Kann man Alpha-Strahlung durch Beta-Strahlung abschirmen und umgekehrt?

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Das Problem ist, dass bewegte  Elektronen kaum mit Heliumkernen in Wechselwirkung treten können. Als freie Elektronen wirken sie nämlich wie Teilchen und dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf die Heliumkerne treffen viel zu klein. Das zweite Problem ist die Geschwindigkeit der Teilchen, die verhindert dass die Coulombwechselwirkung greift.

 

Es ist aber so, dass gebundene Elektronen (nämlich in der Atomhülle) tatsächlich mit alpha-Strahlen (genau wie mit anderen Ionen) sehr viel besser in Wechselwirkung treten können. Die Stöße mit den Hüllenelektronen ist auch der Hauptgrund, warum alpha-Teilchen in massiven Stoffen nicht so sonderlich weit kommen.

Einfach? Erstens, wie soll das praktisch gehen, und zweitens, das braucht man gar nicht. Alphastrahlen haben eine sehr kurze Reichweite von ein paar Zentimetern, dann finden schon was zum Rekombinieren. Man kann sich durchaus mit Papier und Folie gegen sie schützen, aber wenn der Strahler selber, z.B. Plutoniumstaub, erstmal im Körper drin ist, dann ist Ende Gelände.

Nette Idee, aber das Zielen dürfte das Problem sein. Teilchenstrahlung geht in alle Richtungen und nicht in eine beliebig wählbare; außerdem müsstest du sicherstellen, dass für jedes Alphateilchen genau ein Betateilchen (und umgekehrt) zur Verfügung steht, und zwar genau an der richtigen Position.

Muss nicht exakt an der Position sein, oder? Die müssten sich doch kräftig anziehen. Und wenn man eben nicht genug Beta-Teilchen oder nicht genug Alpha-Teilchen hat, dann schwächen sie sich eben. Aber ist es denn überhaupt physikalisch möglich, sowas zu machen?

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