Kann jemand meine Schilddrüsenwerte (ft4, TSH, ft3) bewerten?

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4 Antworten

Referenzbereich bedeutet, dass in dem Labor, in dem die Messungen vorgenommen wurden, die Normalwerte in diesen Bereichen liegen. Jedes Labor kann nach einer unterschiedlichen Meßmethode die Blutproben untersuchen, doch muss der Bereich angegeben werden (also der Referenzbereich), in dem der von diesem Labor gemessene Wert liegt. Liegt der Wert nun im Referenzbereich, dann ist der Wert normal.

TPO (oder auch MAK=Mikrosomale Antikörper) und TRAK sind Schilddrüsenantikörper, die bei Dir hier im Normbereich liegen. Schilddrüsenantikörper werden kontrolliert, um zu sehen, ob der betreffende Patient Antikörper gegen seine eigene Schilddrüse bildet - das gibt es bei den sogenannten Autoimmunkrankheiten - oder ob die TSH-Rezeptorstellen in dem Falle z. B. durch die TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) besetzt worden sind und die Schilddrüse anregen, vermehrt die Schilddrüsenhormone T3 und T4 ins Blut abzugeben. Bei Dir ist das alles nicht der Fall, also diesbezüglich alles normal.

Die übrigen Werte (T3 und TSH) sind bei Dir ebenfalls normal.

Kannst Du damit etwas anfangen? ;-)

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Kommentar von Kaski
18.10.2016, 12:32

Ja kann ich, danke! :) was ist dann mit fT4? Unbedenklich? :)

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Wenn du dir das alles durchgelesen hast weißt, warum dein Arzt der bessere gespächpatner darfür ist.

TRH = Thyreotropin Releasing Hormon

Das TRH ist ein Hormon, welches im Hypothalamus produziert wird. Es
regt die Hypophyse an TSH freizusetzen. Die Bestimmung des TRH ist
allerdings fast nie erforderlich. Normalbereich: 2,5 – 25 mU/l. Ein
erhöhter Wert weist auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin.

TSH = Thyreoidea Stimulating Hormon (Thyreotropin)

Das TSH wird von der Hypophyse produziert und regt die Schilddrüse
zur Bildung der Schilddrüsenhormone T4 und T3 an. Die Bestimmung des TSH
ist Basis jeder Schilddrüsenfunktionsdiagnostik. Normalbereich: 0,3 –
2,5 mU/l. Unter der Therapie mit Schilddrüsenhormonen wird eine
Einstellung des TSH im Bereich 0,5 – 1,0 mU/l empfohlen. Erniedrigte
Werte (kleiner als 0,1 – 0,3 mU/l): Die Schilddrüse produziert zu viele
Hormone oder die von aussen zugeführte Schilddrüsenhormondosis ist zu
hoch (hyperthyreosis factitia, iatrogene Hyperthyreose). Es liegt eine
Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vor. Ausnahme: Bei Einnahme
eines T3-/T4-Kombinationspräparates oder auch durch TRAK kann das TSH
verfälscht zu niedrig ausfallen ohne dass eine Hyperthyreose vorliegt.
Erniedrigte Werte bedürfen einer weiteren Abklärung, so dass zusätzlich
die Konzentrationen von fT3/fT4 bzw. bei der Erstdiagnostik Antikörper
bestimmt werden müssen. Erhöhte Werte (grösser als 2,0 – 2,5 mU/l): Die
Schilddrüse produziert zu wenige Hormone oder die von aussen zugeführte
Schilddrüsenhormondosis ist zu niedrig. Es liegt eine
Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) vor. Erhöhte Werte bedürfen
einer weiteren Abklärung, so dass zusätzlich die Konzentrationen von
fT3/fT4 bzw. bei der Erstdiagnostik Antikörper bestimmt werden müssen.

fT4 = Tetrajodthyronin od. Thyroxin

Unter einer Substitutionstherapie mit Schilddrüsenhormonen sollte die
letzte Medikamenteneinnahme 24 Stunden zurückliegen, da ansonsten
verfälscht zu hohe Werte gemessen werden. Normalbereich: 0,8 – 1,8 ng/dl
(8 – 18 pg/ml) bzw. 10 – 23 pmol/l. Unter einer Therapie mit
Schilddrüsenhormonen gilt eine erweiterte obere Normbereichsgrenze
(laborabhängig 2,5 bis 3,5 ng/dl) für das fT4. Erhöhte Werte: Es liegt
eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Erniedrigte Werte: Es liegt eine
Schilddrüsenunterfunktion vor.

fT3 = Trijodthyronin

Im Gegensatz zum fT4 ist das fT3 erst bei ausgeprägten Hypo- bzw.
Hyperthyreosen erniedrigt bzw. erhöht, da der Körper die bedarfsgerechte
Umwandlung je nach Bedarf steuern kann. Normalbereich: 2,0 – 4,5 pg/ml
bzw. 5,4 – 12,3 pmol/l. Erhöhte Werte: Es liegt eine
Schilddrüsenüberfunktion vor. Erniedrigte Werte: Es liegt eine
Schilddrüsenunterfunktion vor. Bei länger andauernden schweren
Erkrankungen kann das fT3 erniedrigt sein ohne dass eine Hypothyreose
vorliegt (Low T3-Syndrom).

Hintergrundwissen: Bezüglich der Schilddrüsenhormone besteht
grundsätzlich die Möglichkeit die Konzentrationen der freien
Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) oder die Gesamthormonkonzentrationen (T3,
T4) zu bestimmen. Medizinisch sinnvoll ist nur die Bestimmung der
freien Schilddrüsenhormone. Begründung: Der größte Teil der
Schilddrüsenhormone ist an Bindungseiweiße wie das Thyreoglobulin,
Transthyretin (Präalbumin) und Albumin gebunden. Nur ein sehr geringer
Teil der Schilddrüsenhormone liegt ungebunden vor. Da aber
ausschließlich die freien Schilddrüsenhormone wirksam sind, ist es
sinnvoller diesen Teil zu messen, als die Gesamthormonkonzentrationen
(gebundene + freie Hormone). Außerdem ist die Messgenauigkeit bei der
Bestimmung der freien Hormone höher als bei der Bestimmung der
gebundenen Hormone. Die Anzahl der Bindungseiweiße und damit der
gebundenen Hormone kann beispielsweise durch die Einnahme von Östrogenen
oder während einer Schwangerschaft erhöht sein. Dagegen hat die
Bestimmung der freien Hormone den Vorteil, dass sie von Veränderungen
der Bindungsproteine unabhängig ist.

http://schilddruesenguide.de/thyreoiditis/erklaerung-der-schilddruesenlaborwerte-teil-1-schilddruesenhormonwerte/

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Wenn Dein Allgemeinbefinden gut ist, solltest Du diese Werte als normal sehen und Deine Schilddrüsenhormone in gleicher Dosierung weiter nehmen !

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Die Werte sind im grünen Bereich,du muss das nur morgens 30 Minuten vor dem Frühstück also auf nüchternen Magen nehmen,nur dann wirkt es richtig!

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