Kann jmd im Glauben zu Gott verblendet sein und woran kann das festgestellt werden?

15 Antworten

Hallo Martinibrav,

ich habe einige Menschen kennengelernt, die von sehr engstirnig anmutenden Glaubensinhalten und Ableitungen ins tägliche Leben gesprochen hatten. Alle davon abweichende Ansichten waren nach der Meinung dieser Menschen Teufelswerk. Eine Differenzierung in solchen Dingen fand Ablehnung.

Andere Menschen zitierten nur aus heiligen Büchern und begründeten Gedanken damit, das es da so stünde. Alternative Ansätze ließen sie nicht zu.

Immer wieder war Gottes Wille, sowie Sünde in einzelnen Taten und Ansichten im Fokus. Einschränkung in persönlichen Freiheiten folgten all dem Gedankengut. Nur ein Blick zu Gott oder nur zum Glauben und weg von allem Natürlichen zählte als Heil.

Ihre Glaubensinhalte und Gedanken hatten sie oft mit viel emotionalem Engagement und zum Teil in Ablehnung von Menschen anderer Meinung unter Anspruch von Wahrheit vorgetragen.

Diese Menschen sehe ich schon in einer gewissen Verblendung - ohne jetzt die Hintergründe ansprechen zu wollen.

Eine konträrer Ansatz wäre, von Gottes Liebe auszugehen, diese in eigener Lebenseinstellung in Gedanken und Handeln im Natürlichen wirken zu lassen. Dies würde Fülle und Freiheit schaffen, keinen Glauben, allenfalls Gott thematisieren. Es würde Menschen dort belassen, wo sie sich befinden - ob sie es mit Gott hätten oder nicht.

Mit vielen lieben Grüßen

EarthCitizen

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Diese Frage ist spannend, denn sie kann in doppelter Hinsicht verstanden werden:

Zum einen, dass jemand im Glauben fanatisch wird und den gegebenen Verstand ausblendet, sich zu unangemessenen Handlungen hinreissen lässt.

Im christlichen Sinn wird "verblendet" aber auch in anderem Sinn verstanden. Etwa Bibelstellen wie Johannes 12,40 oder 2. Korinther 4,4, bei denen es darum geht, dass sie Gott nicht erkennen können, weil ihnen andere Dinge im Leben viel wichtiger sind als die Beziehung zu Gott. In diesem Fall gilt es, Gott zu "suchen". Er lässt sich dann auch finden.

Sicher, wenn jemand nichts vom Glauben infrage stellen kann und will und sein Leben vollkommen darauf ausrichtet.

Das gibt es aber auch in anderen Bereichen, wie z.B. der Kunst.

Auch ein extrem wissenschaftsgläubiger kann verblendet sein.

Solche Menschen leben in ihrer eigenen Welt.

Das ist nicht weiter schlimm, solange sie im Leben zurecht kommen und anderen Menschen nicht schaden.

Warum antworten auf eine Frage über Glauben so viele Menschen, die nicht an Gott glauben wollen?

Liebe Atheisten und Gott-Leugner,

was habt Ihr davon, wenn Ihr den Glauben anderer verunglimpft und infrage Stellt, anstatt unter Euch zu bleiben? Wenn Ihr nicht Gott glauben wollt, könnten Ihr doch einfach die anderen in Ruhe lassen. Oder ruft Euch etwa Euer nicht existenter Gott auf, den nicht beweisbaren Gott permanent infrage zu stellen?

Denkt Ihr eigentlich darüber nach, dass Ihr Euch genauso als "Missionare" gebrauchen lasst, wie auch unser Gott uns dazu aufruft, den Mitmenschen die Gute Nachricht von der Erlösung durch Jesus Christus zu bringen?

Seht Ihr, dass wir alle mitten in einer großen Auseinandersetzung sind zwischen dem, der sich selbst zu Gott machen will, dabei aber fast alle Menschen verblendet, und dem wahren Gott, der uns Menschen trotz der Zustände auf dieser Erde - für die Er nicht verantwortlich ist - liebt und zu sich ziehen möchte?

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