Kann man als römisch Katholischer Christ zur unierten-ostkirche konvertieren?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

erstens: Es stimmt, dass ein orthodoxer Priester verheiratet sein darf, soweit ich weiß muss ersogar verheiratet sein, damit er seine eigene Gemeinde bekommt (zumindest war das bei meinem Onkel der Fall - er ist serbisch-orthodoxer Priester).

zweitens: natürlicher kann er von der röm.-kath. Konfession zur ...-orth. Konfession wechseln, das ist gar kein Problem. Da genügt eine einfache Taufe, er muss das Glaubensbekenntnis aufsagen. Ich glaube, das ist der einzige Unterschied zur röm.-kath. Taufe. Allerdings könnte es ein Problem sein, wenn er die jeweilige Landessprache nicht spricht, da es soweit ich weiß (und da bin ich mir recht sicher) KEINE deutsche-orthodoxe Kirche gibt. Des Weiteren muss er in den meisten orthodoxen Kirchen des Alt-kirchenslavischen mächtig sein (außer in Russland-dort Kirchenrussisch; Rumänien glaub ich; Griechenland...).

aber evangelisch wäre wohl die "logischere" Lösung, da es dort zumindest keine Sprachbarriere gibt.

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@Nastytashy

Es geht nicht um einen Wechsel zur Orthodoxie, sondern um einen Wechsel zu einer mit Rom UNIERTEN byzantinischen Tradition. Die Unierten erkennen den Papst an und sind katholisch wie die Romkatholiken. Deine Antwort beruht auf einem Mißverständnis. Gruß, q.

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@quopiam

oh, ok. Das habe ich dann echt falsch verstanden. Aber vom Prinzip her ist es ähnlich. Und gibt es diese denn überhaupt in Deutschland (also ich meine für Deutsche und nicht für Ukrainer, etc) bzw wenn es sie geben sollte, ist die Sprache Deutsch?Ich denke, dass das auch hier ein Problem sein könnte.

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Die Frage war vor neun Jahren, aber falls hier noch einer liest:

Der Fragesteller spricht von unierten Ostkirchen, also in Einheit mit dem Papst.

Das wäre kein Glaubens-, sondern nur ein Rituswechsel.

Das geht nicht so ohne weiteres, nur mit Zustimmung der Bischöfe, des abgebenden und des aufnehmenden (die Unierten haben ja eine eigene Hierarchie).

Eheschließung mit einer andersrituellen Frau ist ein legitimer Grund zum Rituswechsel - Austricksen der Zölibatsverpflichtung eher nicht.

Soweit mir bekannt ist, müssen die Geistlichen der orthodoxen Kirchen bereits verheiratet sein, bevor sie zum Priester geweiht werden. Die Priesterweihe gilt als das übergeordnete Sakrament. Wenn also ein geweihter Priester noch heiraten will, geht das nicht mehr.

Wenn sie verwitwen oder sich von ihrer Frau trennen, besteht keine Möglichkeit für eine zweite Heirat, denn in der Orthodoxie gilt ebenso wie im Katholizismus, dass eine Priesterweihe ein Hinderungsgrund für die Eingehung einer sakramentalen Ehe ist. Bischöfe, die (meist) zugleich auch Mönche sind, sind zum Zölibat verpflichtet.

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