Kann Konfrontationstherapie bei stark ausgeprägten Phobien zu noch mehr Panik führen anstatt zu helfen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Ja, aber darum geht man zum Psychotherapeuten, damit man schrittweise mit dem Angstobjekt konfrontiert wirst. Die Kunst ist, dass man sich ein wenig der Angst stellen muss, bis sie weg ist. Aber nur ein wenig. Und dann kann man langsam weitergehen. Eine Konfrontation, bei der man keine Angst empfindet, ist therapeutisch wertlos, aber eine Konfrontation, bei der man durch die Angst überrollt wird, auch.

Ich habe z.B. eine Schlangenphobie. Das ist jetzt nicht so schlimm, da es hierzulande Gott sei Dank wenig Schlangen gibt.Ich habe in freier Natur noch nie eine gesehen.  Aber wenn ich nach Thailand oder Costa Rica umziehen müsste, hätte ich ein Problem und müsste etwas dagegen unternehmen.

Kein Therapeut, der sein Handwerk gelernt hat, würde mich gleich in eine Schlangengrube a la Dschungelcamp stecken. Das geht relativ langsam und in kleinen Schritten. Die werden immer mit dem Patienten abgestimmt.

Ich selbst, die ich grundsätzlich weiß, wie man das macht, habe immerhin meine Schlangenphobie vor dem Fernseher geheilt. Ich habe mich einfach vor den Fernseher gesetzt und mir Schlangensendungen angeguckt. Zuerst habe ich geschaudert, aber mittlerweile kann ich diese Sendungen weitestgehend angstfrei sehen.  Eklig finde ich die Biester immer noch, aber es geht nun. Theoretisch könnte ich nun zum nächsten Schritt voranschreiten. Mich z.B. vor ein Schlangenterrarium (mit dicken Glasscheiben) stellen. etc...

Der Schritt, dass ich so ein Vieh dann anpacken müsste, käme ganz am Schluss.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Erstverschlimmerung tritt normalerweise bei jeder Therapieform auf.

Risiken einer langfristigen Verschlimmerung gibt es natürlich überall (bei Medikamenten auch), aber der Normalfall ist, dass die Symptome langfristig nach einer Therapie abnehmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja, die Konfrontation sollte mit einem positiven Gefühl gekoppelt werden, damit das klappt. Wenn du das in psychologischer Begleitung machst, weiß er sicher, wie das am besten geht. Auf eigene Faust gibt es mehr Risiken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sowas ist die beste Art zu entängstigen. Ich schätze den Erfolg auf 85%.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?