Kann man bei dem Schlachtruf "Gott mit uns" der deutschen Soldaten im 1. Weltkrieg von einem Missbrauch des Namens Gottes sprechen?

...komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Nein, es ist auch kein Schlachtruf sondern eher als "Fürbitte" zu sehen. Auf der Erinnerungsmedaille 1870//71 steht: Gott war mit uns - ihm sei die Ehre. Auch war die Kirche ja immer mit eingebunden, bedenklicher sehe ich da ehr die Waffensegnungen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:55

Danke für deine Meinung :)

0
Kommentar von MissMarplesGown
27.10.2015, 18:42

bedenklicher sehe ich da ehr die Waffensegnungen.

Wie kann aus Sicht der 10 Gebote eine Segnung des Menschen, weil er eine Waffe zum aktiven Töten anwenden wird, weniger bedenklich sein als die Segung der Waffe selbst? Es sind doch aus Christlicher Sicht die Menschen, die des Tötens sündig werden können, nicht Gegenstände?

1

Vielleicht wurden die Götter genau für solche Zwecke erfunden. Wäre es auch dann ein Mißbrauch? Ist es nicht eher ein Mißbrauch der Nächstenliebe, wenn sie mit solchen blutrünstigen Göttern in Zusammenhang gebracht wird ?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist seit den Kreuzzügen(deus lo vult) und früher so. Alle wollen auf der richtigen Siete sein und Gott als Beistand haben. Hat auch nie einen gestört wenn Gegner den gleichen Gott anrufen.

Wegen Missbrauch muss man Gott fragen. Aber ich glaube er hat noch keine Klage eingereicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:53

Danke für deine Meinung :)

0

Ich würde es als Gebet (und somit als Wunsch) einordnen. Der einzelen Soldat hatte doch kaum einen Überblick wer da wo und warum im Recht sein sollte udn hatte einfach nur Angst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 06:36

Danke für deine Meinung :)

0

Dieser Aufruf war bestimmt kein anfeuernder Schlachtruf, sondern eher eine Art Bitte bzw. "Gebet" der Soldaten, welche der Not gehorchend in die Schlacht zogen und um ihr körperliches wie auch seelisches Heil besorgt waren.

Er unterscheidet sich damit meiner Meinung nach vom islamischen Pendant "Alla-hu Akbar!", welches selbst in den unmöglichsten Situationen über die Lippen von islamischen Terroristen und sogar "IS-Halsabschneidern" kommt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:55

Danke für deine Meinung 

0

Ach, der "liebe" Gott wird bei so vielen Dingen als Alibi herangezogen, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Wenn ich zum Beispiel an den Amtseid unserer Politiker denke, der meistens mit dem religiösen Zusatz gesprochen wird komme ich im Nachhinein zu dem Schluss, dass es mit der Hilfsbereitschaft des Gottes nicht zum Besten bestellt ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Ruehrstab
27.10.2015, 11:45

Vielleicht hängt er aber auch bloß nicht den ganzen Tag bei Phoenix ab und kriegt so Amtseide einfach nur nicht immer mit.

0

Wie kann ein armseliges Trostpflästerchen denn ein Mißbrauch der Religion bzw. eines imaginierten Gottes sein?

Der Mißbrauch liegt ganz woanders, er liegt bei Staat und Kapital, die bei Bedarf bedenkenlos die Soldaten als Kanonenfutter einsetzen. Mit dem bloßen Spruch "Gott ist mit uns", soll der Soldat gefügig und zuversichtlich auf die Schlachtstätte und dortige Schlachtbank hin marschieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:54

Danke für deine Meinung :)

0

Dies hatte ja jeder Soldat im 2. Weltkrieg auf der Gürtelschnalle..nur, wenn man nicht hören will was der "Chef" sagt ist so eine Bitte total nutzlos und du könntest sie genausogut in die Kloschüssel brüllen...

in der Bibel steht ein Hinweis für uns, (sagte Gott zu Jesajas Generation)

**Jesaja.Kap 1-. Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht - eure Hände sind voll Blut. Elberfelder

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:56

Danke für deine Meinung :)

0

Selbst wenn es ein Schlachtruf gewesen wäre ist "Gott" kein Name, sondern ein Titel. Der Name Gottes steht in der Bibel, wenn auch in übersetzter Form, aber sein Name ist nicht Gott, sondern es handelt sich dabei lediglich um seinen Titel. Ähnlich ist es, wenn in der Bibel von "Herr" die Rede ist.

Das Gebot besagt, dass man den Namen Gottes nicht missbrauchen soll, aber vom Titel ist da nicht die Rede. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:56

Danke für deine Meinung :)

0

Gott hört schon lange keine Gebete mehr. Der letzte versuch war, als er Mohammed Instrumentalisten wollte. Der aber Mitte seines Lebens dem Imperialismus und Tolitärismus verfiel. Seit dem will Gott von uns nichts wissen und lebt fern ab in der nähe des sternenclaster beta-geuze.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:56

Danke für deine Meinung :)

0

"Gott mit uns"soll ein Schlachtruf sein?? Eher nicht. Es durchaus kein christliches Gebot, das Vaterland zu verteidigen. Pazifismus und Wehrdienst-Verweigerung sind ein christliche Ideale.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:58

Danke für deine Meinung :)

"Pazifismus und Wehrdienst-Verweigerung sind ein christliche Ideale."

Da muss ich dir allerdings widersprechen. Kein Prophet in der Bibel, noch nicht einmal Jesus, war Pazifist. Wieso sollte es dann ein christliches Ideal sein?

0

Es ging darum, dass man erhoffte, dass Gott in einem rein machtpolitischen Krieg die eigene Seite unterstützte.

Ja, das ist Missbrauch.

da es durchaus christliches Gebot ist, das Vaterland, auch mit der Waffe, zu verteidigen

Es gibt zwar immer wieder Leute, die so etwas behaupten.

Die Bibelstelle, in der das steht, würde ich aber gerne einmal sehen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dummie42
27.10.2015, 12:38

"Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche; wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert."

Lukas 22:36

Dieser Vers wird gern so ausgelegt, dass man zur Verteidigung sehr wohl kämpfen darf (in diesem Fall gegen die Römer), es darf nur eben kein Angriff sein. Und Verteidigungsgründe lassen sich immer vorschieben. Man muss eben sein Land, seine Kultur oder im ersten WK seinen "Platz an der Sonne" verteidigen. Es ist nur immer so, dass auch die gegnerische Partei sicher ist, unter dem Segen Gottes zu stehen.

1

Es gibt in der Kirche eine historische Tradition, die Kirchenoberhäupter seit vielen Jahrhunderten sogar Waffen (z.B. Schwerter, später Kanonen) segnen ließ, bevor sie in kriegerischen Auseinandersetzungen verwendet wurden.

Gott ist immer auf der Seite seiner Gläubigen, auch, wenn sie anderen gerade die Schädel einhauen. Sorry, wenn das grob klingt, aber das ist es ja auch. Ich fühle mich nicht inspiriert, das künstlich zu beschönigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von glidrisi
27.10.2015, 09:55

ok. aber nicht nur in der Vergangenheit !! Heute und jetzt gehen Militärpfarrer mit Kampfkleidung mit an die Front, und die Soldaten die eben in Afghanistan eine Hochzeitsgesellschaft mit 70 Toten zusammengeballert hat, bekommen in den Kirchenzelten der Evangelikalen, Katholen, Mormonen. Baptisten,Methodisten uvm. Streicheleinheiten und positive psychische Informationen, dass dies "notwendig" war.

2

Ich denke, das ist ein Misbrauch Gottes.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JohnGrammaticus
27.10.2015, 15:59

Danke für deine Meinung :)

0

Das Volk war durch den "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4) verführt und glaubte, was man im auftrug.

Unser ewige Vater möchte nicht, dass wir in den Kampf ziehen sondern unsere "Lasten" auf Ihn werfen (1.Petr.5,7).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?