Kann man da auch leben?

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4 Antworten

Schweden gehört zur EU.


Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.

Die Niederlassungsfreiheit nach Art. 43 – 48 EGV erlaubt es (natürlichen) Personen und Gesellschaften der EU Mitgliedstaaten, sich in einem anderen Mitgliedstaat zur selbständigen Ausübung gewerblicher, landwirtschaftlicher oder freiberuflicher Erwerbstätigkeiten niederzulassen.

Ich meinte es ja auch nicht das, sondern ob allgemein ein Ferienhaus auch zum dauerhaften Wohnen benutzt werden darf? oder ist ein Ferienhaus nicht zum dauerhaften wohnen ?

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Grundsätzlich kannst Du schon in dem Ferienhaus wohnen, es ergibt sich allerdings eine ganz andere Frage:

Bist Du berechtigt die schwedische Personennummer zu bekommen? Ohne die geht hier in Schweden so gut wie gar nichts! Für eine Kontoeröffnung, Autoanmeldung, Versicherungen, Post, Arzt, usw. wird diese Nummer benötigt.

Diese Nummer bekommst Du in der Regel unter folgenden Voraussetzungen:

- Arbeitsvertrag mit min. 1 Jahr Laufzeit und eine Adresse in Schweden, oder

- Nachweis eines Barvermögens von min. 150.000,- SEK, einer gültigen
Krankenversicherung in Deutschland und einer Adresse in Schweden oder

-Verheiratet/Lebensgemeinschaft/Kind einer Personennummerberechtigten Person und eine Adresse in Schweden

Solltest Du keine dieser Voraussetzungen erfüllen und keine Personennummer haben, würde ich mir das Auswandern nochmal überlegen. Wie gesagt, ohne eine Personennummer ist das Leben in Schweden fast unmöglich, bzw. sehr sehr eingeschränkt.

Das kann nicht pauschal gesagt werden, sondern musst du für jedes Haus individuell prüfen.

Es gibt genug Objekte, die bewusst als "Ferienhäuschen" konzipiert
wurden -> die sind oft schlecht bis gar nicht wintertauglich
(schlecht isoliert, nur behelfsmässige Elektor-Heizung...). Andere sind
wiederum perfekt ganzjahrestauglich oder waren sowieso mal normale
Wohnhäuser.

Wenn du an so eine Möglichkeit denkst, wären das hier für mich die 2 wichtigsten Tipps dazu:

  1. Prüfe immer sehr genau, ob es nicht irgendwo Schimmel gibt -> das kann am besten der Fachmann vorort, denn hierzulande kennen wir uns selten gut genug aus mit der Bauweise bzw. den dort verwendeten Materialen (Holz...) und klimatischen Gegebenheit. Der Spezialist dort oben sieht auch relativ schnell, ob jemand z.B. nur schnell eine billigeFarbe über schlechtes Material gestrichen hat, um etwaige Schäden zu verbergen.
  2. Lass dich nicht auf alte Heizanlagen ein, denn das kostet dann oft nochmals sehr viel Geld, das du sicher so nicht einkalkuliert hast. Achte also auf alte (ineffiziente) Heizkessel etc. Ein No-Go sind Elektroheizungen, die in Ferienhäuschen oft im Nachhinein eingebaut wurden. Die kosten einen Wahnsinn im Betrieb! Nicht viel besser sind alte Öl-Heizungen. -> Lass dir unbedingt Aufzeichnungen geben, was die Betriebskosten der letzten Jahre waren!

PS: Meine ganze Verwandschaft wohnt in Schweden und mein Schwiegervater war selber professioneller Hausbauer/Schreiner. Auch wir haben dort oben unser Ferienhaus und ich habe selber genug renoviert und mit den Handwerkern dort oben zusammen gearbeitet :-)

Das regeln die kommunalen Satzungen, denn manche Bereiche mit "Ferienhäusern" werden im Winter nicht kommunal versorgt (Wasser, Straßenreinigung, Müllabfuhr usw.) und dürfen auch nicht ständig bewohnt werden. Also vor Ort erkundigen.

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