Kann man bei einer bevorstehenden Kündigung den Teilzeitjob in angeblichen Minijob umwandeln um sich geleistete Überstunden auszahlen zu lassen ?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ich glaube und befürchte, dass dieses Vorhaben nicht rechtlich konform gehen könnte. Da soll er lieber jetzt schon ab Juni eine zunächst befristete Aushilfe auf 450 Euro-Basis einstellen und Deine Arbeitszeit dann bezüglich der von Dir noch real zu leistenden Stunden um die Stunden der Minijob-Kraft reduzieren. Die Differenz Deiner tatsächlich geleisteten Stunden verrechnet er für die beiden verbleibenden Monate dann anteilig aus Deinem Überstunden-Guthaben aufstockend zum vorherigen Durchschnittslohn.

Der weitere Vorteil für Deinen Chef : in dieser Übergangszeit hat er dann gleichzeitig eine neue Kraft in Euren Praxisalltag eingearbeitet und kann deren AV dann bei Bedarf nach Deinem Ausscheiden z.B. in höherwertige Teilzeit anpassen.

Grundsätzlich möchte der Arzt hier mauscheln. Ist für meine Begriffe rechtlich nicht in Ordnung.

Selbst wenn - Du würdest Dich darauf einlassen - wieviel würde er für jede schon geleistete Stunde bezahlen wollen.

Außerdem wäre dann mindestens ein Vertrag auf geringfügige Beschäftigung notwendig.

Mein Rat - laß Dir die Überstunden mit in den Gehaltsabrechnungen Juni,Juli, August einrechnen. Auch wenn Du Steuerklasse 5 hast, erhältst Du wohl einiges im Rahmen der Steuererklärung zurück. Oder Du überlegst, ob es zukünftig nicht besser ist die Steuerklasse zu ändern.

Was möchtest Du wissen?