Kann jeder Fisch zum Säugetier werden wie Delfine und Wale?

14 Antworten

Nein, das kann kein einziger Fisch. Das ist auch niemals zuvor passiert. Kein Fisch ist je zum Säugetier geworden, in der gesamten Erdgeschichte nicht, denn das wäre Zauberei. Evolution hat aber nichts mit Zauberei zu tun.

Die Evolution ist ein fließender Prozess mit Millionen von Generationsübergängen. In jeder einzelnen Generation setzen immer nur die Exemplare ihr Erbgut durch, also pflanzen sich fort, die am besten an ihren Lebensraum angepasst sind. Und über eine sehr lange Zeitspanne betrachtet kann sich das äußere Erscheinungsbild der Individuen dann stark von dem ihrer Vorfahren unterscheiden.

Vor 380 Millionen Jahren  waren zum Beispiel eine ganz bestimmte Gruppe von Fischen, die in der Nähe von Flussufern lebten und im schlammigen Grund nach Nahrung stöberten, besonders gut angepasst, wenn sie kräftige Vordergliedmaßen hatten. Diese hatten dann auch gleichzeitig den Nebeneffekt, dass der Fisch kurzzeitig sich an Land ziehen konnte, wenn ein Feind wie ein großer Raubfisch auftauchte. Die Fische, die das am besten konnten, wurden am seltensten gefressen. 

Bis die Beine der Fische kräftig genug waren, um sie auch längere Zeit über das Land zu tragen, und bis sich ihre Schwimmblase zu einer primitiven Lunge umfunktioniert hatte, müssten hunderttausende Fischgenerationen kommen und gehen und Millionen von Jahren Zeit vergehen. 

Von den ersten Amphibien bis zu den ersten Reptilien und dann bis zu den ersten Säugetiere waren weitere Millionen von winzig kleinen Veränderungen infolge von Ausleseprozessen nötig. Die Zahlen, über die wir uns unterhalten, sind dabei gewaltig groß: die ersten Fische gingen vor etwa 375 Millionen Jahren an Land, die ersten primitiven Säugetiere lebten erst vor etwa 220 Millionen Jahren. Es hat also über 150 Millionen Jahre lang gedauert, dass sich eine bestimmte Linie der Fische zu Säugetiere entwickelten. 

Wenn du dir jetzt vorstellst, du könntest auf einem Rechenschieber durch die Zeit reisen, indem du jedes Mal, wenn du eine Perle verschiebst genau ein Jahr zurücklegst, und du es schaffst, zwei Perlen in der Sekunde zu verschieben, dann machst du das ganze sechs Stunden täglich und auch an jedem einzelnen Tag des Jahres, würdest du beinahe zehn Jahre brauchen, um diese ganze Zeitspanne von den ersten Fischen bis zu den ersten Säugetiern auch nur in greifbarer Form zu zählen - so ungeheuer lange dauern die Prozesse in der Evolution.

Würde jetzt durch irgendeine Katastrophe alles Leben an Land umkommen und zerstört werden, so ist es vielleicht möglich, dass in einem ähnlich langen Zeitraum aus heutigen Fischen wieder ao etwas ähnliches wie Säugetiere entstehen. Aber dazu müsste die Erde exakt die Bedingungen wiederholen, die sie in den letzten Jahrmillionen dargeboten hat - was wiederum sehr unwahrscheinlich ist. 

33

Liest sich wie Grimms Märchen. Ganz nett diese pseudo-wissenschaftlichen Denkansätze. Noch niemals hat man empirisch beobachtet, dass primitive Lebensformen zu komplexeren Lebensformen übergingen. Dafür fehlt jeder Beweis!

1
42
@tommy4gsus

Das mit dem "Übergehen" ist ja auch nicht an einem fixen Zeitpunkt passiert, sondern wie gesagt fließend. In tausenden kleinen Schritten. 

Wenn ich dir jetzt den Kopf kahlrasiere und ein Foto von dir mache und dann jeden Tag wieder und das Tag für Tag für Tag und das mehrere Monate lang, dann erhalte ich eine recht genaue Dokumentation deines Haarwachstumsprozesses. So wie jedes der täglichen Fotos ein Beleg dafür ist, dass deine Haare tatsächlich und real nachwachsen, so ist jedes Fossil ein Beleg dafür, dass sich Tiere und Pflanzen generationsbedingt verändern.

Was du hier aber machst ist ein Taschenspielertrick: du betrachtest nur das allererste Foto mit deinem kahlen Kopf und hältst das Foto mit deiner Matte nach sechs Monaten daneben. Dass diese Matte nicht über nacht entstandenen sein kann, ist dir klar. Und mir auch. Aber den Rest des Fotoalbums möchtest du dir ja gar nicht weiter anschauen. Und leider, leider haben wir ja auch nicht für alle Spezies und von jedem Vorfahren ein eigenes Foto (Fossil) vorliegen, weshalb du natürlich auch mit recht auf die Lückenhaftigkeit weisen kannst. 

Aber nur, weil ein Bild lückenhaft ist, muss es trotzdem nicht falsch sein. Das Fotoalbum hört jedenfalls nicht dadurch auf zu existieren, weil du dich weigern möchtest, an es zu glauben. Es ist da. Und man kann es sehen und anfassen. Genau wie deine Haare.

5
1
@MarkusPK

Getretener Quark wird breit, nicht stark! Das, was Sie hier vom Stapel lassen, hat mit aufrichtiger Wissenschaft so viel zu tun, wie der Hinduismus mit dem Islam! Die Evolution basiert auf 4 wesentlichen, völlig unüberprüfbaren Grundannahmen: 1.: Methodischer Naturalismus, 2.: Gradualismus, 3.: Aktualismus, 4.: Uniformitarismus. Kurz: Man schließt von Anfang an wichtige Variablen einfach aus der Gleichung namens "Erkenntnisgewinn" aus und behauptet dann, ihr Ergebnis einwandfrei bestimmt zu haben! Nichts könnte ferner von der Realität sein. Klar, wenn man einen potenziell existierenden Designer ausschließt, bleibt nur noch die naturalistische Erklärung übrig und wenn man sich dann erstmal von dieser Option verabschiedet hat, kann der Fossilbestand auch nicht mehr von einer durch diesen Designer ausgelösten globalen Flutkatastrophe entstanden sein, sondern musste sich über Jahrmillionen abgelagert haben, da es ja keine andere Erklärung gibt, als, dass Sternenstaub aus dem Weltall nach und nach die Gesteinsschichten bildete. Dabei gibt es eindeutige experimentelle Belege für Stratifikation  und hydrologische Sortierung von Sedimentgestein in Flutwassern. Als der Mount Saint Helen's 1980 ausbrach, hat er den "Spirit Lake" über die Ufer treten lassen. Dessen Wasser hat einen Wald gerodet, dessen Bäume in meterdicke  Schlammschichten eingebettet wurden. Aufrecht stehend, ohne Wurzel, ohne Äste. Ganz genau wie die polystraten fossilen Bäume weltweit! Aber NEIN! Die können nicht durch eine Flut entstanden sein. Das geht ja gar nicht.  Nicht zu fassen, dass Bäume gefällt werden, um diesen Dünnsinn in Lehrbücher zu drucken und, dass Lehrer dafür bezahlt werden, diese religiöse Doktrin die Hälse der Schüler  hinunter zu rammen! Kein Wunder, dass unsere Jugend immer mehr verroht. Erst lehrt man sie, dass sie gemeinsame Vorfahren mit dem Affen haben, und dann wundert man sich dass sie sich auch entsprechend verhalten!

 independent.Academia.Edu/henryDalcke

0
45
@HenryDalcke

Lol

methodologischer Naturalismus ist unüberprüfbar? Die ganze Wissenschaft ist eine riesige Überprüfung davon.

Es ist witzig wenn man dermaßen daneben liegt wie du, und dann arrogant rummault und anderen Unwissenschaftlichkeit vorwirft.

3
42
@Grobbeldopp

Tja... Der Narr kann nicht erkennen, dass er ein Narr ist. Denn alle anderen sind doch Narren in seinen Augen.

3
35
@MarkusPK

Gibt sogar einen Namen dafür: Der Dunning-Kruger-Effekt. Und ja er ist start hier in der Diskussion.

Aber Fanatiker die an ein sehr altes Buch 1:1 glauben brauchen weder Zweifel noch Argumente. Gott hat ja das Buch geschenkt, und da steht alles drin. Spart das lästige, anstrengende Hirn benutzen.

Dazu kommt dann der Effekt, dass Ungebildete nicht mal erkennen, dass sie ungebildet sind. Ein Philosoph der recht viel wusste meinte mal, nichts zu wissen. Die Kreationisten (etc.) die Glauben alles zu Wissen... wissen wirklich nichts.

In der Wissenschaft erkennt man erst wie viel an Details fehlt, wenn man viel weiß. Aber ich denke, mit den Gestalten weiter oben braucht man nicht über wissenschaftliche Details der Biologie, Biochemie, Chemie, Physik (etc.) rund um die Evolution reden...

3

Nein. Zum Säugetier im Sinne der biologischen Klasse gar nicht. So wie auch ein fliegendes Säugetier kein Vogel ist.

Zu einem, dem Walen ähnlichen Tier, einem Fisch der den Nachwuchs säugt? Ja. Wenn der Vorteil groß genug ist, die Zeit lang genug ist... ja. Gibt jetzt schon Fische die lebendgebären und die Brut pflegen. Und auch Fische mit erhöhter Körpertemperatur um agiler zu sein gibt es...

Zu einem säugenden Fisch der Luft atmet, obwohl er im Wasser lebt? Jein. Aber bei lange anhaltender subletaler Sauerstoffatmung im Wasser (Leben ja, aber ineffizient) könnte der Vorteil eine Luftatmung so groß sein, dass sich entsprechende Fähigkeit entwickelt. Es gibt in Sauerstoff armen Gewässern bereits Fische die Luft atmen können...

Das wäre dann Konvergenz. Ein Säugetierähnlicher Fisch... ein fischähnliches Säugetier. Und doch genetisch komplett verschieden.

Erstmal Wale und Delphine sind Keine Fische sondern Säugetiere.

Nein Fische Können nicht zu Säugetieren werden. Vor 400 Millionen Jahren haben sich Fische zu Amphibien Entwickelt. Aber dieser Vorgang dauerte Tausende sogar Millionen Jahren. 60 Millionen Jahre Später entwickelten sich aus den Amphibien die Reptilien. Und dan 120 Millionen Jahre Später Entstanden Dan die Ersten Säugetiere. Doch wie Schon Gesagt das Alles Hatt Sehr Sehr Viele Millionen Jahre gedauert. Auch wenn es sich in meinen Text sehr kurz anhört. Außerdem war das Jetzt nur eine Kurzfassung in Wirklichkeit gibt es da noch viel mehr zu erklären.

Was möchtest Du wissen?