Kann man als Kfz-Mechatroniker selber einen Auto vollständig reparieren?

13 Antworten

ein derartig lediertes auto ist der beste beweis dafür, dass der mensch ein herdentier ist. alleine wird das kein mensch schaffen. die vielzahl von handwerklichen talenten, die man sich aneigenen muss, um das alles zu beherschen, was da an arbeiten anfällt, ist einfach so groß, dass man selbst von einem erfahrenenen meister nicht erwarten kann, dass der das alles, jedenfalls auf anhieb hin bekommt. abgesheen davon gibte s manche arbeiten am auto, die man alleine (fast) nicht bewerkstelligt bekommt. wenn man natürlich alle beschädigten teile einfach austauscht, anstatt sie zu reparieren, könnte man das ggf. auch im alleingang, jedenfalls wenn man ein erfahrener mechatroniker ist.

nach 3½ jahren ausbildung würde ich aber sagen, selbst wenn man innungsbester ist, ist das schon verdammt amitioniert.

lg, anna

Nach einer Ausbildung hat man noch keine Erfahrung. Ebenso werden in der Ausbildung nur allgemeine Kenntnisse vermittelt, und keine fahrzeugspezifischen.

Weiterhin muß man im Video wissen, wie man Komponenten unterschiedlicher Hersteller zusammenbringt. Sowas kann man sich nur durch Erfahrung aneignen.

Also: Nein. Wer gerade seine Ausbildung beendet hat, wird dieses Auto nicht in den gezeigten Zustand versetzen können. Man muß darüber hinaus auch Spezialwerkzeug besitzen, eine Richtbank und die Angaben der Hersteller für alle Komponenten, die zusammengebaut werden sollen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Die Mehrzahl der Kfz'ler beherrscht die technischen Grundlagen und das Grobe, kann auch die Funktionsweise der wesentlichen Bausteine eines Autos benennen und erklären - mehr aber nicht. Sie können Inspektionen und Schmierdienste erledigen, Teile tauschen, Diagnosegeräte anschließen, Reifen wechseln und manchmal beherrschen sie auch ein paar Feinheiten, die man sich im Laufe der Jahre aneignet oder von Altgedienten fernab der Ausbildung lernt. Mehr sieht die Ausbildung auch nicht vor. Meist bezieht sich das Können auch auf die Marke, auf der man gelernt hat und auf den technischen Stand des Zeitraums, in dem man seine Ausbildung absolviert hat.

Sehr gute und talentierte Mechatroniker, die es wirklich drauf haben und auch mal z.B. ein Getriebe auseinander nehmen und wieder zusammen bauen können oder ein Ohr für die Laufgeräusche eines Motors haben oder ein Teil reparieren statt tauschen können, sind selten - und richtige Fortbildungen oder Qualitäts-Audits durchlaufen meist nur die ohnehin "besseren" Mechatroniker oder Meister von Vertragswerkstätten, die an herstellerinternen Förderprogrammen teilnehmen, wie es sie etwa gibt, wenn ein neues Modell oder eine bahnbrechende Neuerung auf den Markt kommt.

Fahrzeugelektrik, Blecharbeiten und Karosserie-Instandsetzung etwa an der Richtbank oder Lackierungen sind Feinheiten, die in eigenen Lehrberufen wie Fahrzeugelektroniker, Fahrzeuglackierer oder Karosseriebauer vermittelt werden und wo man immer am Ball bleiben muss. In den Werkstätten hingegen hängen selbst bei renommierten Vertragswerkstätten genügend tumbe Typen rum, deren Wissensstand vor 20-30 Jahren mal durchschnittlich war, gerade so zum Bestehen der Lehre reichte und heute nur noch dafür geeignet ist, wenn Opa Heinz seinen Audi 80 zum Ölservice und Räderwechsel bringt und die Technik so einfach ist, dass man auch mit ganz krummen Fingern nix kaputtmachen kann.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das kommt zum Einen darauf an, was der Ausbildungsplan beinhaltet und was letztendlich im Betrieb vermittelt wird. Ich habe in meiner Ausbildung jedes Quartal in eine andere Abteilung gewechselt. Mal Service, mal Motoreninstandsetzung, dann Karosserie...

Also ich kann an einem Auto alles reparieren, wenn es nicht gerade in den Bereich Microelektronik geht. Also ein Steuergerät reparieren kann ich nicht. Aber alles was bis dahin geht...

Und ich mache auch alles! Motoren kpl. neu sanieren, Getriebe reparieren, Karosserieinstandsetzung (Unfälle) Und ja... ws ist nach wie vor ein überaus interessanter Tätigkeitsbereich. Und das seit über 30 Jahren!

Es kommt sicher darauf an was gemacht werden muss. Da denke ich z.B. evtl. an Karosseriearbeiten. Alles macht man ja nun im Rahmen einer Berufsausbildung auch nicht. Aber nach einer Ausbildung von 3.5 Jahren sollte man schon in der Lage sein ein Fahrzeug wieder auf Vordermann zu bringen. Wenn nicht würde ich mich Fragen was du während der Berufsausbildung gemacht hast.

Woher ich das weiß:Beruf – berufl. Hintergrund, 2Rad, Autoverm., Maintenance, Leasing

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