Kann man bei einem Autoren eine Art Praktikum machen?

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3 Antworten

Es gibt nur wenige Berufsautoren - also Menschen, die vom Bücherschreiben leben können. Die meisten Autoren haben nebenbei noch ganz normale Berufe. Viele sind Lehrer, Journalisten oder haben auch einen Beruf, der überhaupt gar nichts mit Schreibarbeit zu tun hat. Bei einem Autoren kann man in der Regel also kein Praktikum machen. Ich bin selbst Autor (sogar mit zwei Jobs nebenbei) und wüsste nicht, was ich mit dir als Praktikant anfangen sollte - außer dass du mir vielleicht ab und zu einen Tee bringst und meine Wohnung putzt. Und das bringt dich erfahrungsmäßig wohl eher nicht weiter, und dein Buch wird so auch nicht fertig. =)

An einen Verlag solltest du dich für deine besonderen Interessen wohl auch eher nicht wenden. Wenn du Erfahrungen in der Schreibarbeit sammeln willst, wäre ein Praktikum bei einem Verlag wohl weniger gut geeignet als vielleicht ein Praktikum bei einer Zeitung. In einem Verlag wirst du dich kaum mit Autoren unterhalten können, vielleicht bekommst du Einblicke in die Arbeit eines Lektors, aber für dein Ziel, einmal ein Buch zu veröffentlichen, wird das nicht der Weg sein. In einer Zeitungsredaktion sieht das vielleicht anders aus: Hier lernst du recherchieren, kannst Journalisten, Schriftsetzern und Redakteuren beim lektorieren über die Schulter schauen und kannst vielleicht auch gleich gute Kontakte knüpfen, um später für dein Buch regional zu werben.

Vor allem möchte ich dir aber den Rat geben: Betrachte das Schreiben zunächst einmal nur als Hobby und allerhöchstens als zweites Standbein. Wichtig ist in deinem Alter vor allem, einen guten Schulabschluss und anschließend eine Ausbildung zu machen, sodass du in einem Beruf landest, der dich auch ernähren kann. Vielleicht möchtest du später auch studieren - dann wäre das Studium einer Sprache, besonders natürlich Literatur oder Journalistik, vielleicht auch etwas mit Geschichte wohl die Fächer, die dir mit deiner Leidenschaft am ehesten verbunden wären - aber du solltest dir vorher schon Gedanken machen, wo du einmal vielleicht arbeiten möchtest. Die Schreibarbeit muss immer nebenher laufen - von alleine läuft sie nämlich nur bei den wenigsten, und vor allem am Anfang läuft sie so nie!

Falls du noch andere Fragen hast, schick mir gern eine FA, dann können wir uns vielleicht auch mal über dein Buch unterhalten.

Liebe Grüße,

Markus

MarkusPK 26.08.2017, 14:44

Danke für den Stern!

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Hallo,

Also so einfach kannst du dein Buch nicht veröffentlichen, selbst die Verlage wo du zahlen musst, veröffentlichen nicht alle eingereichten Manuskripte und Autoren arbeiten nunmal für einen Verlag.

Aber es gibt ja auch den ein oder anderen Verlag der Neuautoren oder junge Autoren gut unterstützt und die nicht ganz so teuer sind, vielleicht finanzieren dir deine Eltern ja deinen Traum? 

Grundsätzlich kannst du dein Manusk5aber erstmal bei den meisten Verlagen kostenlos einreichen, dort sind dann Leute, die sich das erstmal durchlesen und dir ein Feedback geben, aber oft muss man allein dafür schon zahlen, da musst du dich bei den einzelnen Verlagen  erstmal gut informieren.

MarkusPK 05.08.2017, 16:14

Bei einem seriösen Verlag zahlt man als Autor NIE!

Alle Verlage, die von einem Autoren Geld nehmen, sind absolut unseriös und betreiben Abzocke. Ihnen liegt überhaupt nichts daran, das Buch angemessen zu bewerben oder ganz zu Schweigen an dem persönlichen Erfolg des Autors, sondern einzig und allein etwas an seinem Portmonait.

Wenn irgendwann ein Verlag mit dem Satz "Das kostet dann..." kommen sollte, sofort den Stinkefinger zücken und sich umorientieren!

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Zur Überschrift:

Nein, das wird wahrscheinlich kein Autor machen, denn zum einen haben die meisten Autoren einen Brotberuf, der sie tagsüber beschäftigt und selbst wenn nicht, arbeiten sie nicht von 8:00 - 17:00 Uhr, sondern haben ganz unterschiedlich Rhythmen. Und beim schreiben lässt sich sowieso kaum ein Autor über die Schulter gucken. Du könntest allenfalls daran teilnehmen, wie er vielleicht recherchiert, Lesungen akquiriert usw. Und das ist nicht das, was du jetzt lernen willst.

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