Kann jemand mir bitte behilflich sein und die Hintergrund dieses Streites zw. Kohl und Willy Brandt erklären?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das war der Streit im Wahlkampfjahr 1976, in dem die CDU/CSU mit Herrn Dr. Helmut Kohl als Spitzenkandidat 48,6 % erreichte.

Da die SPD mit ihrem damaligen Amtsinhaber, Herrn Helmut Schmidt, und dem Koalitionspartner, der FDP, zusammen mehr Stimmen hatten, konnten die SPD/FDP-Koaliton weiterregieren.

Früher in den 70er Jahren ging es immer um die Ostpolitik. Die SPD wollte die DDR anerkennen. Die CDU/CSU hat dies nie getan und immer die Wiedervereinigung im Auge behalten. Daher griff der damalige CDU-Generalsekretär, Herr Dr. Heiner Geißler, die SPD immer an und warf ihr vor, sich den Kommunisten an den Hals zu werfen und die Deutschen im Osten zu verraten.

Das hatte den damaligen SPD-Vorsitzenden und ehemaligen Bundeskanzler (1969 - 1974), Herrn Willy Brandt, so geärgert und nannte Herrn Dr. Geißler einen Hetzer. Dies wies dann der damalige Bundesvorsitzende der CDU, Oppositionsführer und CDU/CSU-Kanzlerkandidat, Herr Dr. Helmut Kohl, entschieden zurück und verteidigte seinen Generalsekretär.

Wie geil ist das denn, 48,6 Prozent udn die Wahl verloren.

Heute feiert man sich schon mit 20 Prozent als Wahlgewinner.

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Vielen Dank für die Erklärung. Sehr hilfreich.

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Awa, das ist der Wahlkampf 87 und es geht um Ronald Reagan.

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Der Grund des Streites ist eigentlich total belanglos.

Aber man erkennt das sich beide PErsoen persönlich nicht leiden können und damals gab es noch eien tiefen Graben zwischen der CDU udn der SPD uznd man war sehr bemüht sich voneinander auch inhaltilch abzugrenzen.

Das waren noch schöne Zeiten als Politiker noch eine Meinugn hatten und man nicht in einer Dauer-Groko gefangen war und man im zweifelsfalle mit allen und jeden koaliert, außer Linke und AFD.

Jo, Strauß vs. Wehner - einfach legendär

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@Akecheta

Das war schön, heute haben sich alle Polikter lieb man will ja vor der Wahl niemanden beleiden, weil man nach der Wahl dann regelrecht koalieren muss.

Wenn es soweiter geht dann gibt es bald Koaltionen von CDU und Linke, FDP und Linke, usw

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Ja schön.. Wie im Kindergarten verhalten die sich.. Und sowas regiert uns

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@maxii67

muus ja nicht schlecht sein, war mal bei einer Wahlkampfverstaltung von Angela merkel bini da fast eigeschlafen. Die Wähler werden regelrecht einlullt. Die Rentner wählen sonntags immer CDU un die jugendlichen die hängt Sonntags vor der Playstionen, solange man sie nicht irgedwie reizt und sie aus protest doch noch wählen.

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@blackhaya

Lass raus auf die Straße. Und vergiss nicht deine Fackel und mistgabel!

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@maxii67

Falsch! Zu diesem Zeitpunkt, nämlich im Wahljahr 1976, war Herr Dr. Helmut Kohl der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, CDU-Bundesvorsitzende und CDU/CSU-Kanzlerkandidat, während Willy Brandt der Parteivorsitzende der Regierungspartei SPD war, die noch mit der FDP als Koalitionspartner regierte.

Zu diesem Zeitpunkt gab es ja im Bundestag nur CDU/CSU, SPD und FDP. Da gab es weder die Grünen, noch die Linken oder gar die AfD.

Die Grünen zogen dann erstmals mit der vorgezogenen Bundestagswahl am 06.03.1983 in den Bundestag ein.

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Das ist so nicht richtig, dass sich Willy Brandt und Dr. Helmut Kohl nicht verstanden haben. Immerhin war Herr Dr. Kohl der letzte Besucher von Willy Brandt, bevor er starb.

Als Dr. Helmut Kohl Willy Brand besuchte, war Dr. Kohl inzwischen Bundeskanzler. Willy Brand stieg aus seinem Krankenbett und zog sich an. Als Herr Dr. Kohl ihn dann sah, sagte Kohl, dass er sich nicht hätte extra anziehen müssen. Daraufhin Willy Brandt: "Wenn mein Bundeskanzler kommt, ziehe ich mich natürlich an."

Kohl erklärte diese Aussage dann später so, dass er diese Aussage Willy Brandts nicht auf seine Person bezog, sondern auf das Amt des Bundeskanzlers, das Willy Brandt auch einmal inne hatte.

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@AtheistausSyr

Vielen Dank!

Es gibt doch in gewissen Abständen mal bei Phoenix diese Doku-Serie "Die Kanzlerjahre von Adenauer - Merkel", in der jede Kanzlerschaft mit ihren Höhepunkten und Krisenzeiten dargestellt wird.

Dabei sind dann auch kurze Ausschnitte aus Interviews mit Zeitzeugen, u. a. auch mit der Aussage von Herrn Dr. Helmut Kohl über seinen letzten Besuch bei Willy Brandt kurz vor dessen Tod.

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Ganz tolle Zeiten! Als Frauen noch die Erlaubnis ihrer Männer brauchten um arbeiten zu dürfen, ...

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Es ist ein Kampf der beiden, der sich darum dreht glaubwürdiger rüber zu kommen als der andere um im Endeffekt mehr Macht und Geld zu haben

In der Politik ging und geht es immer um Macht. Das war immer so und wird immer so bleiben. Hier aber geht es um einen deftigeren Streit um die Position der BRD zu den USA, die den Hardliner Ronald Reagan als US-Präsidenten hatten. Mitten im Kalten Krieg war das damals ziemlich wichtig und heutzutage von vielen jüngeren nicht mehr nachvollziehbar, was die beiden da umtrieb.

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@Akecheta

Und was genau gibt es da zu debattieren? Wie viel exportiert und importiert wird oder was noch?

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@maxii67

Quark, da ging es um die Annäherung an die Sowjetunion, ja oder nein, wie handeln die USA, da kam Gorbatschow auf, Hardliner Reagan wandelte sich, der Eiserne Vorhang fiel, die Zeit von Glasnost und Perestrojka kam auf, die DDR fing an zu wanken, der Kalte Krieg wurde beendet. Eine wahnsinnig spannende Zeit. Und wenn man sogar von dieser Zeit politisch keine Ahnung hat, sollte man sich an Dieter Nuhr erinnern. Pauschale Schelte über alle Politiker und denen nur Geldgeilheit und Machtgedanken zu unterstellen, ist das Dümmlichste was man so ablassen kann!

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