Kann man anderen Firmen eine Bearbeitungsgebühr zukommen lassen als Privatperson?

4 Antworten

Auf deine direkte Frage eine kurze Antwort: Ja, du darfst. Allerdings wird sie niemand bezahlen. Höchstens der Forderung widersprechen.

Ich deute deine Frage einmal um, wie sie wahrscheinlich gemeint war: Ist es rechtlich möglich eine Rechnung für Bearbeitungskosten einer Firma zu schicken und diese Forderung dann zu betreiben?

Dann ist die Antwort: Es kommt darauf an, aber höchstwahrscheinlich nein. Es kommt darauf an, ob du einen Vertrag mit der Firma geschlossen hast, aus denen diese Bearbeitungspauschalen bzw. -kosten in Rechnung gestellt werden dürfen. Da aber kaum eine Firma eine solche Klausel in einem Vertrag zu ihren Ungunsten akzeptieren würde, ist es wie gesagt unwahrscheinlich (entspricht der Vertragsfreiheit Art. 2 GG).

Als kleinen Zusatz: Wenn eine Firma dir Bearbeitungskosten in Rechnung stellt, ist dies vertraglich gesichert oder sie beruht auf einen Schadenersatzanspruch (im Normalfall § 280 BGB, weitere Anspruchsgrundlagen je nach Fall möglich).

Ansonsten halte ich aber den einfachen Überweisungsvorgang in keiner Weise als Kosten der Bearbeitung, sondern als normale geschäftliche bzw. private Vorgänge, die unter die sogenannten Sowieso-Kosten fallen, also Kosten, die die egal in welcher Konstellation sowieso entstanden wären (unter der Voraussetzung, dass überhaupt Kosten entstehen). Somit ebenfalls die Rechnungsstellung für solche Tätigkeiten sittenwidrig ist.

Welche Bearbeitungsgebühr? Man zahlt den Rechnungsbetrag, ggfs. abzüglich Skonto, und das war's.

Sorry, falsch verstanden. Anscheinend geht es dir darum, ob du der Firma Bearbeitungsgebühren in Rechnung stellen kannst, und die Antwort ist schlicht nein, das kannst du nicht.

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Ich kann dir eine juristisch korrekte Antwort auf diese Frage geben. Allerdings verlange ich für die Beantwortung dieser Frage eine Gebühr in Höhe von 10 Euro, ich denke das ist mein Recht, dir dafür eine Rechnung auszustellen.

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