Kann man als Single überhaupt noch mit unter 100€ Nebenkosten im Monat auskommen?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Arbeite bei einer Hausverwaltung und kann dir dazu folgendes sagen.

Prinzipiell ist es nicht zu teuer. Heute muss man mit ca. 2,50 pro qm rechnen, sind bei 38 qm ca. 95,00 Euro. Unter € 100,00 mtl. ist kaum noch was zu bekommen. Ein guter Durchschnitt für die Heizkosten wäre ca. 500,00/Jahr und ca. 30 Kubik Wasser für 1 Person. Teurer wird das ganze immer wenn ihr einen Hausmeister oder Hausmeisterdienst habt, oder wenn ein Fahrstuhl im Haus ist.

Vorschlag: Geh' zu deiner Hausverwaltung und lass es dir erklären, die helfen eigentlich immer gern, wenn du NICHT gleich mit dem Mieterbund angelaufen kommst - jedenfalls ist es bei uns so

Hey, danke für deine Antwort. Ja, wir haben einen Hausmeister, der macht die Reinigung und den Winterdienst und Müll rausstellen. wasser weiß ich jz nicht genau, aber ich schätze, das ich da auch bischen mehr brauche...

0
Das kann doch niemals reichen, oder? Ich weiß nicht so recht, ob mich da nicht täusche. Sind 1200€ Nebenkosten im Jahr für ein Single zu viel, ok, oder etwa unterm Durchschnitt? Laut Mieterbund fallen ca 2,20€ Nebnkosten pro m² an. Da bin ich ja leicht drüber. Was sind realistische Nebenkosten für einen Single, im Durchschnitllichen Haus aus den 90ern, bzw was sind den reelle Nebenkosten?

Der Mieterbund liegt mit 2,20 € an Nebenkosten gar nicht so verkehrt.

2-3 €/m² sollte man bei Nebenkosten einplanen.

Die Nebenkostenvorauszahlungen müssen/sollen am Ende eines Abrechnungszeitraums entsprechend einer Nachzahlung oder eines Guthabens angepasst werden.

haben Sie z.B. ein Guithaben von 240 € dann muss der Vermieter die Vorauszahlung monatlich um 20 € senken,

Macht das der Vermieter nicht, kann das der Mieter nach vorheriger Ankündigung selber vornehmen:

§ 560

Veränderungen von Betriebskosten

(1) Bei einer Betriebskostenpauschale ist der Vermieter berechtigt, Erhöhungen der Betriebskosten durch Erklärung in Textform anteilig auf den Mieter umzulegen, soweit dies im Mietvertrag vereinbart ist. Die Erklärung ist nur wirksam, wenn in ihr der Grund für die Umlage bezeichnet und erläutert wird.

(2) Der Mieter schuldet den auf ihn entfallenden Teil der Umlage mit Beginn des auf die Erklärung folgenden übernächsten Monats. Soweit die Erklärung darauf beruht, dass sich die Betriebskosten rückwirkend erhöht haben, wirkt sie auf den Zeitpunkt der Erhöhung der Betriebskosten, höchstens jedoch auf den Beginn des der Erklärung vorausgehenden Kalenderjahres zurück, sofern der Vermieter die Erklärung innerhalb von drei Monaten nach Kenntnis von der Erhöhung abgibt.

(3) Ermäßigen sich die Betriebskosten, so ist eine Betriebskostenpauschale vom Zeitpunkt der Ermäßigung an entsprechend herabzusetzen. Die Ermäßigung ist dem Mieter unverzüglich mitzuteilen.

(4) Sind Betriebskostenvorauszahlungen vereinbart worden, so kann jede Vertragspartei nach einer Abrechnung durch Erklärung in Textform eine Anpassung auf eine angemessene Höhe vornehmen.

(5) Bei Veränderungen von Betriebskosten ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten.

(6) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

MfG

Johnny

Beispiel: Haus Baujahr 60, 2 Zimmer-Wohnungen 50 m², alle gleich. Kein Hausmeister, kein Lift, Vollwärmeschutz, sparsame Mieter (jeweils 1 Person in der Wohnung): bei 80 € pro Monat gibt`'s am Ende meist noch eine Rückzahlung.

Die Nebenkosten ergeben sich nun aus Ausstattung und Lage.

Ein Aufzug und Zentralheizung erfordert teure Wartung, Hausmeister arbeiten oft umsonst, aber nicht kostenlos, Scheeschippen im Winter kann oder will nicht jeder leisten, Grün will gepflegt sein und Treppenhauslicht brennt in einem Wohnsilo fast durchgängig.

Wenn man hier umsichtog mietet, spart man an den kalten BK erheblich :-)

Und ob man nun allein oder als Paar oder Familie mietet, die meisten Neben- und Betriebskosten werden pro Wohneinheit nun gleich hoch anfallen und abgerechnet :-)

Die warmen BK hängen nun entscheidend von der Energieeffizienz, also Wärmedammung, ab und sind durch eigenen Verbrauch beeinflussbar.

Das richtet sich nach der Größe der Wohnung und deinem Verbrauchsverhalten. Allgemein kannst du für Betriebskosten (incl. Heizung) mit ca. 2,50€ / m²/Monat rechnen. Also: Die Wohnung ist 50m² groß x 2,5 = 125 Euro/ Monat.

Ein Single muss genau so heizen, wie eine Familie. Da fällt dann nur etwas weniger Wasser und Müll an.

Ich hab auf 50m² gewohnt, und 92€ Nebenkosten bezahlt. Bin damit sehr gut zurecht gekommen, hab nach der Jahresabrechnung meist 60-70€ wieder bekommen. Und ich hab meiner Meinung nach nicht sparsam, aber auch nicht total übertrieben geheizt/Wasser angemacht.

Ok, ich heize schon mehr, aber so extravagant waren die Heizkosten nicht. Gut duschen muss ich schon 2 mal am Tag, weil ich einfach schwitze. Die Summe von allem ist halt schon deftig...

0
@hundeliebhaber5

Vielleicht kommt es auch darauf an, wo man wohnt. Die Preise sind ja auch überall anders. Auch wenn es nur ein paar Cent oder Euros sind, kann sich das ja summieren.

Ich hab 1x am Tag ausgiebig geduscht, und im Winter auch gerne mal zusätzlich gebadet. Dann 1-2x am Tag gespült und 1-2x die Woche die Waschmaschine benutzt. Die Heizung hatte ich im Schlafzimmer z.B. kaum an, da ich das beim schlafen nicht leiden kann. Aber in der Wohnküche, in der auch mein Schreibtisch stand, und im Wohnzimmer, hab ich schon reichlich geheizt. Und im Bad eher immer eine kleine Stufe, außer kurz vorm Duschen/Baden.

1

das habe ich auch. wenn du es schön warm ahben willst, musst du dafür zahlen. zudem wissen wir nicht was dein wasserverbauch ist und wie de rörtliche wasserpreis ist.

von daher kann man nicht sagen, wie hoch deine nebenkosten sein dürfen

Also Heizkosten sind nur 37 € im Monat. Die waren garnicht so hoch. Allerdings, wenn sich alles summiert, dann kommt schon ein ordentlicher Betrag zusammen. Darüber habe ich mich gewundert und ich frage mich, ob das normal ist.

0

Was möchtest Du wissen?