Kann man als Architekt im Land große Sachen bauen lassen, ohne dass sich der Staat einmischt?

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10 Antworten

Bauprojekte werden von einem oder mehreren Bauherren in Auftrag gegeben, die das Bauprojekt entweder selbst finanzieren oder über einen oder mehrere Investor(en) finanzieren lassen.

Der Architekt ist lediglich der Planer, der den Bau im Auftrag des/ der Bauherren entwirft. Dabei wird er von Statikern und Fachleuten aus verschiedenen (technischen) Fachbereichen unterstützt. Die Bauausführung obliegt dann dem Baumeister.

Damit überhaupt ein Bauwerk errichtet werden darf, muss selbstverständlich der Grundstückseigentumer einverstanden sein (meistens ist der Bauherr auch gleichzeitig der Eigentümer des zu bebauenden Grundstücks).

Ein geplantes Bauprojekt muss behördlich bewilligt werden und verschiedenen behördlichen Vorschriften und Auflagen entsprechen. Man darf also nicht irgend welche beliebig großen Gebäude mit beliebigen Formen und beliebig vielen Stockwerken in beliebiger Höhe und beliebiger Ausführung bauen, sondern muss sich streng an die vorgeschriebenen Richtlinien halten.

Zuständig für die Baubewilligung sind die Kommunen (Gemeinden) und die Länder. Sie müssen sich dabei an den Flächenwidmungsplänen orientieren, welche vorher ganz allgemein von den Bauämtern festgelegt wurden und auf denen die zu bebauenden Flächen als Bauland für bestimmte Nutzungen ausgewiesen sind. So ist es z.B. in der Regel nicht gestattet, auf landwirtschaftlichen Nutzflächen Gebäude zu errichten, oder mitten in einem Wohngebiet eine Fabrik zu bauen.

Nach Baufertigstellung erfolgt eine Bauabnahme durch Bauherrn und Behörde. Wenn dabei Mängel festgestellt werden, darf der Neubau unter Umständen erst nach Beseitigung der Mängel zur Nutzung freigegeben werden.

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Die berühmten Bauten der Vergangenheit (wir haben auch berühmte Architekten gehabt, z. B. Schinkel) wurden fast immer von den Herrschern in Auftrag gegeben.

Die Großen Kirchen meist auch, um sich bei den Kirchenfürsten in ein gutes Licht zu setzen udn sich selbst ein Denkmal zu setzen.

Reiche Privatleute/Geschäftsleute haben sich Villen/Palastähnliche Häuser bauen lassen.

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Die Geschichte osmanischer Architektur ist nicht leicht zu erklären, bzw. nicht leicht überhaupt erstmal zu ergründen.

Es gab eine Dreiteilung: Bauwerke für religiöse Zwecke; zweitens: solche für soziale Zwecke, (Brücken, Karavansereien usw.), oder Bauwerke für die Krone; drittens: Privatbauten. Letztere durften nur aus nicht-dauerhaftem Material errichtet werden. Mit den Regeln ging das so lange gut, bis durch Europäer Tabak aus Amerika eingeführt wurde, die Leidenschaft des Rauchens schließlich, nach manchen Hin- und Her das ganze Land erfasste, und eng aneinander gebauten Städte in Flammen aufgingen.

Heute ist alles anders: Beton. Aber im Norden stehen immer noch einige alte, wackelige Privathäuser-nach-alten-Kriterien. Ausserdem gibt es historische Abbildungen, meistens Stiche. Private Neubauten nach alten Kriterien sind selten und ziemlich teuer geworden.

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Das hängt vom politischen Einfluss der Organisation ab, die das  Projekt betreut, auch  im jeweiligen Land, und dem Wohlwollen, das man jenen gegenüber bringt,  medial und politisch,

Natürlich  bedarf es einer spezifischen, ortsabhängigen Baugenehmigung, die man sich aber auch ggf."erkaufen"  kann, nach oben offen, auf der Skala,..

Auch je nach dem, wer politisch  reGIERt,. und wie weit die Interessen verflochten sind, untereinander, etc.


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Du brauchst halt ne Genehmigung, viel Geld etc. etc. Ganz so ohne ist es nicht. Ist aber schön, dass du Interesse daran hast :)

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Mehrere kommunale Ämter müssen erst durchlaufen, deren Genehmigung eingeholt werden, bevor gebaut werden kann.

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Das ist im Grunde erstmal dem überlassen, dem das Grundstück gehört.

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Der Architekt entwirft nur. Bauen tut der, der Geld hat. Und damit u.a. auch den Architekten bezahlt.
Das ist heute nicht anders als früher.

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nein, ich denke, das war sogar vom staat finanziert...

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Sehr viel Papierkram. Besonders Brücken, weil die eigentlich nie auf privaten Gelände gebaut werden.

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