwungen werden, die nun zugezogene Ehefrau des Mieters als 2. Mieter in den Mietvertrag aufzunehmen, sodass eine Mieterpartei mit 2 Mietern entsteht.

Anpassung der Betriebskosten wäre erforderlich, wenn es personengebundene BK gäbe.

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stefan1531 16.01.2017, 17:06
@Gerhart

Die Vermieter können nicht gezwungen werden, die nun zugezogene Ehefrau des Mieters als 2. Mieter in den Mietvertrag aufzunehmen

das nicht - korrekt. Aber den Einzug können die Vermieter auch nicht unterbinden.

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Das ist ein Problem Ihres Bruders und nicht Ihres!

Er kann übergangsweise als Besucher aufnehmen, wen er möchte.

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