Kann ich,wegen -angeblicher- Bedrohung bestraft werden...

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12 Antworten

Hallihallo EvaParadies!

Keine Sorgen,der Typ kommt nicht weit mit seiner "Mini-Anzeige".

Wegen sowas doch nicht, das kommt ja nicht mal zur StA (Staatsanwaltschaft) Ich arbeite an einem Landesgericht in Österreich, weiß zwar nicht wie das in Deutschland ist aber guck doch da mal rein http://www.internet4jurists.at/gesetze/bg_stgb01.htm

Du könntest ihn zB wegen Beleidigung anzeigen (oder Mobbing ist da gleiche)

Hallo EvaParadies,

Ich bin als Bundesanwalt tätig und interessiere mich sehr, für die rechtlichen Fragen hier auf Gutefrage.net

Ist sozusagen ein kleines Hobby :)

Es tut mir erstmal leid, dass du unter Mobbing zu leiden hast, was wirklich ein guter Grund für eine Strafanzeige ist.

Das diese von dir gemachte Anzeige abgelehnt wurde, kann ich diesbezüglich nicht nachvollziehen...

aber nun mal zu deinem aktuellen Problem....

Jeder Mensch kann zu der Umliegenden Polizeistation rennen und eine Strafanzeige stellen, nur heißt das noch lange nicht, dass diese dann auch wirklich wahrgenommen wird. (wie in deinem Fall)

Nun ist sie bei deinem Mobber zwar erst einmal wahrgenommen worden, jedoch ist die Basis, auf der die Strafanzeige läuft eher weniger bestandhaft.

Hättest du deine Anzeige gegen den Mobber schon früher gemacht, hätte seine Anzeige nun überhaupt garkeinen Tatbestand.

Da du leider deine Anzeige wenig später als seine eingereicht hat, sieht es natürlich so als, als würdest du dich damit nur hilflos versuchen zu wehren.

Aber ich kann dir versichern, dass es zu keiner Verhandlung und auch keinem entsprechendem Strafmaß kommen wird, denn immerhin steht Aussage gegen Aussage und das wissen beide Anwaltsseiten.

Viele Menschen differenzieren nochmal, wie viele Personen gegen andere Aussagen, jedoch macht es hier überhaupt keinen Unterschied, ob es 2 oder 3 gegen dich und deinen Freund sind, weil es immerhin Freunde des Klägers sind und somit wenig vertrauen aufweisen, hier wird also nur Unterschieden wie die kernaussage der beiden Zeugenseiten lauten.


ich weiss, dass ist nun schon über 5 Jahre her, wollte aber nur nochmal meine Meinung dazu äußern und dir diese Tipps mit auf den weg geben, nur das du jetzt bescheid weißt ;D


außerdem wollte ich mal fragen wies dir jetzt geht ?

Arbeitest du da immer noch ?

wirst du noch gemobbt ?

was ist mit der Strafanzeige des Mobbers geworden ?

Würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen.

bei Interesse einfach an; klein.uetersen@gmx.de


Hallo EvaParadies,

Die Bedrohung im Sinne von § 241 StGB ist die Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahe stehende Person gerichteten Verbrechens. Ob die Bedrohung tatsächlich zu realisieren beabsichtigt oder der Bedrohte ihm glaubt bzw. die Drohung ernst nimmt, ist unerheblich, solange sie objektiv den Eindruck der Ernstlichkeit erweckt und der Täter will, dass sie vom Bedrohten ernst genommen wird. Soweit zum Verständnis.

Jedoch sind von der Bedrohung bloße Verwünschungen und Beschimpfungen (zB „Du sollst verrecken“) zu unterscheiden. Ausnahmsweise soll auch eine in momentaner Erregung ausgesprochene Drohung mit „Totschlagen“ als bloße Verwünschung anzusehen sein (BGH NJW 53, 1441). Ferner können prahlerische Redensarten (etwa als jugendtümliche Wichtigtuerei, wie zB einen anderen „kaltzumachen“ oder ihn so zu schlagen, dass er „seine Glieder einzeln nach Hause tragen“ müsse, den Eindruck der Ernstlichkeit vermissen lassen, aber je nach den Umständen auch durchaus ernst zu nehmen sein.

Ob das Verfahren eingestellt wird, hängt somit stark von dem Interesse und der Situation ab, in der du demjenigen das vermeintliche Übel in Aussicht gestellt hast. Jedoch ist der Rat deines Anwaltes berechtigt. Bei Anzeigen wegen einer Bedrohung oder Beleidigung - ohne Vorstrafen - wird meistens das Verfahren eingestellt. Sollte das Verfahren eröffnet werden, hängt alles von der Beweislage ab. Aber da kann dir dein Anwalt sicherlich weiter unterstützen und mit dir eine sinnvolle Strategie ausdenken.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

nach monatelangem Mobbing, gegen den man absolut nichts unternehmen konnte und man nicht einmal Hilfe von Dritten (auch Polizei,Dienstelle des Typs usw.) bekommt, ist man irgendwann psychisch fertig....vor allen, wenn man denken muss, dass das mobben so weiter gehen wird ohne Aussicht auf ein Ende.

In so einer emotionalen Situation befand ich mich und habe deshalb mich so geäüßert! Leider kann das keiner verstehen...zumindestens nicht der Polizeibeamte, der mich vernommen hat dazu und auch nicht die Staatsanwaltschaft.

Meine Gegenanzeige wurde ja abgewiesen, mit der Begründung, dass "die Mobbinggeschichte"von mir nur ein Missverständnis war und dem Typ -angeblich- nichts nachzuweisen ist...aber meine Bedrohung durchaus sehr ernst zu nehmen war und der Typ um "sein Leben" fürchten musste (sinngemäß ausgedrückt).

Im Übrigen konnte der Typ und seine Zeugen das angebliche Messer nicht mal beschreiben....da haben die sich schlecht abgesprochen, die Drei!

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Toller Beitrag. DH!

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Sehr wahrscheinlich wird Dein Verfahren auch im Sand verlaufen. Weil Du zu jemandem anderes gesagt hast, Du könntest einem eine klatschen ist strafrechtlich völlig unrelevant.

Für den Staatsanwalt relevant ist lediglich, daß Du angeblich jemanden mit einem Messer bedrohst hast - da Du das aber nicht gemacht hast, könnte Dir eigentlich nichts besseres passieren, als daß es da zu einer Verhandlung gegen Dich deswegen kommt und der Sachverhalt mal geklärt wird und Du mit einem blitzsauberen Freispruch rauskommst - und als erfreulicher Nebeneffekt die Kumpels, die der Polizei was von dem Messer erzählt haben sich dann doch noch einen schönen Ärger einhandeln wegen falscher Verdächtigung.

Für den Staatsanwalt relevant ist lediglich, daß Du angeblich jemanden mit einem Messer bedroht hast...

So ist es. Dieser beachtliche Umstand ist im Beitrag treffend herausgestellt. Auch ansonsten einwandfreie Antwort. DH!

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Ob du das nun zu deinem Bekannten gesagt hast oder zu dem persönlich spielt keine Rolle. Die Äußerung steht.

Bei mündlichen Bedrohungen ist es rechtlich immer so eine Grauzone. Der Mann kann sich tatsächlich sehr bedroht gefühlt haben und da spielt es keine Ahnung ob du nun das sagtest oder einfach nur "gleich setzt was!".....

Vor Gericht hat er mit 2 Zeugen gute Chancen, wenn sie alle das selbe aussagen. Ob das nun geflunkert ist oder nicht, ist für die Anwaltschaft schwer zu beurteilen. Da verlässt sich das Gericht häufig auf Zeugen und auf deren Einschätzung ob diese Personen glaubwürdig sind oder nicht.

Persönlich würde ich vor Gericht die Geschichte so erzählen wie sie passiert ist & nichts, aus Angst vor der vermeintlichen Verurteilung, auszuschmücken. Tatsächlich erzählen so wie die Situation war, wie es dazu gekommen ist, wer anwesend war und wichtig ist auch das du die Vorgeschichte mit den abgewisenen Verfahren deiner Seits erwähnst.

Sprich das er dich scheinbar schon vorher gemobbt und nervlich fertig gemacht hat.

Möglich das es eine Retourkutsche ist. Leider hast du ihm da eine Plattform geliefert.

"Vor Gericht sind alle gleich". Das ist woran sich Gerichte halten müssen und so ist es meistenes auch.

Was meinst Du mit "Plattform geliefert" ? glf

Der Typ hat z.B. Telefonterror bei mir gemacht (kann ich beweisen) und (wie erwähnt) arbeitet er bei der Kreisverwaltung und hat mir Mahnungen geschickt, für Rechungen, die ich schon längst bezahlt hatte und Rechnungen geschickt, die ich gar nicht zahlen musste...angeblich habe ich, per Post, Rechnungen und Unterlagen zugeschickt bekommen, die ich nie bekommen habe und so folgte, von dem Typ wieder eine neue Mahnung. So ging das Monate.

Habe mich bei seinem Vorgesetzten schriftlich beschwert, aber der wies meine Beschwerde einafch ab...sei unbegründet. Darauf habe ich den Typ (kenne den auch Privat) getroffen und da meinte er zu mir (vor meinen Zeugen : ,,Dich mache ich noch fertig!" Dannach kam eine neue Mahnung/Rechnung von ihm! Von seinem Vorgesetzten wird er geschützt.

Jedesmal musste ich Widersprüche, gegen die Rechnungen und Mahnungen schreiben und das kostete mich Zeit und Nerven. Alle Widersprüche wurden stattgegeben und die Rechnungen und Mahnungen zurück genommen....darauf folgte aber bald en neue Mahnung oder Rechnung.

Irgendwann hat es mir gereicht, denn nach einer weiteren Beschwerde, bei seinem Vorgesetzten (die wieder abgewiesen wurde, als unbegründet), habe ich Anzeige gegen den Typ ersattet. Ich meine...irgendwo reicht es doch mal, mit seinem Mobbing, die eigentlich privater Natur gegen mich sind, aber er nutzt sein Amt gegen mich aus.

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Geh gelassen und vor allem vernümpftig angezogen zur Verhandlung. Nie laut werden. Mache sachlich, aber korrekt Deine Aussage. Ebenso OHNE Absprache Deine Zeugen. Die Zeugen des anderen (Mobbers - Mobben ist erfüllt den Tatbestand einer strafbaren Handlung) werden vom Richter ermahnt nur das Wahre zu sagen, sonst wird es für die sehr unangenehm. Lügen vor gericht kann mit bis zu 5Jahre Gefängnis bestraft. Schildere auch in Deiner ersten Anhörung das Mobben des anderen! Wenn Du unterbrochen wirst, bitte den Vorsitzenden, daß Du in Ruhe deine Version darstellen darfst. Ein Messer hast Du nie bei Dir, wozu auch. Auf jeden Fall entschuldigst Du Dich!!!!! für die "Drohungen", die auf keinen Fall so gemeint sein sollten. Besprich das alles in Ruhe mit Deinem Verteidiger.

Also .... wenn deine Sache vor Gericht geht, dann verspricht sich die Justiz davon, dass bei dir was zu holen ist. Mach denen klar: Du bist pleite und ratzekahl blank. Beantrage VKH! Das deine Gegenanzeigen eingestellt wurden, ist normal. Man beruft sich auf irgendeinen § aus der ZPO, versucht sich diese Arbeit vom Hals zu schaffen und verweist auf den Privatklageweg. Lass es, da kommt auch nix raus.

Zu einem Anwalt zu gehen, hat nur bedingt Sinn. Vergiss nicht, dass der am Streit verdient und ein Interesse an der nächsten Instanz hat, die du zahlst!

Du musst dein Gegenüber unglaubwürdig machen. Lüge, falschbeschuldige ihn, Gerichte wollen belogen werden und mit der Wahrheit kommst du da nicht weiter. Eine gute Glaubhaftmachung ist eine eidesstattliche Erklärung. Man möge dir erst einmal das Gegenteil beweisen, dass das zu diesem Zeitpunkt nicht dein Eindruck war.

Wenn ein Strafbefehl kommt, gehe in Widerspruch. Geht das vor Gericht, dann bereite dich darauf gründlich vor, den Typen unglaubwürdig zu machen. Rede, drucke die solche Fälle aus dem Internet vorher aus, knall das dem Richter auf dem Tisch. Du musst ihn überzeugen. Wenn du angeklagt bist, dann kannst du nach StPO den Typen als Zeugen vernehmen. Nimm ihn dann auseinander, stelle Fangfragen, führe ihn aufs Glatteis. Das klappt!

Mit Beleidigung und Bedrohungen machen Amgsgerichte ca. 10% ihres Umsatzes. Die denken da garnicht drüber nach und viele zahlen den Strafbefehl. Für die Justiz ist das leicht verdientes Geld. Du musst denen Arbeit machen, die scheuen sie nämlich! Wenn die merken, dass du sie beschäftigst, dann lassen sie ab von dir.

Erwarte keine Logik von einem Juristen! Da kannst du warten, bis du mumifiziert bist.

Noch ein Tipp: Doof stellen, fragen, nochmal fragen. Das wirkt und nervt.

Spar dir eine Dienstaufsichtsbeschwerde: "fff" --> formlos, fristlos, fruchtlos!!!! Du wirst als Antwort bekommen, dass alles sehr sorgfältig geprüft wurde und keine Fehler festgestellt werden konnten. Das ist das Standardschema! Wer gibt schon Fehler zu? Du bist doch bloss ein blöder Bürger! Rechtsstaat? Denkste! Ein Rechtsstaat ist ein Staat für alle die, die vom Recht leben, aber nicht für den Bürger.

Wundere dich nicht, wenn das so lange dauert. Die Justiz ist faul und nur mit sich selbst beschäftigt. Der Richter wird deine Akte erst mit Beginn der Verhandlung das erste Mal lesen. So läuft das immer.

Versuche Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn einzulegen! Wende Dich auch an eine Frauenberatungsstelle! Viel Erfolg!

Hör auf deinen Anwalt und warte ab. Vielleicht wird das Verfahren auch eingestellt. Besorg dir für den Notfall Zeugen, die das "Mobbing" bezeugen können.

Ich habe sogar schriftliche Beweise gegen den Typ und die habe ich bei der Staatsanwaltschaft eingereicht, als ich meine Anzeige, gegen ihn, gemacht habe...aber die Staatsanwaltschaft stellte, trotz meiner Beweise, die Anzeige gegen den Typ ein :-(

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Das gleiche wie dein Anwalt: abwarten. Wahrscheinlich wird auch das Verfahren eingestellt.

abwarten wie der anwalt schon sagte. Denke da kommt nix mehr ( nach 10 monaten) hast ja wie gesagt nen profi an deiner seite.

Ich meine, du wirfst ja ganz schön mit Paragraphen um dich! Am besten fragst du das deinen Anwalt, wer sollte dir die Frage besser beantworten können?

Mein Anwalt sagt ja nur : Abwarten...und das seit ca. 7 Monaten ! :-(

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