Kann Kleinunternehmer Steuer zurück verlangen?

6 Antworten

Es ist nicht möglich, die Regelung nachträglich so anzuwenden, wie es dann für dich besser ist. Es bleibt dabei, dass du dich für die Nichtanwendung der Kleinunternehmerregelung entschieden hast, und das mit allen Konsequenzen.

Überleg mal, wenn es möglich wäre, nachträglich keine Steuern abführen zu müssen bzw. diese zurück zu verlangen, dann müßtest du die Rechnungen von all deinen Kunden auch ändern, weil du ja keine MwSt dann ausweisen darfst. Ich denke, du siehst selber, dass das nicht sinnvoll ist.

Ich habe mich gegen die Kleinunternehmerregulung entschieden

Dann wird die Kleinunternehmerregelung nicht angewandt, es gilt die Regelbesteuerung, unabhägig davon, wie hoch dein Umsatz ist.

Der Verzicht auf die Anwendung von § 19 Umsatzsteuergesetz gilt übrigens für 5 Jahre, § 19 Absatz 2 UStG:

Der Unternehmer kann dem Finanzamt bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung (§ 18 Abs. 3 und 4) erklären, dass er auf die Anwendung des Absatzes 1 verzichtet. Nach Eintritt der Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung bindet die Erklärung den Unternehmer mindestens für fünf Kalenderjahre.

https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Nein. Du kannst dich nicht einfach entscheiden, dass du die Umsatzsteuer doch nicht abführen möchtest.

Du müsstest ja damals einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausgefüllt haben. Dort hast du vermutlich den Haken gesetzt bei

"Der auf das Kalenderjahr hochgerechnete Gesamtumsatz wird die Grenze von 17.500 EUR voraussichtlich nicht überschreiten. Es wird auf die Anwendung der Kleinunternehmer-Regelung verzichtet. Die Besteuerung erfolgt nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes für mindestens fünf Kalenderjahre, Umsatzsteuer-Voranmeldungen sind monatlich in elektronischer Form authentifiziert zu übermitteln."

Ich denke damit hat sich deine Frage erledigt..

Kleinunternehmer Regelung etwas überschritten?

Guten Tag,

ich habe mit meinem besten Freund eine Garten- und Landschaftsbau Firma aufgemacht am 20.07 und die Kleinunternehmerregelung geltend gemacht. Kleinunternehmerregelung besagt ja: "...entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.“...

Wir haben auch nicht abgesehen das wir das überschreiten aber 2 große Aufträge haben uns jetzt schon auf 25000 Euro Umsatz gebracht (Quasi die hälfte von den 50000 Euro wenn wir bis Dezember nicht mehr arbeiten).

Ich dachte immer das wenn wir jetzt weitere Aufträge annehmen und mehr Umsatz generieren, dass eine Nachzahlung nur für die überschrittene Summe in Frage kommt (das wir quasi von jedem neuen Auftrag ab jetzt! immer 19% zurücklegen).

Mein Steuerberater sagt aber (weiß auch nicht ob er dort richtig liegt und wie weit der sich auskennt), dass wenn das Finanzamt bei der Steuererklärung die Kleinunternehmerregelung nicht akzeptiert wir dann für die komplette! Summe Umsatzsteuer nachzahlen müssen. Das wären bei den 25000 Euro schon ca. 5000 Euro + das was noch kommt.

Er sagte mir das wir am besten bis Dezember nichts mehr annehmen sollten, wobei auch fast nichts mehr anfällt. Nur das es jetzt schon auf das Finanzamt ankommt ob die sagen ist ok oder ob die sagen das wir bei der Summe schon nachzahlen müssen.

Bitte um einen kleinen Ratschlag.

MfG

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