Kann man auch von einem neurogenen Schock sterben und wodurch wird dieser ausgelöst?

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1 Antwort

Auch ein neurogener Schock ist lebensbedrohlich.

Er wntsteht durch ein hohes Querschnittssyndrom, beispielsweise nach Wirbelsäulentrauma. Dies führt zu einem Ausfall der Wirkung des sog. Sympathikus in der unteren Körperhälfte.  Das ist der Teil des Nervensystems, der für Leistungssteigerung, Flucht und solche Dinge zuständig ist. Durch den Ausfall kommt es dazu, dass alle Arterien sich weit stellen, und um diese ganzen sehr weiten Gefäße zu füllen, haben wir nicht genug Blut im Körper. Es entsteht ein Missverhältnis an vorhanden Blutmenge und benötigter Blutmenge, was zu Störungen der Mikrozirkulation führt - ein lebensbedrohlicher Schock. Beim neurogenen Schock kommt noch erschwerend dazu, dass durch den Ausfall des Sympathikus auch das Herz die plötzlichen Probleme nicht durch schnelles Schlagen ausgleichen kann - auch eine Beschleunigung des Herzschlags wäre durch den Sympathikus vermittelt. Das macht es noch schlimmer.

Die Symptome eines neurogenen Schocks sind demnach langsamer Herzschlag, warme Haut, sehr niedriger Blutdruck und daraus resultierend Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit. Dazu kommen die Symptome der Querschnittslähmung. 

Wie schon oben gesagt ist ein neurogener Schock absolut lebensbedrohlich.

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