Kann jede Firma die Garantiezeit für ihre Produkte selbst festlegen?

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5 Antworten

Die Garantiezeit liegt im Ermessen des Herstellers - der kann gar keine geben oder auch 30 Jahre. Die Garantie ist immer eine freiwillige Zusage des Produzenten. Allersdings gibts ja noch die gesetzliche 2-Jährige Gewährleistung - da kommt keiner drann vorbei. Aber ab Monat 7 nach Lieferung tritt die Beweisumkehr ein. Das heißt: Bei Schäden innerhalb von 6 Monaten nach Lieferung geht man grundsätzlich davon aus, dass ein Mangel vorliegt - ab den siebten Monat muß das der Käufer nachweisen. Sachgemäßer Gebrauch wird natürlich vorausgesetzt. Wenn Dualso mit nem Auto gegen eine Wand fährst, handelst Du unsachgemäß und hast demzufolge keine Gewährleistungsansprüche :-).Im Baugewerbe gibts meines Wissens Gewährleistungszeiträume von bis zu 30 Jahren. Gebrauchtwaren haben nur 12 Monate Gewährleistung. Bei der Herstellergarantie gibts in der Regel Bestimmungen, die man einhalten muß und auch eine entsprechende pfege sogar nachweisen muß. Jeder hat da seine eigenene Regeln - man muß sich also vorher genau informieren, wofür die Garantie steht und was man dafür z.B. an Unterhaltspflege leisten und auch nachweisen muß.

Ich bin relativ sicher, daß die Garantie bei uns eine freiwillige Leistung des Herstellers ist. Deswegen kann er auch die Dauer selbst bestimmen. Da ja bei vielen Geräten der Hersteller garnicht feststellbar ist, hat der Gesetzgeber zum Verbraucherschutz die Sachmängelhaftung eingeführt. Hier ist der Verkäufer in die Pflicht genommen.

Es gibt feste Garantiefristen, die immer gültig sind. Bei Elektrogeräte sind sie, so weit mir bekannt ist, 2 Jahre. Der Hersteller kann natürlich längere Garantiefristen geben. Kürzere als die Vorgeschriebenen sind ungültig!

Du verwechselst, wie viele andere auch, die Garantie mit der gesetzlichen Gewährleistung.

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Jeder Hersteller kann GARANTIE geben, wie er möchte: zwei, drei, 30 Jahre oder gar nicht, denn GARANTIE ist eine FREIWILLIGE Leistung.

Nicht freiwillig ist die GEWÄHRLEISTUNG, denn diese ist gesetzlich auf zwei Jahre festgeschrieben, wobei in den ersten sechs Monaten eine Beweislastumkehr gilt: da muss der Händler im Problemfall nachweisen, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Lieferung nicht vorhanden war. Ansonsten muss der Käufer nachweisen, dass der Mangel schon bestand.

Gibt der Hersteller eine Garantie, kann er auch im Gewährleistungsfall an die Stelle des Händlers GEWÄHRLEISTUNGSfällen.

Im letzten Satz muss es heißen: "...an die Stelle des Händlers treten. Letzterer ist aber IMMER zuständig bei GEWÄHRLEISTUNGSfällen."

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wollte gerade fragen, wie der letzte Satz richtig heißt, - hat sich damit ja erledigt! Danke! Sachmängelhaftung ist übrigens der neue Begriff für Gewährleistung. Ist auch verständlicher.

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@fourseasons

Laut BGB heißt es: "Gewährleistung für Sachmängel"... ;-)

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Nein, 24 Monate sind für fast alle Waren vorgeschrieben. Es gibt aber Ausnahmen, z.B. bestimmte Verbrauchsartikel.

Du verwechselst, wie viele andere auch, die Garantie mit der gesetzlichen Gewährleistung. Die Gewährleistung für gebrauchte Waren kann auf 12 Monate verkürzt werden.

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@Regenmacher

Mit Firma ist hier offensichtlich der Hersteller gemeint. Und Hersteller stellen keine gebrauchte Ware her. Da die meisten Leser den Unterschied zwischen Gewährleistung und Garantie eh nicht kennen, hab ich mir gespart, dies hier abzuhandeln. Fakt ist: Wenn ich Neuware kaufe, kann ich in der Regel 24 Monate lang zum Händler gehen, um einen Mangel zu reklamieren.

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