Kann man am Arbeitsplatz wegen Langsamkeit gekündigt werden?

15 Antworten

Arbeitnehmer sind nicht dazu verpflichtet, ihre Arbeit schnellstmöglich zu erledigen, sondern fehlerfrei. Und dabei schulden sie ihrem Arbeitgeber noch nicht einmal die objektiv durchschnittlichste Leistung. Sie sind nach dem § 243 des Bürgerlichen Gesetzbuches nur dazu verpflichtet, eine durchschnittliche Arbeitsleistung von mittlerer Art und Güte zu erbringen. Nur wenn ein Mitarbeiter wesentlich weniger Leistung bringt, liegt ein Leistungsdefizit vor. Arbeitgeber können aber nicht sofort kündigen. Erst müssen sie den Low Performer abmahnen. Und Vorsicht: Der Arbeitgeber muss im Streitfall konkret darlegen und beweisen können, was an der Leistung des Mitarbeiters zu bemängeln war. Auch müsste der Arbeitgeber belegen, dass die Leistung unterdurchschnittlich ist. In der Praxis haben solche Kündigungen wenig Aussicht auf Erfolg. Darum wird es wohl ein anderer Kündigungsgrund werden! Siehe auch: http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-06/arbeitsrecht-kuendigung-mitarbeiter

Wenn ein Arbeitnehmer den an ihn gestellten Anforderunger nicht nachkommt oder nicht nachkommen kann, dann kann er selbstverständlich gekündigt werden.

Zu langsam sein bedeutet, zu wenig beziehungsweise nicht genügend zu arbeiten (aus welchem Grunde auch immer) und das ist ein Kündigungsgrund.

Nur wird als Kündigungsgrund nicht "Langsamkeit" angegeben, sonder ein allgemeinerer Begriff verwendet werden ...

Nun ja, sicherlich wird es keinen oder kaum einen Arbeitgeber geben, der als Kündigungsgrund "Langsamkeit" angibt, denn eine derartige Beurteilung kann subjektiv und relativ sein und ist deshalb juristisch schwer zu belegen.

Wenn ein Arbeitnehmer nicht die erforderliche Leistung erbringt, muss er damit rechnen, dass er die Kündigung des Arbeitsverhältnisses erhält; oft werden dann andere Gründe angegeben.

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