Kann man bei einer Erzählung Zeitsprünge einbringen?

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5 Antworten

Huhu,

im Prinzip sind dir als Schreiberling oder Künstler keine Grenzen gesetzt (abgesehen von den Vorgaben des Wettbewerbs und den eigenen). Es muss sich nur, wie von meinen Vorrednern angedeutet, in die Gesamterzählung einfügen.
Nicht so elegant wäre es z. B., vor und nach der Rückblende zu schreiben, dass die Rückblende beginnt und dass die Rückblende endet ("Rückblende Beginn" und "Rückblende Ende"). Du könntest das aber beispielsweise umgehen, indem du schreiben würdest: fünf Jahre zuvor ... Und am Ende sowas wie: zurück zur Gegenwart ... - Das ist aber nur ein _Kann_, kein _Muss_.
Um inhaltlich auf eine Rückblende zu verweisen, kannst du sowas schreiben wie: "Sie erinnerte sich zurück" Oder: "Bilder der Vergangenheit strömten auf sie ein und sie fühlte sich, als wäre es erst gestern gewesen" Um von der Rückblende auf den eigentlichen Handlungsstrang zurückzukommen, kannst du die Personen beispielsweise mithilfe eines Geräusches in die Gegenwart zurückholen ("Ein Geräusch schreckte ihn auf und er war augenblicklich wieder im Hier und Jetzt“) oder jemand reißt ihn/sie aus den Gedanken ("Dave? Hey, hörst du mir überhaupt zu?", riss ihn die vertraute Stimme seiner Sandkastenfreundin zurück in die Gegenwart). Da gibt es viele Möglichkeiten ...Es sollte sich weiterhin nicht nur inhaltlich in die Geschichte einfügen, sondern auch vom Layout her. Wenn du die Rückblenden beispielsweise in Kursiv setzt und den restlichen Text in normaler Schrift, dann weiß man auf den ersten Blick, was wozu gehört. Tempuswechsel ist da sicherlich auch hilfreich  (dass du also die Gegenwartsszenen im Präsens schreibst und die Vergangenheitsszenen dementsprechend im Pretäritum).

Auf die Schnelle viele mir jetzt nichts weiter dazu ein. In diesem Sinne hoffe ich, der "halbe Roman" hat nicht erschlagen, sondern ein kleines bisschen weitergeholfen . Ich drücke dir die Daumen  und wünsche dir ganz viel Glück für den Wettbewerb.

VG

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Klar! Beim Schreiben gibt es, wenn sie nicht vorliegen, keine Regeln! Aber nur wenn es inhaltlich passt und wenn du eine gute, verständliche Überleitung darlegst (es darf kein "Hää, wieso ist jetzt die Gegenwart?" bei den Lesern auftauchen). Nervig sind auch willkürliche Zeitsprünge, also benutze sie nur, wenn es Sinn macht und für den roten Faden der Handlung wichtig ist!

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Erlaubt ist das, aber Zeitsprünge stellen meist erhöhte Anforderungen an den Leser. So lange dir das klar ist sprciht doch nichts dagegen.

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Davon gehe ich aus, soweit ich weiß, ist in einer Erzählung alles erlaubt, solange du den Leser damit nicht (zu sehr) durcheinander bringst.

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Ja, natürlich. Zeitsprünge findest du doch in allen Büchern von Märchen bis Harry Potter.

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